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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Fremde
Eingestellt am 30. 10. 2003 13:59


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achja
Wird mal Schriftsteller
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Der Fremde

Langsam ging er den Gang entlang. Keiner drehte sich zu ihm um und keiner gr├╝├čte ihn. Alles war still, bis die laute Schulglocke schrillte und alle in die Klassen gingen.
Da sa├č er auf seinem Platz in der letzten Reihe, keiner beachtete ihn, obwohl jeder genau wusste, dass er da war.
Der Lehrer betrat den Raum und begr├╝├čte uns: ÔÇ×Guten Morgen Euch allen!ÔÇť Was musste das nur f├╝r ein elendes Gef├╝hl sein, wenn man in der Schule, dort, wo man eigentlich viele Freunde treffen sollte, als erstes von seinem Mathelehrer begr├╝├čt wurde. Schweigend sa├č er da, die ganze Stunde ├╝ber. Er reagierte weder auf die Fragen des Lehrers, noch auf die kleinen, aber oft gemeinen Neckereien seiner Mitsch├╝ler. Je l├Ąnger ich dar├╝ber nachdachte, desto mehr Mitleid kam in mir hoch. Ich versuchte mich in seine Lage zu versetzen und f├╝hlte mich pl├Âtzlich sehr schlecht. Endlich klingelte es zur Pause und ich lie├č mich mit der Menge auf den Schulhof treiben, immer noch meinen Gedanken nachh├Ąngend, aber in der Hoffnung auf ein wenig Abwechslung.
Aber da war er wieder, stand wie jeden Morgen in seiner Ecke. Doch an diesem Tag war irgendwie alles anders. Alle meine Klassenkameraden standen in einer gro├čen Gruppe zusammen und gingen pl├Âtzlich langsam direkt auf ihn zu, ich mittendrin. Kurz vor ihm blieben wir stehen und zwei besonders kr├Ąftige Jungs traten ihm entgegen. Sie fingen an, auf ihn einzureden und ihn herumzuschubsen. Er hatte keine Chance, sich zu wehren, schlie├člich waren die beiden mindestens zwei K├Âpfe gr├Â├čer als er. Aber das ging doch nun wirklich zu weit, oder? Ich war noch nie besonders mutig gewesen, doch pl├Âtzlich schien sich alle Wut, alles Mitleid in mir zu sammeln und ich st├╝rzte aus der Menge hervor, auf die drei zu und dr├Ąngte mich dazwischen, wobei Karim zu Boden st├╝rzte.
Schnell l├Âste sich die Gruppe auf und wir zwei waren ganz allein. Ich nahm seine schwarze Hand, sah ihm in seine braunen Augen, freute mich ├╝ber sein L├Ącheln, bei dem seine wei├čen Z├Ąhne hell aufblitzten und redete mit ihm.

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Rainer
???
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hallo achja,

erstmal herzlich willkommen auf dem leselupenschiff und noch viel spass hier.

dein text gef├Ąllt mir recht gut, denn nach einem anfang bei dem ich schon dachte "ach du meinen g├╝te, was wird denn das?", einem mittelteil der mich auch noch nicht vom hocker riss (so ist es nun mal bei autoren die ich nicht kenne), kam ein wirklich kurzgeschichtenhafter schluss.

bist du an textarbeit interessiert? ich denke, man olltre nochmal an einigen stellen arbeiten, da dann die gefahr nicht so gross ist, dass der leser noch vor dem ende abwinkt.

viele gr├╝├če

rainer
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ist meine, und damit nur EINE Meinung

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achja
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hallo und danke, rainer!
dass der anfang und der mittelteil nicht zum weiterlesen anregen, ist mir bisher noch gar nicht so aufgefallen. aber nat├╝rlich w├Ąre ich ├╝ber ein paar tips dankbar, damit ich die geschichte verbessern kann! also es w├Ąre nett, wenn du mir dabei helfen w├╝rdest.
viele gr├╝├če
achja

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Rainer
???
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hallo achja,

lang hat es gedauert, doch nun habe ich ein bi├čchen in deinem text herumgeschmiert.

