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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Gute
Eingestellt am 14. 01. 2002 15:06


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Helmut D.
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Der Gute


Der Gute

Der gute Mensch besitzt einen Schatz, der wertvoller ist als jeder andere: Er ist im Inneren gut. Dieses Gute in ihm macht ihn stets vergnügt und froh gelaunt, so daß er immerzu guter Dinge ist. Er ist so gut, daß er nicht anderes kennt und nichts anderes will. Er wünscht sich weder Besitz noch Ruhm, ja er braucht sie nicht einmal. Wer soviel Gutes hat wie er, und das ist das sonderbare, wünscht sich nicht einmal die Liebe, denn die Liebe ist das Gute in ihm. Deshalb ist er, weil er nichts will, mit sich selbst zufrieden und mag sich ohne Ende. Und er spürt die Wärme seines Guten vom Kopf bis Fuß. Aber ab und zu will er auch anderen etwas von seinem Guten geben und dann ist er selbstlos und hilfreich. Dann schenkt er alles was er hat den anderen und wenn es sein letztes Habe ist. Mancher wird nun meinen, ist das nicht dumm? Aber solche Fragen kennt der Gute nicht, denn er ist ja stets vergnügt und gut gelaunt und hat Wärme und Glück und braucht nichts als das und kann alles den anderen geben, was ihm gehört.
Wenn also ein Mensch so gut sein kann, daĂź er Reichtum ohne Reichtum und Liebe ohne Liebe hat, warum ist es dann nicht jeder und immer? Die Antwort ist einfach: Er hat es noch nicht gewuĂźt!
Wenn also Du es auch noch nicht gewußt hast, dann probiere es aus und werde gut. Vielleicht gefällt es Dir ja und Du behältst es bei. Du mußt dazu nur ein bißchen selbstloser sein und Gutes wollen und keine Angst davor haben, gut zu sein, denn es lohnt sich und macht dich glücklicher als alles andere. Sei also vergnügt und werde gut, dann wirst Du immer zu den Guten gehören und kein Ding in Deinen Leben wird mehr ungut sein, denn es alles ist so gut wie Du!


Aus meinem (unveröffentlichten) Buch "Das Paradies" (2001)


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jon
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...und wenn du mir noch verrätst, was GUT ist, dann versuch ich's sogar mal…

Aber zum Text:
„Er ist im Inneren gut." - Ja wo denn sonst?
„Aber ab und zu will er auch anderen etwas von seinem Guten geben und dann ist er selbstlos und hilfreich." – Also ist er nur ab und zu selbstlos und hilfreich?
„Wenn also ein Mensch so gut sein kann, daß er ...“ – Wer sagt das denn? Es ist eine (nicht durch den vorhergehenden Text ableitbare) BEHAUPTUNG von dir, dass der Mensch so gut sein kann (Was immer das de facto bedeutet.). Dass niemand so ist (ich zumindest kenne niemanden und habe von niemandem gehört oder gelesen, der so ist) ist doch eher ein Indiz dafür, dass der Mensch es NICHT kann.
Der Gipfel an nicht-überzeugender Prediger-Unlogik aber ist der Satz… "Sei also vergnügt und werde gut, dann wirst Du immer zu den Guten gehören und kein Ding in Deinen Leben wird mehr ungut sein, denn es alles ist so gut wie Du! " Der Krebs meines Bekannten wird also aufhören ,ungut zu sein, und die Verhältnisse in Afghanistan werden aufhören, ungut zu sein, und ich werden vergnügt an das Sterben meiner Großmutter zurückdenken und... Und: Wenn alles so gut ist wie ich, dann bin ich (unguter Mensch) also Schuld an der Misere der Welt. Danke für diesen Hinweis – das ist es doch, was die Fragen der Menschheit wirklich beantwortet: Ich – oder doch ein anderer Leser dieses Textes? – muss nur gut sein, dann wird alles gut.

Also ehrlich: Dein "wahrhaft guter Mensch" klingt nach einem notorischen Kiffer. Und das nicht etwa (nur) wegen des reichlich unrealistischen Weltbildes, das du da offenbarst, sondern weil du es nicht schaffst, diese Idee (Werdet gut!) so zu formulieren, dass sie annehmbar ist.
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Helmut D.
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Alle drei Texte in diesem Forum habe ich ohne jede logischen Gedanken, einfach aus dem Gefühl oder Herzen heraus geschrieben. Das Gute kann man nicht logisch erklären, es ist oft, wie die Liebe, unlogisch und im Grunde nur die Art, die anderen glücklich zu machen und kein Leid zu erzeugen. Wer mit Logik gut werden will, handelt berechnend, aber mit der Berechnung kann man vielleicht Kriege führen, aber nicht gut werden. Wer gut ist, hat sein Gutes von Natur aus. Der Gute tut alles ohne Grund, ohne Ziel, ohne Fragen, er tut es einfach, weil er gut ist. Die Gründe, die Fragen, die Ziele, die Berechnung, die Logik braucht der Gute nicht, sondern nur der andere. Wer gut ist, hat alles und er braucht nichts mehr, ist deshalb ohne Wünsche, ohne Berechnung und er gibt dem anderen, wie eine Quelle, einfach nur etwas von seinem Guten ab, weil er soviel davon besitzt.

