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Leselupe.de > Gereimtes
Der Gartenteich
Eingestellt am 29. 05. 2005 11:23


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Troll
???
Registriert: Mar 2005

Werke: 1
Kommentare: 19
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Der Gartenteich

Einst, freitags, bei schönem Wetter stand
Klaus mit einem Spaten in der Hand,
und grub (er wohnt im Akazienweg)
einen Gartenteich nebst Landungssteg.

Seht! - dort spiegelt sich die Sonne.
Klaus besah sein Werk mit Wonne.
Bald in den Wassern von Klausens Teich.
glitzert im Schilfgras der Goldfischlaich.
Mücken kommen bald geflogen,
Lurche werden angezogen,
Libellen schimmern bunt im Licht.
Der Klaus zu seiner Frau da spricht:
„Ein fleißiges Treiben, das ist schön!
Das mag den ganzen Tag ich sehn.“

Nächtens wenn die Frösche quaken,
Klaus und Klara auf den Laken
durch den Lärm nicht schlafen können,
dafür dann den Tag verpennen.

Was dringt noch an beider Ohr?
Helles Summen tönt im Chor.
„Schnaken sind es, die nichts taugen,
wollen unser Blut aussaugen“,
denkt Klaus sich, springt wütend auf.
O Schicksal nimm nun deinen Lauf.

“Warte nur, ich krieg` dich, Wicht“,
ruft der Klaus und macht sich Licht.
Mit dem Schlappen in der Hand
lauscht und sucht er ganz gebannt.
An der Decke sitzt das Biest,
das ihm diese Nacht verdrießt.
Zielen, Werfen, Achtung, Vase!
Schlappen fliegt an Klaras Nase.

Patsch! – da endlich ist’s passiert,
und am Schlappen hängt lädiert
eine Hälfte von der Mücke.
Doch die andere, o welch Tücke
blieb an der Tapete dran,
die Klaus jetzt neu weißen kann.

Klaus legt sich erneut zur Ruh`
und macht seine Äuglein zu.
Was ist das? Da summt schon wieder
so ein Vieh fröhliche Lieder.
Weiter versorgt er das Deckenweiß
mit Flecken und ruft: „Was für’n Scheiß!“
Diese unheilvolle Brut
wächst in meinem Tümpel gut.“

Einst, freitags, bei schönem Wetter stand
Klaus mit einem Spaten in der Hand,
und schüttete den Teich wieder zu.
Endlich war nun wieder Ruh’.

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label
Guest
Registriert: Not Yet

hallo troll

die idee finde ich gut
allerdings etwas langatmig.
versuche es doch zu kürzen

vielleicht so in etwa

Am Freitag bei schönem Wetter stand
Klaus mit einem Spaten in der Hand
und grub sichim Akazienwege
´nen Gartenteich mitnebst Landungsstege.
Das kostete ihn viel Müh` und Kraft,
doch bis zum Abend war`s geschafft.
Viel Schweiß, vielund Arbeit, doch nichts bereut,die nicht gereut,
die Nachbarndenn Nachbar´s waren neidische Leut`.
Mit stolzer Brust und Statussymbol
fühlte er sich jetzt besonders wohl.

Seht! - da spiegelt sich die Sonne,
es zu sehen ist ´newahre Wonne
in dem Wasser vom Gartenfischteich.
auf den Wassern von Klausens Teich
Im Schilfgras glitzert der Goldfischlaich.
Lurche werden angezogen,
Mücken kommen bald angeflogen.
Libellen schimmern bunt im Licht,
als Klaus zur seiner Frau dann spricht:
„Ein fleißig Treiben, das ist schön.
Den ganzen Tag könnt` ich zuseh`n.“

Nächtens wenn Und nun des nachts die Frösche quaken,
wenn auf sauberen Baumwollaken
Klaus und Klara auf den Laken
Klaus und Klarageräuschbedingt nicht schlafen können,
dafür den ganzen Tag verpennen.
Was dringt da an Klausens Ohr?
Ein helles Summen klingtsticht hervor.
Klaus hebt das Augenlid bedächtig.
Jetzt ist es still. Das ist verdächtig.

usw.

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Troll
???
Registriert: Mar 2005

Werke: 1
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Hallo label,

vielen Dank für deine Vorschläge und vor allem für die Arbeit, die du dir gemacht hast. Ich werds ernsthaft überdenken, denn es klingt recht gut, wie du eingegriffen hast. Der Text liest sich tatsächlich etwas schnittiger. Aber erstmal schauen, ob noch weitere gute Tipps eintreffen.

