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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Kater Murks
Eingestellt am 06. 11. 2010 14:46


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fynn
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2006

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Es war einmal ein Kater mit dem wunderschönen Namen Murks. Seine LieblingsbeschĂ€ftigung war das MĂ€usejagen und das Liegen auf einem bequemen Kissen vor dem warmen Ofen. Insgesamt war er sehr trĂ€ge und faul und tat den lieben langen Tag nicht viel und wenn dann auch nichts nĂŒtzliches.
Dennoch wusste er immer nicht so recht, ob er sein Leben mochte oder doch eher nicht.

Um das heraus zu finden, zog er sich eines Tages seine Wanderstiefel an, packte sich etwas zu essen ein, nahm etwas zum trinken mit und begab sich auf die Reise.
Und natĂŒrlich, nicht lange war er gegangen da traf er einen Hund.
Dieser sah so gar nicht glĂŒcklich aus und so fragte Murks mitleidig: "Lieber Hund, was hast du denn fĂŒr ein Leid dass du so traurig schauen musst?"
Der Hund antwortete, ach ich will kein Hund mehr sein und eigentlich weiß ich auch gar nicht ob ich mein Leben mag oder nicht. Dann schaute er auf, blickte traurig auf den Kater und meinte wehmĂŒtig, ach wie gerne wĂ€re ich doch ein Kater.
Der Kater schaute auf den Hund und meinte mutig, na dann lass uns doch tauschen.
Gesagt, getan.

Und als Hund Murks ging er weiter durch die Welt.
Eigentlich war er ganz zufrieden mit seinem Hundedasein, aber so richtig sicher war er noch nicht ob er sein Leben wirklich so mochte.
Deshalb zögerte er auch nicht lange, als er kurz darauf einen kleinen BĂ€ren traf, der gar zu unglĂŒcklich war weil er doch kein BĂ€r mehr sein wollte.
Der kleine BÀr warnte ihn noch und meinte, ach Murks so ein BÀrenleben ist sehr beschwerlich aber der Hund Murks wollte nichts davon hören und so tauschten sie.
Doch der kleine BĂ€r hatte recht gehabt...
Dem BĂ€ren Murks erging es gar nicht gut in seinem BĂ€renleben. Niemand wollte mit ihm spielen denn sie fĂŒrchteten sich alle vor ihm.
So auch die kleine Maus, der er eines Tages begegnete auf seinen Wegen.
Sie zitterte und bibberte und warf sich auf den Boden und rief: "Bitte BĂ€r so friss mich nicht."
Der BĂ€r Murks der ja gar nicht daran dachte das MĂ€uschen zu fressen brummte, ach so ein BĂ€renleben ist nicht sehr schön. Alle haben Angst vor mir, wie viel lieber wĂ€re ich eine Maus, dann wĂŒrde auch jemand mit mir spielen.
Die kleine Maus schaute Murks unglĂ€ubig an und fragte ihn ob er das ernst meinen wĂŒrde.
Denn sie als kleine Maus, hĂ€tte sooooolchen Respekt vor dem BĂ€ren und ĂŒberall im ganzen Wald wĂ€re er gefĂŒrchtet und geachtet.
Doch der BĂ€r Murks wollte nicht mehr gefĂŒrchtet und geachtet werden, sondern viel lieber jemanden zum Spielen haben und so tauschten die beiden und Murks ging fortan als Maus durchs Leben. Und was das fĂŒr ein Leben war.
Er spielte mit anderen MĂ€usen, lernte KĂ€se zu lieben, sprach fließend MĂ€userianisch, umging alle MĂ€usefallen, lernte um die Ecken zu flitzen wie ein Wirbelwind, die besten Unterschlupfe zu finden und vieles mehr. Aber trotz allem - so richtig sicher war er immer noch nicht ob er sein Leben mochte. Und dann eines Tages nach vielen vielen Wochen traf die Maus Murks plötzlich auf einen Kater. Und da MĂ€use ja Angst haben vor Katzen, rannte Murks natĂŒrlich blitzschnell davon wie er es gelernt hatte. Doch dann hörte er den Kater rufen: "Hey Maus komm zurĂŒck und rede doch ein bisschen mit mir. Mir ist soooo langweilig." Und weil Murks so gut wusste wie schlimm das sein kann wenn einem langweilig ist und man keine Gesellschaft hat, lugte er doch vorsichtig um die Ecke und flĂŒsterte dem Kater zu: "Okay ich komme um mit dir zu reden."

Da fing der Kater an zu erzĂ€hlen, wie langweilig doch sein Leben wĂ€re so als Kater und dass er ĂŒberhaupt nicht wĂŒsste ob er sein Leben mochte oder nicht und wie viel Lieber er doch so ein MĂ€uschen wĂ€re. Denn dann wĂ€re ihm bestimmt nicht mehr langweilig.
Murks lauschte fasziniert dem Kater und was dieser von seinem Leben erzĂ€hlte erschien ihm ĂŒberhaupt nicht langweilig sondern als das erstrebenswerteste ĂŒberhaupt.
Sich auf einem bequemen Kissen vor dem Ofen rÀkeln und strecken, den ganzen Tag faulenzen und schlafen. Ach klang das herrlich.
So tauschten die beiden und die Maus Murks war wieder der Kater Murks.

Und noch heute erzÀhlt der alte Kater Murks von dieser Reise und rÀkelt sich dabei auf dem Kissen vor dem Ofen und faulenzt und streckt sich und reckt sich - nur MÀuse die fÀngt er nicht mehr. Und dann wenn er den neugierigen Zuhörern genug erzÀhlt hat, dann gÀhnt er noch einmal ganz lang und schnurrt in seinen Bart: "Ach wer möchte da noch tauschen..."

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