GrĂĽĂźe

Helmut

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jon
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..mag ja sein, dass man mit Logik nicht gut werden und dass man "gut sein" nicht logisch erklärt werden kann – ein Text, der überzeugen will (und ich nehme mal an, dass du dir die Mühe mit einem ganzen Buch zum Zwecke der Überzeugung anderer - der leser nämlihc - machst), muss überzeugend sein,. Und das heißt, er darf sich nicht in sich widersprechen. Wenn du zum Beispiel – wie hier wieder – davon sprichts, gut zu WERDEN und wenig später sagst, gut IST man voin Natur aus, dann ist das wenig hilfreich für das Anliegen des Textes.

Ich will hier wirklich nicht weiter davon reden, dass der Begriff GUT ein unkonkreter, für den Alltag viel zu unaussagefähiger und als Handlungs„anleitung“ vollständig untauglicher Begriff ist. Ich will wirklich nur mal davon reden, dass es vertane Mühe ist, Text so nicht-annehmbar zu schreiben – ich weiß, der GUTE gibt einfach, ohne sich darum zu scheren, ob es jemand auch NIMMT. Trotzdem schade um die Mühe. Weil die Sprache (Wortschatz, Ausdruck, Grammatik – Handwerk eben) ansonsten ziemlich gut gehanddhabt ist. Was ja nicht selbstverständlich ist in der LL.

Einverstanden, wenn wir's bei diesem Wortwechsel zu diesen Texten belassen?


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Helmut D.
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Was ist gut?


Man kann natĂĽrlich das Gutsein noch genauer definieren:
So ist nach meiner Philosophie derjenige gut, der
den anderen bejaht, liebt und beschenkt,
der ihm die Wahrheit sagt und ihm die Freiheit gibt,
der ihn gleich und gerecht behandelt,
der an ihn glaubt, etwas für ihn tut und ihn in Frieden leben läßt und
der den anderen hilft und stärkt.
DemgegenĂĽber ist derjenige ungut, der das Gegenteil von diesen Dingen vollbringt.
Aber trotz allem, sollte der Mensch diese Eigenschaften nicht berechnend auszuüben versuchen, sondern er sollte sie intuitiv und gefühlsmäßig vollbringen, da es durchaus möglich wäre, daß ein schauspielerisch geschickter Mensch, diese Eigenschaften nur vortäuscht. Und deshalb kann man den guten Menschen am besten daran erkennen, daß er den anderen Freude schenkt und sich selbst darüber freut, Freude geschenkt zu haben.

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jon
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Eigentlich wollte ich ja nicht auf den Inhalt eingehen, aber da ich es (zumindest andeutungsweise) ja doch tat und du reagiert hast...

DAS (was du da eben erklärst) muss in den Texten stehen, mit denen du Leute zum Gutsein bringen willst.
Zumindest wäre das eine Basis, denn viele Details darin reizen zu dicken fetten ABERs.
* Man kann „den Anderen" nicht pauschal lieben und bejahen. Der Andere ist ja auch der Vergewaltiger, der Massenmörder, der gedankenlose Umweltzerstörer...
* Man kann „den Anderen“ nicht beschenken. Uns begegnen ständig Andere – und selbst der beste Mensch kann nicht ständig schenken, ohne nachzutanken.
* Sagt man dem anderen JEDE Wahrheit? Wenn nicht, dann welche? Und was ist Wahrheit ĂĽberhaupt? Und welche Freiheit gibt man ihm? Zu morden, wie es ihm Befriedigung verschafft?
* "den anderen gelich behandeln" – gleich im Verhältnis zu wem oder was? Alle gleich? Starke und Schwache, Männer und Babys, Diktatoren und Sklaven? Und was ist „gerecht"? Darüber streiten sich (nicht nur) Philosophen schon seit Jahrtausenden...

Das war aber wirklich mein letztes Wort zum Thema „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut".

...und es hat nichts mit den textlich-handwerklichen Bemerkungen zu tun.

TschĂĽs aus dieser Thread-Reihe
jon
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Helmut D.
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Das ist wahr, daß man nicht alle bejahen kann. Aber es können sich ja zumindest die bejahen, die gut sind und sich zusammenschließen, nach dem Motto: Ja zum Ja und Nein zum Nein.

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