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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Der Killer
Eingestellt am 13. 08. 2005 14:17


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spookymulder
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Die Sonne stieg ├╝ber dem Berg auf und schob sich in einer kreisrunden Scheibe ├╝ber den fahlen Morgenhimmel. Der Nebel strich in seidenen Schwaden durch die Wiese, blieb in Form feuchter Tropfen im Gras h├Ąngen und kroch den Berg hinauf. Er schloss die Augen und sog den Geruch aus Frische und Reinheit tief in seine Lungen ein. Kalt und klar str├Âmte die Luft in ihn und er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal am Fenster gestanden und den Tag erwartet hatte.

Das Bett knarrte und er drehte sich um. Sie r├Ąkelte sich in den zerw├╝hlten Laken. Die zerzausten Haare lagen um ihren Kopf, bildeten einen nat├╝rlichen Rahmen um das Gesicht und verliehen dem M├Ądchen das Aussehen eines unendlich kostbaren und zerbrechlichen Wesens. Trauer und Schmerz, heftig und wild, ├╝berfiel ihn bei ihrem Anblick und er musste sich abwenden, seinen Blick auf den Frieden drau├čen richten, um im aufgegangenen Morgen Trost zu suchen.

Er f├╝hlte, wie sie aufstand und hinter ihn trat. Sie schmiegte sich an ihn und ihre weiche, warme Haut war selbst durch sein Hemd hindurch zu sp├╝ren. Ihre H├Ąnde streichelten ├╝ber seine Brust und ihr langes Haar ruhte an seinem R├╝cken. Er schloss die Augen und genoss den Moment, genoss es, sie einfach nur zu sp├╝ren und ihr Herz langsam und gleichm├Ą├čig schlagen zu h├Âren. Nach einer Weile wandte sie sich ab und ging in das kleine Badezimmer ihres Hotelzimmers. Mit geschlossenen Augen h├Ârte er, wie die Dusche anging.

Er wandte sich endg├╝ltig ab und ging um das gro├če, blau gestrichene Bett herum. Dort thronte ein gewaltiger Eichenschrank, dem man das Alter an der dunklen, an manchen Stellen fast schwarzen Farbe ansah. In seinem Schatten stand eine kleine Kommode, die mit ihrem schlichten Design und der hellen Maserung nicht recht zum Rest der eher b├Ąuerlichen Einrichtung passen wollte. Die oberste Schublade klemmte und er musste einiges an Kraft aufwenden, um sie zu ├Âffnen. Neben ein paar Hemden lag ein Aktenkoffer, der silbern gl├Ąnzte. Er sah sein Gesicht in der spiegelnden Fl├Ąche des Koffers, die dunklen Augen mit den Ringen darunter und die schwarzen, von ein paar grauen Str├Ąhnen durchzogenen Bartstoppeln, die sich vom Kinn die Wangen hinauf ihren Weg bahnten. Sein Haar fiel glatt und, wie er fand, langweilig in seine etwas fliehende Stirn.

Er wandte den Blick ab und nahm den Koffer aus der Schublade, ohne sich die M├╝he zu machen, sie zu schlie├čen und legte ihn auf das noch immer zerw├╝hlte Laken vor sich. Unschl├╝ssig stand er da, sah hinab auf das Bett und vermied es dabei peinlich, auf den Koffer zu schauen. Schlie├člich nahm er ihn und stellte ihn neben das Bett. Er kniete sich hin und lies seine H├Ąnde langsam und verspielt ├╝ber die Decke gleiten, sp├╝rte dabei den Rest der W├Ąrme, der sich allm├Ąhlich zu verfl├╝chtigen begann. Behutsam wie einen Schatz nahm er die Decke und vergrub sein Gesicht in dem Stoff, sog tief und gierig ihren Geruch ein und verlor sich in den Abdruck, den ihr K├Ârper auf der Matratze hinterlassen hatte.

Die alte Standuhr, die die letzte noch freie Ecke des Raumes beherrschte, schlug drei Mal. Nur widerwillig riss er sich von der Decke los und ├Âffnete den Koffer. In grauem Schaumstoff eingebettet und auf Hochglanz poliert lag ein in seine Einzelteile zerlegtes Gewehr. Der blanke Lauf blitzte ihn an. Daneben der Griff aus dunklem Nussholz, glatt und seidig wie die Decke, die er sich eben noch verloren hatte.

