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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Junge der aus dem Ghetto kam 2
Eingestellt am 02. 11. 2003 10:20


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3-Haar
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Es wurde Winter und Luigi hatte sich in den letzten Monaten in seiner neuen Schule gut eingelebt. Die anderen Kinder gew├Âhnten sich daran, dass Luigi nun zu ihnen geh├Ârte. Marco und Luigi wurden richtig gute Freunde. Das lag aber nicht nur daran, dass er ihn vor dem Ertrinken gerettet hatte. Sicherlich war das der Ausl├Âser, aber die beiden stellten viele Gemeinsamkeiten fest. Beide waren in der Schule sehr begabt, hatten eine schnelle Auffassungsgabe und konnten gelerntes schnell umsetzen. Zum Gl├╝ck lernten sie auch voneinander.
Marco zeigte Luigi, wie man sich in feiner Gesellschaft benahm und umgekehrt lehrte Luigi ihn, liebevoller mit Menschen umzugehen. Bisher hatte Marco von den Mitmenschen nur gefordert, er war wie sein Vater gewohnt zu befehlen. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, gefiel ihm diese R├╝cksichtslose Art selber nicht.
Zu Hause bei Luigi hatte sich auch einiges ge├Ąndert. Maria, seine Mutter, musste sich daran gew├Âhnen, dass sie nicht mehr jeden Morgen in die Fabrik zu gehen brauchte. Die ersten Wochen waren himmlisch und sie erholte sich von der harten k├Ârperlichen Arbeit. Aber sie merkte auch, dass ihr irgend etwas fehlte, sie brauchte eine Aufgabe. Luigi war bis mittags in der Schule, a├č da gemeinsam mit den anderen Kindern zu Mittag und ging dann bis nachmittags zu einer Hausaufgaben Betreuung. Danach ging er zu seinen Freunden und kam vor dem Abendessen selten zur├╝ck. Ihr Heim war nicht sehr gro├č und so war sie am fr├╝hen Nachmittag mit der gesamten Hausarbeit fertig. Sie wurde immer unzufriedener und trauriger und f├╝hle sich oft sehr einsam. Eines Tages kam Paolo, Luigis Vater, zu seiner Frau in die K├╝che und sah, wie sie sich die Tr├Ąnen aus dem Gesicht wischte. Er war ganz erschrocken dar├╝ber, nahm sie liebevoll in den Arm und fragte besorgt: „Schatz, was ist mit Dir? Geht es Dir nicht gut?“ Da brach der ganze seelische Schmerz aus ihr heraus. Sie schluchzte laut auf und sch├╝ttete ihrem geliebten Mann ihr Herz aus. Das Gespr├Ąch tat ihr sehr gut und Paolo musste erkennen, dass er ihre Ver├Ąnderung bisher nicht bemerkt hatte. Durch seinen neuen Job war er sehr ausgelastet, verstand aber, dass sie unter diesem Zustand sehr litt. Nur wusste er nicht, wie er ihr im Moment helfen konnte. Er wollte sie endlich wieder gl├╝cklich sehen, ihr ansteckendes fr├Âhliches Lachen h├Âren.
Wenige Tage sp├Ąter kam Luigi mit einem Brief von der Schule nach Hause. Darin stand, dass die Lehrerin f├╝r Kunst demn├Ąchst in den Ruhestand gehen werde. Da noch kein Ersatz vorhanden sei, falle dieses Fach bis auf weiteres aus. Diese Mitteilung stimmte Maria sehr traurig. Fr├╝her liebte sie dieses Fach in der Schule, sowie Luigi jetzt. Marias Vater vererbte ihnen beiden diese Gabe. Nun sollte dieses Fach gestrichen werden. Irgendwie schien ihr neues Leben doch nicht so positiv zu sein, wie es zuerst den Anschein hatte. Manchmal w├╝nschte sie sich fast den Zustand von fr├╝her zur├╝ck. Sie sollte dankbarer sein. Ihr Sohn hatte endlich die Chance, aus seinem Leben etwas zu machen, aufgrund seiner Schulbildung.
Am Abend sprach sie mit ihrem Mann ├╝ber den Brief. Auch er bedauerte das sehr. Noch w├Ąhrend er dar├╝ber nachdachte, kam ihm eine Idee. Was w├Ąre, wenn seine Frau den Unterricht fortf├╝hren w├╝rde? Das n├Âtige Fachwissen hatte sie und an der praktischen Arbeit gab es auch keine Defizite. ├ťberall hingen die wundersch├Ânen, selbst gemalten Bilder seiner Frau. Er wollte gleich am n├Ąchsten Morgen mit Maria dar├╝ber sprechen.
Kaum hatte er ihr die Idee unterbreitet, sp├╝rte er ihre Begeisterung. Aber sie hatte auch Angst, zu versagen. Au├čerdem wollte sie wissen, was Luigi davon hielt, seine eigene Mutter als Lehrerin zu haben. Zum Gl├╝ck war ihre Angst v├Âllig unbegr├╝ndet. Luigi war sofort Feuer und Flamme und tanzte zu Hause herum. Tja nun konnte sie keinen R├╝ckzieher mehr machen.
Kurzentschlossen vereinbarte sie einen Termin mit der Schulleitung. Nat├╝rlich musste sie einige Tests absolvieren und praktische Arbeiten vorweisen. Sie hatte alle ihre Unterlagen von fr├╝her, gut aufbewahrt. Nie h├Ątte sie f├╝r m├Âglich gehalten, die ganzen Sachen noch einmal zu ben├Âtigen. Nach eingehender Pr├╝fung durfte sie bereits zum neuen Winter Halbjahr mit dem Unterricht beginnen. Sie bl├╝hte richtig auf und auch Paolo bemerkte die Zufriedenheit seiner Frau. Nat├╝rlich tat ihnen das zus├Ątzliche Geld auch sehr gut. Sie verdiente nicht sehr viel, aber es reichte, um sich mal etwas besonderes zu g├Ânnen.
Paolo brauchte ab sofort auch nicht mehr so viele ├ťberstunden zu machen und hatte so auch mehr Zeit f├╝r seine Familie. Auch Luigi bemerkte die Ver├Ąnderung seiner Mutter. Sie war wieder fr├Âhlich und ausgelassen und das stimmte ihn sehr gl├╝cklich. Endlich konnten sie auch mal zu dritt etwas unternehmen. Durch Geld allein war dies nicht m├Âglich. Die Zufriedenheit und Zeit waren genauso wichtig.

KONSTRUKTIVE KRITIK IST ERW├ťNSCHT


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hera
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Hallo 3-Haar!

Du wartest sicher schon auf Kommentare. Stilistisch ist nichts an dem Kapitel auszusetzen.
Inhaltlich bin ich mir nicht sicher, da m├╝sste man dein Buch als Ganzes sehen. Du gehst jedenfalls hier auf die Situation der Eltern, besonders der Mutter ein. Gehst etwas weg von dem Jungen, der doch eigentlich das Interesse der Leser hat.
Ein paar kleine Fl├╝chtigkeitsfehler sind auch noch drin. Das merkst du bestimmt gleich, wenn du noch mal gegen liest.
Was mir auch noch aufgefallen ist, ist die Struktur mit zuwenig Abs├Ątzen. Zumindest hier am Bildschirm hat man ein wenig M├╝he den Zeilen zu folgen.

Viele Gr├╝├če, hera

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3-Haar
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Hallo Hera,
Danke f├╝r Deinen Kommentar. Werde mir die Abs├Ątze und
den Text noch einmal genauer ansehen.
Lieber Gru├č 3-Haar

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