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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Garten
Eingestellt am 17. 04. 2004 22:03


Autor
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franz goldmann
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

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Der Garten

Mein Gro├čvater wurde heute beigesetzt und seit dem Tag an dem ich von seinem Tod erfuhr erlebe ich alles was mit ihm zu tun hat, Gef├╝hle und Gedanken, wie im Traum. Es ist eine Mischung aus Realit├Ąt und Fantasie, aus Angst und Trost, Mitleid und Hoffnung. Eine Leere die nicht leer sein will und doch nicht gef├╝llt werden kann, weil irgendwas fehlt und das ist ungreifbar, noch nicht sichtbar. Es ein Wort das man kennt und doch nicht aussprechen kann.
Ich denke nicht so sehr ├╝ber seinen Tod nach, weil der Tod ist unvermeidlich und geh├Ârt zum Leben wie die Geburt, vielmehr bedr├╝ckt mich das wir alle irgendwie in der Geschichte, im unaufhaltsamen Geschehen verschwinden und letztlich nichts mehr von uns bleiben wird.

Jeden Tag fahre ich mit dem Zug an dem ehemaligen Garten meines Gro├čvaters vorbei. Als er ihn nicht mehr bewirtschaften konnte ging er an meinen Onkel ├╝ber und nach dessen Tod verkauft ihn meine Tante an fremde Menschen.
Das ist alles nun schon ├╝ber 10 Jahre her doch letzte Woche als ich an der Sparte vorbei fuhr und dann den Garten sah wurde mir erstmals so richtig bewusst ÔÇ×Du bist ein St├╝ck Geschichte dieses Flecken Erde und die Menschen die dort jetzt sitzen wissen nicht einmal das es dich gibt.ÔÇť
Sie wissen nichts von der Familie, den Menschen die dort gefeiert, gelacht und geweint haben. Nichts ├╝ber dem alten Mann mit nur einem Arm der jahrzehntelang darin gearbeitet hat. Nichts ├╝ber seine Frau, den 3 Kindern und sp├Ąter den vielen Enkeln, die im Sommer die Mirabellen vom Baum a├čen oder auf den Gartenweg spielten.
Wir alle sind die Geschichte dieses Gartens und doch wird keiner fragen ÔÇ×Lebt der noch, lebt die noch?ÔÇť

Und ich, auch wenn ich jetzt hier sitze, lebendig und denkend so bin ich doch schon ein St├╝ck vergessen, verdr├Ąngt aus dem Geschehen.

Der Garten ist zu einem Familiengrab geworden auf dem sich nun andere bald bestatten werden und nach denen wieder andere. Schicht auf Schicht liegt dort dann die Vergangenheit und die Vergessenen, die jedoch lebendig genug sind dieses zusehen jedoch nicht zu begreifen.

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Monfou Nouveau
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 2
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Hallo franz goldmann,

dein Text bedarf meines Erachtens, vor allem was die Zeichensetzung angeht, der ├ťberarbeitung. Du hast nun fast ├╝berhaupt keine Kommas gesetzt. Einige Formulierungen erscheinen mir missverst├Ąndlich:

Der Garten ist zu einem Familiengrab geworden, auf dem sich nun andere bald bestatten werdenÔÇŽ
Es sollte wohl hei├čen: bald bestattet werden oder sich bestatten lassen, jedenfalls sind die wenigsten soweit, dass sie sich selbst bestatten werden. Aber das sagt dein Satz aus.

Gegebenenfalls in der Schreibwerkstatt ein paar Tipps geben lassen.
An sich eine sch├Âne Idee, so ein St├╝ck (verlorene) Familiengeschichte anhand des Gartens zu erinnern.

Beste Gr├╝├če
Monfou

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xzar
Guest
Registriert: Not Yet

hallo,

du beschreibst ein gef├╝hl, eine erinnerung und ich kann es nachvollziehen. was mir hier (au├čer den bereits erw├Ąhnten beistrichen) fehlt, ist eine handlung, die sich nach vorw├Ąrts richtet. du setzt ein mit der aussage, dass der gro├čvater beigesetzt wurde. das nachfolgende "nachdenken" ├╝ber den tod, und dass dieser unvermeidlich ist, w├╝rde ich weglassen - das ist nichts neues, keine neue erkenntnis und ich denke, es hilft dem text auch nichts.
danach beschreibst du die lebensgeschichte des gro├čvaters bis zum tag seines todes und weiter: dass die toten vergessen werden und dass der garten verkauft wurde. das ist an und f├╝r sich auch keine neue aussage. mir fehlt die handlung. du endest mit der vorgeschichte.

ich finde aber, du verwendest eine sprache, die sich leicht lesen l├Ąsst und du hast erinnerungen und gef├╝hle in mir erweckt, als ich den text gelesen habe. vielleicht kannst du noch die fehlenden beistriche einsetzen - dann st├╝rzt der leser nicht jedesmal aus der illusion der geschichte.

liebe gr├╝├če,

constantin

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