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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Hans mit der Axt
Eingestellt am 05. 08. 2013 18:36


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Rhondaly DaCosta
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Der Hans mit der Axt


Ich sehe ihn schon von weitem kommen. Jetzt verschwindet er aus meinem Blickfeld. Nach kurzer Zeit taucht er wieder zwischen den BĂ€umen auf und geht ruhig auf dem schmalen Waldweg auf mich zu.

Bald steht er vor mir und schaut mich an. Ich weiß seinen Namen. Er heißt Hans. Nun kann ich ihn genauer betrachten. Hans ist krĂ€ftig gebaut. Sein Haar hat er sorgfĂ€ltig zurĂŒckgekĂ€mmt. An der Stirn ist es etwas dĂŒnn geworden. Der rote Bart lĂ€sst ihn sehr mĂ€nnlich erscheinen. Ich erkenne einzelne silberne FĂ€den darin. Ich schaue mir nun noch einmal sein Haupthaar an. Auch darin erkenne ich nun verschiedene graue StrĂ€hnen.

Hans legt die Axt sorgfÀltig neben sich auf den Boden. Als ein Sonnenstrahl darauf fÀllt, sehe ich, dass die Klinge scharf geschliffen ist. Hans hat sein Werkzeug sorgfÀltig vorbereitet.
Nun kniet er sich vor mich hin und spricht: „Lieber Jakob, ich muss dich nun fĂ€llen. Entschuldige, wenn ich dir Schmerzen zufĂŒgen muss. Aber ich weiß nicht, wie ich sonst ein neues Haus fĂŒr meine Familie bauen soll. Ich werde mich bemĂŒhen, sauber und schnell zu arbeiten. Ich danke dir fĂŒr dein Holz.“

Ich werfe noch einen letzten Blick hinĂŒber zum Platz meiner lieben Frau. Ein anderer Mensch hat sie schon vor langer Zeit gefĂ€llt. Es ist ein Stumpf zurĂŒckgeblieben, der mich seitdem an sie erinnert. Dann blicke ich hinĂŒber zu unseren Kindern. Sie sind ganz schön gewachsen. Einige haben schon Tannenzapfen, die sehr krĂ€ftig aussehen. KrĂ€ftig und fruchtig. Sie werden das Leben weiter tragen. Ihr Anblick macht mich froh.

Nun steht Hans auf und ergreift seine Axt. Unsere Kinder und die anderen BĂ€ume summen mir ein Abschiedslied. Der erste Hieb tut sehr weh. Danach fĂŒhle ich einen starken Trost in mir aufsteigen; die Natur zeigt ihr MitgefĂŒhl.
So erfĂŒllt sich meine Bestimmung.


Version vom 05. 08. 2013 18:36

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DocSchneider
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Das mit der Lederhose und dem rot-weiß-karierten Hemd ist fĂŒr mich zu sehr Klischee, sonst gefĂ€llt mir der Text, zeigt die Ehrfurcht vor der Natur.
Oder solltest du das Ganze eher satirisch gemeint haben?
LG Doc

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Rhondaly DaCosta
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Hallo DocSchneider,

ich habe den Satz mit Karohemd und Lederhose herausgenommen.

Liebe GrĂŒĂŸe. Rhondaly.

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