Viele Grüße
Troll

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Udogi-Sela

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Registriert: May 2003

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Hallo Troll,

ich habe mich auch mit Deinem Werk beschäftigt und ein wenig daran geändert und gekürzt. Allerdings habe ich die Änderungen nicht kenntlich gemacht, (Sorry!)

Herzliche Grüße
Udo

Der Gartenteich

Einst, freitags, bei schönem Wetter stand
Klaus mit einem Spaten in der Hand,
und grub (er wohnt im Akazienweg)
einen Gartenteich nebst Landungssteg.

Seht! - dort spiegelt sich die Sonne.
Klaus besah sein Werk mit Wonne.
Bald in den Wassern von Klausens Teich.
glitzert im Schilfgras der Goldfischlaich.
Auch Mücken kommen bald angeflogen,
davon werden Lurche angezogen.
Libellen schimmern bunt im Licht,
der Klaus zu seiner Frau da spricht:
„Ein fleißiges Treiben, das ist schön!
Das mag den ganzen ich Tag sehn.“ —

Nächtens wenn die Frösche quaken,
Klaus und Klara auf den Laken
durch den Lärm nicht schlafen können,
dafür dann den Tag verpennen.

Was dringt noch an beider Ohr?
Helles Summen tönt im Chor.
„Schnaken sind es, die nichts taugen,
wollen unser Blut aussaugen“,
denkt er sich, springt wütend auf,
Schicksal nimmt nun seinen Lauf.

“Warte nur, ich krieg` dich, Wicht“,
ruft der Klaus und macht sich Licht.
Mit dem Schlappen in der Hand
lauscht und sucht er ganz gebannt.
An der Decke sitzt das Biest,
das ihm diese Nacht verdrießt.
Zielen, Werfen, Achtung, Vase!
Schlappen fliegt an Klaras Nase.

Patsch! – da endlich ist’s passiert,
und am Schlappen hängt lädiert
eine Hälfte von der Mücke.
Doch die andere, o welch Tücke
blieb an der Tapete dran,
die Klaus jetzt neu weißen kann.

Klaus legt sich erneut zur Ruh`
und macht seine Äuglein zu.
Was ist das? Da summt schon wieder
so ein Vieh fröhliche Lieder.“
“Diese unheilvolle Brut
wächst in meinem Tümpel gut.“

Einst, freitags, bei schönem Wetter stand
Klaus mit einem Spaten in der Hand,
und schüttete den Teich wieder zu.
Endlich war nun wieder Ruh’.

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Olsen
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Registriert: Jul 2004

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Hallo,

also, die Idee finde ich wirklich gelungen und richtig schön.

Nur die Ausführung ist m.E. extrem verbesserungsbedürftig. Und das liegt in erster Linie daran, dass kein durchgehender Rhythmus erkennbar ist. Es wirkt streckenweise so, als hättest du nur darauf geachtet, dass sich die Zeilen am Schluss reimen.
Sicher, das Ganze in einen ansprechenden Rhythmus zu kleiden ist mühsam, aber das ist ja auch irgendwo Sinn der Sache.

Ich hab mir mal den ersten Vers vorgenommen und darauf herumgehämmert. Ist natürlich nur ein Vorschlag ohne Anspruch auf Genialität.
Wenn du willst (und ich Zeit hab) kann ich mir den Rest auch mal vornehmen. Wenn du aber sagst: "Nö, darin erkenn ich mein eigenes Gedicht nicht mehr wieder" isses auch in Ordnung.

Also, hier mein Versuch des ersten Verses:

Einst freitags bei strahlendem Sonnenschein stand
der Klaus (Hacke links, Spaten rechts in der Hand)
und grub mit viel Müh zwischen Buche und Eich‘
im Schweiß seiner Füße einen Goldfischteich.
Das Buddeln im Dreck zehrten auf Lust und Kraft,
doch – endlich! – am Abend da war es geschafft.

(Die neidischen Nachbarn würde ich streichen, denn die sind ja eigentlich unerheblich.)
__________________
Sämtliche Schreibfehler sind beabsichtigt und Ausdruck meiner Individualität

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Troll
???
Registriert: Mar 2005

Werke: 1
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Lieber Udo,

vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast.
Deinen Vorschlag schaue ich mir in Ruhe an und werd` dann ggf. Änderungen vornehmen.

Lieber Olsen,

auch dir vielen Dank. Du hast offenbar eine ganz andere Art an diese Sache heranzugehen, die mir auch gut gefällt, etwas erzählerischer. Ich bin hier gerne etwas knapper gehalten, um einen eher zackigen Rhythmus zu erhalten.

Hinzufügen möchte ich, dass "Der Gartenteich" gewisse autobiografische Züge trägt.

Nochmals vielen Dank Euch beiden.

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