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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Kampf ums ewige Gesundsein
Eingestellt am 03. 02. 2007 10:11


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hwg
???
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Der Kampf um ewiges Gesundsein



Das Leben ist lebensgefĂ€hrlich. Diesem Zitat aus einem Gedicht von Erich KĂ€stner kann kaum etwas entgegen gehalten werden. Allerdings gehen die Ansichten ĂŒber das, was gesund ist, schon seit jeher auseinander. „Schnaps ist gut fĂŒr Cholera“, sagen die einen. Die anderen sinnieren: „Rauchst, stirbst, rauchst nicht, stirbst auch.“ Und manche witzeln mit umwerfender Logik: „Mein Bruder, der Sepp, hat sein ganzes Leben lang keinen Alkohol getrunken und nicht geraucht und trotzdem ist er mit zwei Jahren schon gestorben.“

Auch viele einfache Bauernweisheiten befassen sich mit dem Rezept, besonders lange gesund zu bleiben. Da empfiehlt zum Beispiel einer dieser SprĂŒche, man solle beim Arbeiten schlafen, beim Beten frieren und beim Essen schwitzen. Ein Ă€hnlicher Ratschlag lautet: „Schau die Kirchen von außen an, die WirtshĂ€user von innen und die Berge von unten.“ Zu allen Zeiten aber gibt es ausgesprochene Gesundheitsapostel, die sich hauptsĂ€chlich von Weizenkeimen, Kniebeugen und diversem GrĂŒnzeug ernĂ€hren, um so die Hundert-Jahres-Grenze mit Sicherheit zu ĂŒberschreiten. Manche davon werden dann jedoch ganz plötzlich wegen eines runderneuerten Autoreifens oder durch den berĂŒhmten vom Dach gefallenen Ziegel in die Ewigkeit abberufen.

Viele AnhĂ€nger der Lehre „ZurĂŒck zur Natur“ beschrĂ€nken sich nicht darauf, nur selber nach ihren Prinzipien und Regeln zu leben, sondern sie zwingen auch ihren Nachwuchs und ihre Umgebung dazu. In jedem den leiblichen GenĂŒssen zugeneigten Mitmenschen sehen sie das Paradebeispiel eines zum Verderben fĂŒhrenden Lebenswandels und sparen nicht mit Schilderungen besonders grauenhafter Folgen.

In Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten fallen auch unseren Politikern eine Menge Sachen ein, die besonders gesund sein sollen. Und zahlreiche Ă€rztliche KapazitĂ€ten und berĂŒhmte Professoren unterschreiben die diesbezĂŒglichen Aufrufe gerne und mit markiger Handschrift. SelbstverstĂ€ndlich hat auch der Kommerz die Achillesferse der Langleber deutlich erkannt und propagiert eine Unmenge an angeblich lebensverlĂ€ngernden Produkten. Denn die Nutznießer des Gesundheitsfimmels wissen um das rĂ€tselhafte Gesetz, dass jedes Mittel zum absoluten körperlichen GlĂŒcksgefĂŒhl sĂŒndteuer sein oder entsetzlich schmecken muss. Niemand jedoch hat bisher das letzte Geheimnis ergrĂŒndet, was nun wirklich und wahrhaftig das GesĂŒndeste ist. Und bis das einmal endgĂŒltig geklĂ€rt ist, wird wohl der altbekannte Spruch noch gelten mĂŒssen: „’s GesĂŒndeste ist gut essen und trinken und ja nicht krank werden!“

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-hwg-

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hwg
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Irrtum beim Titel

Es ist mir unverstĂ€ndlich, wie der Titel "Der Kapitalist" hier hingekommen ist. Die richtige Überschrift steht am Anfang des Fließtextes. Die Technik ist mitunter ein Luder! *g*
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-hwg-

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hwg
???
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Danke!

Besten Dank fĂŒr die Titel-Korrektur!
GrĂŒĂŸe aus der Steiermark!
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-hwg-

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hwg
???
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Hallo Waldemar!

Danke fĂŒr den Hinweis. Ich denke, man kann
auch f ĂŒ r etwas kĂ€mpfen, beispielsweise
die Freiheit, aber auch u m Anerkennung.
Jedenfalls steht es so im Österreichischen
Wörterbuch.
Gruß aus der Steiermark!
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-hwg-

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