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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Hutmacher
Eingestellt am 07. 03. 2004 00:51


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Duisburger
Häufig gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

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Geschichte ist mittlerweile veröffentlicht und musste daher hier gelöscht werden.

lg




Duisburger

Version vom 07. 03. 2004 00:51

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Valentine
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Feb 2004

Werke: 27
Kommentare: 40
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Hallo ...,

also, eigentlich ;-) gefällt mir deine Geschichte sehr gut, ich habe aber - wie sollte es auch anders sein - doch einiges auszusetzen.

Ich finde, du solltest in deiner Geschichte mehr beschreiben - schreib' nicht einfach "gedankenverloren", sondern beschreibe, w i e sie guckt. Wie sieht das rege Treiben auf der Straße aus? Wie sieht es aus, wenn Hermine verlegen guckt? Wie fühlt sich "wohlige Wärme" an? Wie riecht "kostspieliges Parfüm"? Ich als Leserin würde das gerne wissen.

Meiner Meinung nach könntest du auch einige Adjektive und vor allem einige Adverbien einfach weglassen (z.B. "erwartungsvoll", "hocherregt", "unschlüssig" usw.).

Das Hinterzimmer beschreibst du sehr genau:

"Mittlerweile waren einige der Tücher nach oben gezogen worden. Sie hingen an hauchdünnen Bändern und schwebten nun gleich einem seidenem Himmel unter der Decke. An der hinteren Wand stand ein großes Bett im französischen Stil, drapiert mit Seidenkissen und Nackenrollen. Ein Spiegel war direkt darüber angebracht. Links davon stand ein großes Sofa mit hohen Lehnen und einer ungewöhnlich breiten Sitzfläche, deren Größe aber hier durch den Zweck bestimmt war. Fast in der Mitte des Raumes befand sich ein Stuhl mit gepolsterter Sitzfläche und geschwungener Lehne."

Allerdings kann Hermine diese Szene gar nicht sehen, da sie doch die Augenbinde trägt, wie du direkt danach betonst:

"Ihre Augenbinde verbarg die Besonderheiten des Raumes, ...".

Das hat mich ein bisschen gestört.

Die leidenschaftliche Szene ist zwar ein wenig Cliché-behangen, aber durchaus sehr genau beschrieben.

Das Ende fand ich ein wenig abrupt - ich hätte es schöner gefunden zu erfahren, w e r der geheimnisvolle Liebhaber ist. Ihr eigener Mann?! Das hätte ich mir gut vorstellen können.

Alles in allem gefällt mir die Geschichte aber wirklich sehr gut - auch wenn es sich aufgrund der Kritik nicht so anhört! ;-)

LG Valentine.
__________________
"War das nicht typisch? Kaum ging es um Frauen oder etwas Weibliches, schon war das Lexikon so nichts sagend wie ein Mondkrater. Ob irgendein Männerverein die Lexika zensierte?" (Jostein Gaarder, Sophies Welt)

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poppins
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: May 2003

Werke: 12
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Hallo Anonymous –

ich finde, Dein Werk hat was. Es braucht zwar in meinen Augen noch Einiges an Bearbeitung, aber das Wichtigste ist schon da: eine Geschichte.

Was mich sehr nervt, ist die ziemlich übertriebene, antiquierte Sprache, die Du sehr durchgehend einsetzt – weniger wäre hier VIEL mehr. Als Stilmittel finde ich altertümliche Bezeichnungen, dezent eingestreut, stimmungsfördernd – in Deinem Text ist es mir eindeutig zu viel des Guten. Eine Beispielpassage ganz vom Anfang: „Eine Freundin aus Kindertagen hatte sie eingeladen, in ihrem Pariser Stadthaus zu wohnen, solange es ihr genehm war. Sie war froh über die Abwesenheit ihres Mannes, konnte sie sich doch so ihren Gedanken widmen, welche momentan ihr Herz quälten.“
Das ‚solange es ihr genehm war’ würde ich ersatzlos streichen. Und den zweiten Satz etwas entschwülsten, - vielleicht „Hermine war froh, ein paar Tage/Wochen ganz allein für sich zu haben.“

Und es gibt noch eine Menge mehr davon.(Sollen hier im Anthoforum eigentlich ausfĂĽhrliche Lektorate gemacht werden?)

Eine andere Passage, die mir gar nicht gefällt, ist:
„Er gab ihr das, wonach eine Frau sich sehnte. Liebe, Leidenschaft und immer wiederkehrende körperliche Befriedigung.“
Also, MIR ist das zu platt ;-) – Könnten die beiden nicht einfach ‚wie füreinander geschaffen sein’, sich ‚blind verstehen’, lieben, respektieren ... da dürfte es ruhig etwas lyrisch werden, finde ich.

Ich habe jetzt leider keine Zeit mehr, aber es gibt noch so einige Stellen, zu denen ich was anzumerken hätte (hole ich später nach)
– trotz aller Kritik: ich finde, die Geschichte hat was ;-)

Bis später,
poppins

__________________
Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis ĂĽbermorgen Zeit hat.
(Mark Twain)

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Aneirin
Autorenanwärter
Registriert: May 2003

Werke: 5
Kommentare: 61
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Hallo,

das ist doch endlich einmal eine erotische Geschichte, die auch wirklich eine Geschichte ist und wo das geschildete Liebesspiel sich gut einfĂĽgt.