Der Fremde

Langsam ging er den Gang entl ang. das reimt sich (meist schlecht in prosatexten) und au├čerdem ging und gang vielleicht: Langsam schlenderte er ├╝ber den Gang. Oder: Langsam trotte er ├╝ber den Gang. je nachdem, welchen charakter du deinem prot geben willst. Mir w├╝rde das schlendern besser gefallen, trotten steht f├╝r schon recht deprimiert.
Keiner drehte sich zu ihm um und keiner gr├╝├čte ihn. Alles war still, bis die laute Schulglocke schrillte und alle in die Klassen gingen. ich glaube kaum, dass es auf dem gesamten gang still war, nur um ihn war es still, oder? au├čerdem gehen sie in die klassenr├Ąume
Da dort sa├č er auf seinem Platz in der letzten Reihe, keiner beachtete ihn, obwohl jeder genau wusste, dass er da war.
Der Lehrer betrat den Raum und begr├╝├čte uns: ÔÇ×Guten Morgen Euch allen!ÔÇť Was musste das nur f├╝r ein elendes Gef├╝hl sein, wenn man in der Schule, dort, wo man eigentlich viele Freunde treffen sollte, als erstes von seinem Mathelehrer begr├╝├čt wurde. hm, ich w├╝rde versuchen, nicht deine gef├╝hle auszudr├╝cken, sondern dem leser die situation zu beschreiben, nicht aber, sie zu kommentieren. vielleicht: In der Schule war das der erste Gru├č, ja die ersten Worte, der auch ihm galten.
Schweigend sa├č er da, die ganze Stunde ├╝ber. Er reagierte weder auf die Fragen des Lehrers, noch auf die kleinen, aber oft gemeinen Neckereien seiner Mitsch├╝ler. Je l├Ąnger ich dar├╝ber nachdachte, desto mehr Mitleid kam in mir hoch. Ich versuchte mich in seine Lage zu versetzen und f├╝hlte mich pl├Âtzlich sehr schlecht. beschreiben, nicht kommentieren. Endlich klingelte es zur Pause und ich lie├č mich mit der Menge auf den Schulhof treiben, immer noch meinen Gedanken nachh├Ąngend, aber in der Hoffnung auf ein wenig Abwechslung. sehr gut beschrieben, dein prot verliert so den touch, ÔÇ×ein kind von traurigkeitÔÇť zu sein

Aber da war er wieder, stand wie jeden Morgen in seiner Ecke. Doch an diesem Tag war irgendwie alles anders. mal abgesehen von ÔÇ×irgendwieÔÇť (ja wie denn?) stimmt die zeit nicht. noch WAR ja alles so wie immer, aber es w├╝rde anders kommen... vielleicht: Doch dann kam alles anders. oder Doch dann wurde alles anders. Alle meine Klassenkameraden standen in einer gro├čen Gruppe zusammen und gingen pl├Âtzlich langsam direkt auf ihn zu, ich mittendrin. Kurz vor ihm blieben wir stehen und zwei besonders kr├Ąftige Jungs traten ihm entgegen. Sie fingen an, auf ihn einzureden und ihn herumzuschubsen. Er hatte keine Chance , sich zu wehren, die chance hatte er schon, aber es h├Ątte ihm nichts gen├╝tzt. vielleicht: Er h├Ątte keine Chance gehabt, schlie├člich waren die beiden mindestens zwei K├Âpfe gr├Â├čer als er. Aber das ging doch nun wirklich zu weit, oder? Ich war noch nie besonders mutig gewesen, doch pl├Âtzlich schien sich alle Wut, alles Mitleid in mir zu sammeln und auch hier wieder: beschreiben, nicht konstatieren. ich st├╝rzte aus der Menge hervor, auf die drei zu und dr├Ąngte mich dazwischen, wobei Karim zu Boden st├╝rzte.
Schnell l├Âste sich die Gruppe auf und wir zwei waren ganz allein. Ich nahm seine schwarze Hand, sah ihm in seine braunen Augen, freute mich ├╝ber sein L├Ącheln, bei dem seine wei├čen Z├Ąhne hell aufblitzten und redete mit ihm.



der schluss ist es, der mir an deiner geschichte besonders gef├Ąllt. kurzgeschichtenhaft wird erst jetzt die ÔÇ×idendit├ĄtÔÇť von karim klar, und mit dem reden, schl├Ągst du einen wunderbaren bogen zum beginn deines textes. ein herrlicher moment: f├╝r deinen prot ist karim ein mensch, ein mensch mit problemen, und ganz am schluss erw├Ąhnst du die hautfarbe von karim. viele denken nun: ÔÇ×ach das war die pointe!ÔÇť und dann legst du nach...

ich w├╝rde mich freuen, noch mehr solcher texte von dir zum lesen zu bekommen. du bist noch etwas j├╝nger? na dann k├Ânnen wir uns ja auf was gefasst machen

viele gr├╝├če

rainer

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