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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Gedankenstrom
Eingestellt am 30. 12. 2002 15:45


Autor
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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

Werke: 83
Kommentare: 690
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      Es l├Ąuft durch den Wald
      Eine ganz wilde Schar,
      Mit Kappen und Schellen,
      Und B├Ąndern im Haar.

      Sie balgen und schreien,
      Verzehren sich schier;
      Es sind die Gedanken,
      Gef├╝hle von mir.

      Nun endlich am Ufer
      Vom ganz breiten Fluss:
      Man soll nicht hin├╝ber,
      Man will nicht, man muss!

      Am Wasser liegt Nebel.
      Der F├Ąhrmann ist tot.
      Die Meute in Panik
      St├╝rmt l├Ąrmend das Boot.

      Es rei├čen die Taue,
      Das Schaukeln ist gro├č,
      Und Hunderte Arme,
      Sie rudern drauflos.

      Zun├Ąchst blitzesschnelle,
      Wild, unkoordiniert,
      Doch mitten im Strom
      Die Schar ruhiger wird.

      Als d├Ąmpfe der Nebel
      Die Urenergie;
      Man h├Ârt ihren Atem,
      So leise sind sie.

      Und auch die Farbe
      Entweicht dem Gesicht,
      Fahl wird die M├╝tze
      Und d├╝ster das Licht.

      Am anderen Ufer,
      Da steigen sie aus:
      Mattgraue Anz├╝ge,
      Helden des Graus.

      Geordnet und sittsam,
      Sehr diszipliniert,
      Entfernen sich Worte,
      Verreimt und versiert.
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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ge-danken-dichte
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 27
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mir gef├Ąllt sowohl die melodie
als auch der inhalt deines gedichts.
und so grau wie du es in diesem fall beschreibst endet die komposition ja vielleicht doch nicht immer:
an einem anderen tag wird der nebel vielleicht auf der seite des flusses sein, an der du das boot besteigst,und sich am anderen ufer in klarem sonnenlicht aufl├Âsen.....

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Ohrensch├╝tzer
???
Registriert: Oct 2002

Werke: 83
Kommentare: 690
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Hallo ge-danken-dichte (geniales Pseudonym)!

Danke f├╝r deinen freundlichen Kommentar; ich glaube, ich wei├č, wie du das Gedicht interpretiert hast, und was dabei auch sozusagen umkehrbar passieren kann. So endet es nicht immer, nat├╝rlich.

Was ich beschreiben wollte, war die Umwandlung von chaotischen, amorphen, nicht fassbaren Ideen und Gedanken zu allgemeinen, abgrenzbaren W├Ârtern und Zeichen; und wie gro├č der Unterschied ihrer Lebenskraft sein kann; wie viel an Qualit├Ąt und Feinsinn im Fluss quasi ertrinken muss. Und damit vermischen sich die beiden Gedanken-Str├Âme, l├Ąngs und quer...
__________________
Der Ohrensch├╝tzer

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