Ohne Hast nahm er die einzelnen Teile des Gewehrs heraus und setzte es zusammen. Das einzige Ger├Ąusch war das Rauschen der Dusche und darunter das gleichm├Ą├čige Ticken der alten Standuhr. Mit einem leisen "\Klack\" rastete der Lauf ein. Er schob eine goldene Kugel, eine Anlehnung an James Bond, die er selbst nicht mehr lustig fand, in den Lauf und lud die Waffe durch. Sein R├╝cken knackte, als er sich erhob und mit der Waffe in der Hand zu dem kleinen Fenster ging. Unter das Fenster stellte er den einzigen Stuhl im Zimmer und setzte sich darauf. Er hatte nicht viel Zeit wie ihm ein Blick auf seine Armbanduhr verriet. Der Wagen mit seinem Klienten konnte jeden Moment vorfahren. Auf das Fensterbrett kam eine zweite Goldene Patrone. Er zweifelte nicht daran, dass er sein Ziel mit dem ersten Schuss treffen w├╝rde. Die zweite Kugel war f├╝r das M├Ądchen bestimmt, sollte sie zu fr├╝h aus dem Bad kommen und ihn mit der Waffe in der Hand sehen.

Zum ersten Mal als Profikiller ├╝berkam ihn so etwas wie Wehmut dar├╝ber, dass er ein M├Ądchen, mit dem er sich vergn├╝gt hatte, w├╝rde erschie├čen m├╝ssen. Es hatte viele gegeben, die im falschen Moment aus dem Bad kamen und jedes Mal war das Letzte, was sie sahen, sein Gesicht hinter dem Lauf des Gewehrs. Sie waren Variablen in seiner Rechnung, die sich rausk├╝rzen lie├čen. Aber diese hier war eine Konstante. Anders als sonst, hatte er sich nicht nach einer Nacht von ihr getrennt, so oder so. Sie hatte ihn gefragt, ob sie ihn eine Weile begleiten k├Ânnte. Er hatte sich in ihren haselnussbraunen Augen verloren und genickt, unf├Ąhig einen klaren Gedanken zu fassen. In ihrer Gegenwart f├╝hlte er sich so sicher wie mit einer Waffe in der Hand. Und so kam es, dass das M├Ądchen ihn nun schon bei drei Auftr├Ągen begleitet hatte, ohne das sie ahnte, was er machte.

Das Spiel das er spielte, war gef├Ąhrlich, das wusste er, aber er wollte nicht auf ihre Gegenwart verzichten. Sie brachte etwas in sein Leben, dass er seit seiner Jugend nicht mehr erlebt hatte. Ihre Art, offen durch die Welt zu gehen und die Dinge mit den Augen eines Kindes zu sehen, verzauberten ihn jeden Tag aufs Neue. Er konnte ihr stundenlang zuh├Âren und sich in ihren Worten verlieren. Er konnte ihr stundenlang dabei zusehen, wie sie schlief.

In seinem Leben hatte es nie viel Hoffnung gegeben. Alles was er tat, war endg├╝ltig. Aber seit dem dritten Auftrag hoffte er, dass sie nicht zu fr├╝h aus dem Bad kam. Aus der Variablen war eine Konstante geworden, die er nicht mehr k├╝rzen wollte. Er straffte die Schultern, hob die Waffe und presste sein Auge gegen das Zielfernrohr. Seine Focus schrumpfte auf einen kleinen Kreis mit einem Kreuz zusammen und zeigte ihm den Parkplatz vor dem Hotel. Eine gro├če Limousine fuhr vor und hielt an. Er schloss das zweite Auge und begann, alles andere um ihn herum auszublenden. Undeutlich h├Ârte er, wie das Rauschen der Dusche verklang und hoffte, dass sie sich Zeit liess.

Die hintere T├╝r des Wagens ├Âffnete sich und ein kleiner, dicker Mann in einem Nadelstreifenanzug stieg heraus. Er sah sich um, streckte sich und beugte sich zur├╝ck in den Wagen. Mit einem Aktenkoffer in der Hand kam er heraus. Sein Kopf befand sich jetzt genau im Fadenkreuz.

Sein Zeigefinger kr├╝mmte sich um den Abzug und zog ihn ein St├╝ck an. Er hielt den Atem an.

Die Waffe machte leise "Plopp". Reglos blieb er sitzen. Auf seinem R├╝cken erschien ein kleiner dunkelroter Fleck, der sich rasch ausbreitete. Das Gewehr wackelte ein wenig, bevor er es wieder unter Kontrolle hatte. Er drehte sich langsam um und sah das M├Ądchen, das mit einem Handtuch um die H├╝ften in der Badezimmert├╝re stand. In der Hand hielt sie einen zierlichen Damenrevolver mit Schalld├Ąmpfer. Sein Blick wanderte verbl├╝fft zwischen der Waffe und ihrem Gesicht, das ihn freundlich anl├Ąchelte, hin und her. Der Revolver war irgendwie passend und verlieh ihr etwas w├╝rdevolles, das ihm wieder einmal den Atem verschlug. Er sah an sich hinab. Der Fleck hatte sich auf magische Weise durch ihn hindurch auf seine Brust bewegt und durchtr├Ąnkte sein Hemd. Aus seinem Mund kam ein leises Gurgeln. Ein d├╝nner Blutstreifen rann seinen Mundwinkel hinab und verfing sich in den Bartstoppeln.

