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Leselupe.de > Gereimtes
Der Frosch, der Kanzler sein wollte
Eingestellt am 11. 12. 2002 00:00


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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Ein Frosch, noch ziemlich jung an Jahren,
jedoch mit erstem Ansatz zu einem Bauch,
der saĂź am Rande eines Weihers und quakte,
puh, Kanzler sein, das könnte ich auch!

Was muĂź man da schon wissen, tun,
als quaken hier und quaken dort,
vielleicht erhobenen Hauptes hopsen,
von Ort zu Ort, in einem fort.

Ach ja, um es nicht zu vergessen,
ich bin zwar meist gedankenlos,
das ist egal, weil nicht so wichtig,
doch im Versprechen bin ich groĂź.

Wo immer auch, ich winke huldvoll,
ich lächle und, ihr werdet’s sehn,
entscheidend ist, ich sitz im Trocknen,
da könnt ihr ruhig im Regen stehn.

Es wird wohl keiner daran zweifeln,
daß ich von früh bis spät maloch’,
und wenn ich sehr viel GlĂĽck besitze,
bring ich, im Ernst, so manches hoch.

Und sollte wirklich nichts mehr klappen,
ich mache deshalb längst nicht schlapp,
ich werd’ noch einmal kräftig quaken,
zähl meinen Zaster und tauch ab.

Die Zeit war reif, der Frosch wollt’ springen,
da schlich eine schwarze Katze um die Ecke,
sie sah ihn, fraĂź ihn aber nicht, weil christlich,
doch machte sie den Frosch zur Schnecke.

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dubidu
One-Hit-Wonder-Autor
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Liebes ibini,
leider waren es die Frösche, die dem Froschkönig die Krone aufs Haupt gesetzt haben. Das Problem ist nur, dass heute niemand Frosch gewesen sein mag.
GruĂź
das dubidu
__________________
Die Tollkühnheit des Schreibers und sein spontanes Bedürfnis nach Wahrheit müssen allemal größer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo, werter Kollege Untertiteltexter,

das stimmt schon, ist es aber nicht überall so? Halt eine Münze in die Höhe und frag, wem sie gehört, alle Welt wird danach greifen! Nimm statt des Silbers ein Fünkchen Achtung, und du kannst den Rücken der Menschheit bewundern! Es sei denn – ein beliebtes Spiel unserer Tage –, es sei denn, das Fünkchen wird dir vergoldet. Die feuchten Vierbeiner haben ihren König im Märchen. Unser Leben ist nun kein Märchen. Geblieben ist den Menschen jedoch der Frosch – in seinen ihm nachgesagten Eigenschaften.

Mit GruĂź
ibini

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