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Leselupe.de > Gereimtes
Der Friederich
Eingestellt am 03. 01. 2006 18:59


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gelahh
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 4
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DER JUNGE FRIEDERICH

FRITZCHEN
Freude, Stolz und Zufriedenheit
Man sieht sie den Eltern an,
Die Feier zu dieser Begebenheit
Nicht sch├Âner dies spiegeln kann.

Verwandte und Freunde finden sich ein,
Vollz├Ąhlig ist man heut' da -
Beim T├Ąufling bereits erkennbar scheint,
Wie ├Ąhnlich er ist dem Papa.

Ist's nun des Haupthaar's Mangel?
Bestimmte Falten im Gesicht?
Vielleicht sogar die gro├čen Augen?
Die Form des Kopfes ist es nicht!

Ein jeder sieht die Ähnlichkeit,
Tut dazu ├Ąu├čern sich;
┬┤s gibt keinen Zweifel, da├č dort liegt
Ein kleiner Friederich.

So wird er denn jetzt auch getauft,
Des Vaters Namen tr├Ągt er;
Man w├╝nscht Gesundheit und viel Gl├╝ck
Dem kleinen Mann f├╝r sp├Ąter.

FRITZI
Wild w├Ąchst heran der kleine Kerl,
Zu b├Ąndigen ist er kaum;
Man sagt, da├č auch der Vater schon
Zu halten war schwer im Zaum.

Die Mutter ist zwar m├Ąchtig stolz,
Die Tanten m├Âgen ihn nicht sehr;
Ein schlechtes Beispiel sei er nur,
Zieht stets die Vettern hinterher.

Ja immer ist er vorn dabei
Bei neuem wilden Spiel,
Den Nachbarn w├Ąchst die Ungeduld,
Gar manchem wird's zu viel.

Doch Fritzi auch zur Schule mu├č,
Die Lehrer werden┬┤s ihm zeigen;
So denken viele hoffnungsvoll,
Den Frechen bringt zum Schweigen.

Die Freude war jedoch verfr├╝ht;
Zwar ist ein schlechtes Beispiel er,
Doch auch beim Lernen ist er vorn
Das macht es f├╝r den Lehrer schwer.

Er ist oft Vorbild f├╝r die andern,
In vielem ist er weit voraus,
Es sei denn, da├č sie nach der Schule
Im wilden Spiel sich toben aus.

So w├Ąchst er auf im ├ťbermut,
Wer wird ihn bremsen, wo und wann?
Dem Vater gleicht schon an Statur
Der Fritzi, - bald ist er ein Mann.

FRITZ
Ein junger Mann ist Fritz geworden,
Noch hat er seinen ├ťbermut;
Die Eltern machen sich schon Sorgen,
Da├č auf die Dauer ┬┤s geht nicht gut.

Ein jedes mu├č sich biegen lernen,
Um von dem Beugen nicht zu sprechen;
Man wird zwar nur allm├Ąhlich starr,
Kann doch am Schicksal schnell zerbrechen.

Der Fritz, wie jeder wahre Mann,
F├╝hlt sich zu M├Ądchen hingezogen;
Die Sch├Ânste w├Ąre f├╝r ihn recht,
Ist sicherlich ihm auch gewogen.

Doch diesmal hat der Fritz kein Gl├╝ck,
Zu stolz kam er daher;
Energisch weist sie ihn zur├╝ck,
Er m├╝├čt sich ├Ąndern sehr.

Es ist f├╝r Fritz das erste Mal,
Da├č er nicht kann erhoffen,
Was er sich selber ausgesucht;
Sein Stolz ist schwer getroffen.

Er mag sie aber gar zu gern,
Ob er sich ├Ąndern kann?
Er w├Ągt es ab - mal so mal so,
Es h├Ąngt zu vieles d┬┤ran.

Er m├Âcht's ja gern, ob er's auch schafft,
K├Ânnt' leben er zu zweit?
Verw├Âhnet hatten alle ihn
Durch Nachsicht lange Zeit.

Sein wildes Leben gibt er auf,
Er zeigt wie ernst er's meint;
Versprechen tut er, was sie will
Und wird mit ihr vereint.

So sind sie bald ein junges Paar,
Zwar zweifeln noch viele der andern,
Der wilde Fritz, wie man ihn kennt,
Wird doch wieder anfangen zu wandern.

Die Zeit vergeht der Fritz bleibt treu,
Der erste Nachwuchs stellt sich ein;
Es ist ein Knabe wunschgem├Ą├č, -
Ein Fritzchen sollte es sein.

FRIEDRICH
Der Friedrich sitzt jetzt oft vorm Haus,
Denkt an die eigne Jugend;
Beim Fritzchen mu├č er sich bem├╝h'n,
Kommt nicht von selbst, die Tugend.

Es war doch eine sch├Âne Zeit,
Als alles ihm geh├Ârte;
Er nahm sich was das Herz begehrt,
Zuerst 's auch keinen st├Ârte.

Als es dann aber st├Ârend ward,
Man Regeln hatte statt Geduld,
Da war die rechte Zeit verpa├čt -
Und das war nicht des Knaben Schuld.

Was man vom Fritz erwarten will,
Das mu├č der Fritzi schon versteh'n;
Drum mu├č bereits das Fritzchen lernen,
Mit leichten Regeln umzugeh'n.

Dem Friedrich wird jetzt pl├Âtzlich klar,
Warum man oft verpa├čt die Zeit;
's ist leicht in Nachsicht sich zu ├╝ben,
Die von Verantwortung befreit.

Doch dieses g'rade tut sie nicht,
Denn Eltern sind eh' sie's bedacht,
Die St├╝tzen schuldig ihrem Kind,
Die es zum rechten Menschen macht.

Voll Liebe blickt er auf den Kleinen,
Er will ihm auch nichts schuldig bleiben,
Er wird versuchen Ma├č zu halten -
Von keinem darf man's ├╝bertreiben!

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