Er f├╝hlte sich angenehm schl├Ąfrig. Trotzdem hob er mechanisch das Gewehr an und richtete es auf sie. Im Grunde, dachte er, ist es egal, WEN ich t├Âte. Hauptsache ich t├Âte. Das M├Ądchen verfolgte seine Geste, auf dem Gesicht immer noch das freundliche L├Ącheln. Sie liess zu, dass er das Gewehr in Anschlag brachte, was ihn sichtlich M├╝he kostete. Sie liess es ebenfalls zu, dass er den Finger um den Abzug legen und ein wenig durchdr├╝cken konnte.

Der Revolver in ihrer Hand machte abermals "Plopp". Zu dem ersten Fleck auf seiner Brust gesellte sich ein zweiter, der sich ebenso gem├Ąchlich wie zielstrebig ausbreitete. Seine Kr├Ąfte verlie├čen ihn und das Gewehr fiel ihm aus der Hand. Einen Moment sp├Ąter folgte er ihm.

Auf dem Parkplatz hatte der Mann nichts davon mitgekriegt. Von seinem Wagen ging er auf die Eingangst├╝re des Gasthofes zu und verschwand in ihr. Eine Viertelstunde sp├Ąter, sa├č gerade an der Hotelbar, stieg eine junge Frau unbestimmbaren Alters aus dem Fahrstuhl und gab ihren Schl├╝ssel an der Rezeption ab. Ihr L├Ącheln verzauberte den Portier und lies etwas Sonniges in der Lobby zur├╝ck. Vor dem Hotel setzte sie sich eine Sonnebrille auf und ging zu einem schwarzen Sportwagen. Sie stieg ein, drehte den Schl├╝ssel um und fuhr nach einem letzten Blick zu einem der Hotelfenster im oberen Stock los. Neben ihr auf dem Beifahrersitz lag ein silberner Aktenkoffer.


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Hallo Spooky (allein wegen deinem Nick musste ich schon was von Dir lesen, als alter Akte X Fan),

ich hab mir gerade Deinen Killer vorgenommen, die Story ist nicht wirklich neu, hat aber ein paar sch├Âne Details, die mir gut gefallen.

Ich habe aber auch ein paar Vorschl├Ąge und hoffe, Du kannst mit meiner Kritik was anfangen.

quote:
Die Sonne stieg ├╝ber dem Berg auf und schob sich in einer kreisrunden Scheibe ├╝ber den fahlen Morgenhimmel. Der Nebel strich in seidenen Schwaden durch die Wiese, blieb in Form feuchter Tropfen im Gras h├Ąngen und kroch den Berg hinauf der Sonne entgegen. Du musst die Sonne nicht wiederholen, die kennen wir schon Er schloss die Augen und sog den Geruch aus Frische und Reinheit tief in seine Lungen ein. Kalt und klar str├Âmte die Luft in ihn und er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so am Fenster gestanden und den Tag erwartet hatte.

Das Bett knarrte und er drehte sich nach einem letzten Blick auf den Frieden vor seinem Fenster Die Stimmung ist im ersten Absatz ausreichend beschreiben um. Sie r├Ąkelte sich in den zerw├╝hlten Laken. Ihre zerzausten Haare lagen um ihren Kopf, bildeten einen nat├╝rlichen Rahmen um ihr das Gesicht und gaben verliehen ihr das Aussehen eines unendlich kostbaren und zerbrechlichen Wesens.Ihre ihren ihr ihr Trauer und Schmerz, so heftig und wild, ├╝berfiel ihn bei ihrem Anblick und er musste sich abwenden, seinen Blick auf die Landschaft vor dem Fenster den Frieden draussen richten, um im aufgegangenen Morgen Trost zu suchen.

Er h├Ârte f├╝hlte, wie sie aufstand und hinter ihn trat. Sie schmiegte sich an ihn und ihre weiche, warme Haut war selbst durch sein Hemd hindurch zu sp├╝ren. Ihre H├Ąnde streichelten ├╝ber seine Brust und ihr Kopf mit dem langes Haar ruhte an seinem R├╝cken. Er schloss die Augen und genoss den Moment, genoss es, sie einfach nur zu sp├╝ren und ihr Herz langsam und gleichm├Ą├čig schlagen zu h├Âren zweimal h├Âren. Nach einer Weile wandte sie sich ab und ging in das kleine Badezimmer ihres Hotelzimmers. Mit geschlossenen Augen h├Ârte er, wie das Wasser rauschte und die Dusche Doppelt gemoppelt anging.