Deine Geschichte ist historisch und lässt sich durch die Erwähnung der Schlacht bei Königsgrätz auch gut einordnen. Dann muss allerdings auch alles in diesen historischen Kontext passen. Gerade am Anfang bin ich mir da nicht so sicher.

Hermine wird mit 18 Jahren in die Berliner Gesellschaft eingeführt. Ich frage mich, ob das nicht ein bisschen spät ist, ob die Mädchen nicht vorher eingeführt wurden.

Der Vater führt sie in die Gesellschaft ein. Ich kenne, dass die Mädchen von ihrer Mutter eingeführt wurden. Hatten sie keine Mutter mehr, dann hatte eine Tante diese Pflicht oder eine weibliche Verwandte. Hintergedanken brauchen die Eltern dabei gar nicht haben, denn der einzige Zweck dieser Einführung in die Gesellschaft war die Suche nach einem passenden Ehemann.

Der Leutnant der Dragoner mag vielleicht ein fescher Knabe gewesen sein, ein passender Ehemann war er sicher nicht und ganz bestimmt wäre er nicht nach Vaters und/oder Mutters Geschmack gewesen. Sie hätten eher so eine gute Partie wie den zweiten Ehemann ausgesucht.

Nachdem der erste Ehemann tot ist, passt der Rest in den historischen Kontext.

Hermine hat in dem geheimnisvollen Hutmacherzimmer die ganze Zeit die Augen verbunden, aber sie bewegt sich, als könnte sie sehen. Findet mit tödlicher Sicherheit seinen Mund, seinen Schwanz und was sie sonst noch so will. Versuch das mal mit verbundenen Augen. Ich glaube nicht, dass es so sicher gelingt, wie Du es schilderst. Da müsstest Du den Text ein wenig anpassen. Wenn Hermine danebengreift, kann daraus auch ein reizvolles erotisches Spiel werden.

Du beschreibst dann das Zimmer auch ziemlich genau und zwar zu einem Zeitpunkt, wo Hermine schon die Augen verbunden hat, als nämlich die Tücher nach oben gezogen werden. Hier ist ein Bruch in der Perspektive. Vorher schreibst Du konsequent aus Hermines sicht, aber jetzt kann sie das mit verbundenen Augen nicht mitkriegen und es zu dem Zeitpunkt auch nicht wichtig, was da nun für Sofas und Sessels stehen.

Kurz vorher streicht dann auch warmer Atem über ihre nackten Schultern, obwohl sie einen Kimono trägt, also sind die Schultern doch nicht nackt.

Der Schluss ist herzerfrischend.

Wenn Du noch mal ein wenig an der Geschichte feilst, dann wird sie richtig gut, und ich wĂĽrde sie gerne in einer Anthologie lesen.

Liebe GrĂĽĂźe
Aneirin

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Duisburger
Häufig gelesener Autor
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Hallo,

ich danke allen erst einmal für die ausführlichen und konstruktiven Kommentare. Diese Geschichte ist schon etwas älter und hat einige Änderungen über sich ergehen lassen.
Das Problem an Kommentaren sind die verschiedenen Sichtweisen und Vorlieben detr Kritiker. Vieles, was von euch angemerkt wurde, ist richtig und ich werde versuchen, einigens davon noch einzuarbeiten. Andere Dinge ensprechen meinem persönlichen Stil und meinen Vorlieben. Diese werde ich deshalb nicht ändern, das das Werk dann nicht mehr das meine ist.
Ich habe mir eure Anregungnen rauskopiert und werde diese jetzt StĂĽck fĂĽr StĂĽck abarbeiten. Sobald ich fertig bin, werde ich mich mit der ĂĽberarbeiteten Version wieder melden.
Nochmals Danke.

lg
der autor
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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MarleneGeselle
???
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romantisch und schön

Hallo Anonymus,

die Geschichte ist schön erzählt - nicht zuletzt übrigens wegen der alten Sprache, die ja auch zu der Zeit passen muss, in der die Geschichte spielt.
Historisch finde ich, stimmt auch alles. Die besseren jungen Damen wurden daheim, also in der Provinz, von Müttern oder Tanten in die dortige bessere Gesellschaft eingeführt. Erst, wenn die jungen Damen ein wenig gesellschaftlichen Schliff und Routine bekommen hatten, nahm man sie mit in die Hauptstadt. Übertrieben frühe Ehen mied man m. W. Die junge Frau sollte gesunde, kräftige Kinder zur Welt bringen und diese auch erziehen - aber nicht schon im ersten Kindbett sterben!
An dem jungen Dragoner finde ich nichts auszusetzen; er war doch standesgemäß. Der zweite Ehemann ein bisschen blass, ein gestresster Industriebaron würde mir in dem Zusammenhang besser gefallen. (Ist aber nur Nebensache)

GrĂĽĂźe
Marlene

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