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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Junge der aus dem Ghetto kam
Eingestellt am 09. 10. 2003 06:20


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3-Haar
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jun 2003

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Luigi, ein kleiner, neunjĂ€hriger Italiener, wohnt mit seinen Eltern und seinem Onkel Arturo in einer ganz schĂ€bigen Baracke in Rom. Seine Eltern, Maria und Paolo arbeiten in einer kleinen Porzellanfabrik ganz in der NĂ€he. Das Geld reicht gerade mal fĂŒr die Miete. Zum GlĂŒck hat Luigi seinen Onkel Arturo, der als Aushilfe in einer Pizzeria arbeitet. Nach Feierabend bringt Arturo oft Pizzareste mit, die sonst weggeschmissen werden wĂŒrden. Obwohl Luigi intelligent ist, kann er nur auf die Dorfschule gehen. FĂŒr eine höhere Schule reicht das Geld nicht. Luigi hat keine Freunde, weil die anderen Kinder aus der Gegend, aus reichen Familien stammen. Diese Kinder tragen tadellose Kleidung und haben stets das neuste Spielzeug. LederfußbĂ€lle, Inliner und Mountain Bikes. Luigi hat als Spielzeug nur ein altes verrostetes Fahrrad und einen billigen Plastikfußball, mit dem er immer spielt. Nachmittags, nach der Schule, sieht er die anderen Kinder oft an den nahegelegenen See fahren. Dort spielen sie Fußball, erzĂ€hlen sich Geschichten oder lachen miteinander. Luigi geht auch fast tĂ€glich zu dem See. Aber er geht immer zur gegenĂŒber liegenden Seite, damit die anderen ihn nicht stĂ€ndig Ă€rgern. Von dort kann er die anderen glĂŒcklich spielen sehen. Das macht ihn ganz traurig. Er versteht es einfach nicht, warum seine Eltern nicht auch reich sind. Dann hĂ€tte er auch so ein tolles Fahrrad und könnte mit den anderen Fußball spielen und rumtoben. Seine Eltern sind aber arm. Keiner will etwas mit ihm zu tun haben. Er ist gewöhnt, sich selbst zu beschĂ€ftigen. Oft geht er zum Schwimmen oder tauchen in den See. Er ist ein sehr guter Schwimmer. An einem Sonntag morgen, es war noch ganz neblig und noch nicht mal richtig hell, ging Luigi an dem See spazieren. Er tat das oft und sehr gerne, weil um diese Zeit noch keine anderen Kinder in der NĂ€he waren, die ihn hĂ€nselten oder manchmal sogar verprĂŒgelten. Er ging in Gedanken versunken den Strand entlang, da hörte er einen lauten Schrei. Er drehte sich um und sah Marco, den reichen Sohn eines mĂ€chtigen Firmenbosses, samt Fahrrad ins Wasser stĂŒrzen. Er schaute gebannt auf die Stelle wo eben noch Marco zu sehen war und erblickte nur noch das Fahrrad. Nach einer Schrecksekunde rannte er zu der Stelle wo er Marco zuletzt gesehen hatte und sprang ins Wasser. Er tauchte ab und suchte nach ihm.
Beim dritten Versuch bekam er ein StĂŒck Pullover zu fassen und zog Marco hoch. Er schleifte ihn an den Strand und drehte ihn auf den Bauch damit das Wasser aus seinem Körper lief. Nach einem Moment hustete und spuckte Marco und bekam wieder Luft. Beide Jungen starrten sich an, bis Marco endlich das erste Wort ergriff und sich kleinlaut bei Luigi bedankte. Da Marco noch sehr geschwĂ€cht war brachte Luigi ihn zu seinem Elternhaus. Die beiden Jungen erzĂ€hlten was soeben passiert war und die Mutter von Marco nahm den kleinen Luigi spontan in die Arme. Sie weinte vor GlĂŒck, daß Ihrem Sohn nichts passiert war.
Am Abend, Luigi war gerade mit seinen Eltern und seinem Onkel beim Abendbrot, da klopfte es and der TĂŒr. Paolo öffnete die TĂŒr und konnte nicht glauben wen er da sah. Es war der mĂ€chtige Firmenboß Salvatore, der Vater von Marco. Er bat ihm in die
heruntergekommene Unterkunft und alle hörten was Salvatore zu sagen hatte. Unglaublich was sie da erfuhren. Die Mutter von Marco hatte Salvatore ĂŒberredet, Paolo einen gutbezahlten Job in seinem großen Firmenkonzern anzubieten. Paolo nahm dankend an. Die Geldprobleme waren Vergangenheit. Paolo verdiente genug Geld, daß Maria nicht mehr in der Fabrik arbeiten mußte und Luigi endlich auf eine höhere Schule gehen konnte. Luigi konnte sein GlĂŒck kaum fassen. Seine Eltern hatten mehr Zeit fĂŒr ihn, es gab leckeres Essen und sogar ein tolles Fahrrad hatte er von seinen Eltern bekommen. Das allerschönste war fĂŒr Luigi aber etwas ganz anderes. Seitdem er Marco vor dem Ertrinken gerettet hatte spielten die anderen Kinder mit ihm. Endlich konnte er mit ihnen zusammen Fahrrad fahren und all das machen, was er sich immer so sehr gewĂŒnscht hatte. Nur durch Zufall, weil Luigi zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, hatte sich sein Leben und das seiner Familie völlig geĂ€ndert. Luigi weiß ganz sicher, daß er niemals ein Kind hĂ€nseln wird, nur weil es arm ist.

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