Er wandte sich endg├╝ltig vom Fenster wo er steht, wissen wir schon ab und ging um das gro├če, blau gestrichene Bett herum. Vor dem Bett Dort thronte ein gewaltiger Eichenschrank, dem man das Alter an der dunklen, an manchen Stellen fast schwarzen Farbe ansah. In seinem Schatten stand eine kleine Kommode, die mit ihrem schlichten Design und der hellen Maserung nicht recht zum Rest der eher b├Ąuerlichen Einrichtung passen wollte. Die oberste Schublade klemmte und er musste mehr Kraft als gew├Âhnlich einiges an Kraft aufwenden, vorher klingt es so, als ob er schon ewig in dem Zimmer war um sie zu ├Âffnen. Neben ein paar Hemden lag ein Aktenkoffer, der silbern gl├Ąnzte. F├╝r einen Moment sah er Er sah sein Gesicht in der spiegelnden Fl├Ąche des Koffers, die dunklen Augen mit den Ringen darunter und die schwarzen, von ein paar grauen Str├Ąhnen durchzogenen Bartstoppeln, die sich vom Kinn die Wangen hinauf ihren Weg bahnten. Sein Haar, das glatt und, wie er fand, langweilig in seine etwas fliehende Stirn fiel, betonte die dunklen Ringe unter seinen Augen auf eine ungute Art und Weise, die ihm nicht gefiel wieder doppelte Erkl├Ąrung und mit einem Mal sah er dieses sein Gesicht, wie es andere sahen: alt und verbraucht. F├╝r einen Moment sah er sein Gesicht, und dann kommt die lange Erkl├Ąrung, wirkt etwas unglaubw├╝rdig

Er wandte den Blick ab und nahm den Koffer aus der Schublade, ohne sich die M├╝he zu machen, sie zu schlie├čen und legte den ihn auf das noch immer zerw├╝hlte Laken vor sich. Unschl├╝ssig stand er da, sah hinab auf das Bett und vermied es dabei peinlich, auf den Koffer zu schauen. Schlie├člich nahm er ihn und stellte ihn schlie├člich neben das Bett. Er kniete sich hin und lies seine H├Ąnde langsam und verspielt ├╝ber die Decke gleiten, sp├╝rte dabei einen den Rest ihrer der W├Ąrme, der sich allm├Ąhlich zu verfl├╝chtigen begann. Hey, wir wissen, wer da lag Behutsam wie einen Schatz nahm er die Decke und vergrub sein Gesicht in dem Stoff, sog tief und gierig ihren Geruch ein und verlor sich in ihrem den Abdruck, den ihr K├Ârper auf der Matratze hinterlassen hatte.

Die alte Standuhr, die in der letzten die letzte noch freien Ecke des Raumes thronte beherrschte Zweimal thronte, schlug drei Mal. Nur widerwillig riss er sich von der Decke los und ├Âffnete den Koffer neben ihm. In grauem Schaumstoff eingebettet und auf Hochglanz poliert lag ein in seine Einzelteile zerlegtes Gewehr. Der blanke Lauf blitzte ihn an. Daneben lag lag lag der Griff aus dunklem Nussholz, glatt und seidig wie die Decke, die er sich eben noch verloren hatte.

Ruhig und Ohne Hast nahm er die einzelnen Teile des Gewehrs heraus und setzte es zusammen. Das einzige Ger├Ąusch war das Rauschen der Dusche und darunter das gleichm├Ą├čige Ticken der alten Standuhr. Mit einem leisen "\Klack\" rastete der Lauf ein. Er schob eine goldene Kugel, eine Anlehnung an James Bond, die er selbst nicht mehr lustig fand, in den Lauf und lud die Waffe durch. Sein R├╝cken knackte, als er sich erhob und mit der Waffe in der Hand zu dem kleinen Fenster ging. Unter das Fenster stellte er den einzigen Stuhl im Zimmer und setzte sich darauf. Er hatte nicht viel Zeit wie ihm ein Blick auf seine Armbanduhr verriet. Der Wagen mit seinem \"Klienten\" sp├Ątestens da hab ich kapiert, worum es geht ;-) konnte jeden Moment vorfahren. Auf das Fensterbrett stellte er kam eine zweite Goldene Patrone.stellte stellte Er zweifelte nicht daran, dass er sein Ziel mit dem ersten Schuss treffen w├╝rde. Die zweite Kugel war f├╝r das M├Ądchen bestimmt, sollte sie zu fr├╝h aus dem Bad kommen und ihn mit der Waffe in der Hand sehen.

Zum ersten Mal in seinem Leben als Profikiller ├╝berkam ihn so etwas wie Wehmut dar├╝ber, dass er ein M├Ądchen, mit dem er sich vergn├╝gt hatte, w├╝rde erschie├čen musstem├╝ssen. Es hatte viele gegeben, die ihm falschen Moment aus dem Bad kamen und jedesmal war das Letzte, was sie sahen, sein Gesicht hinter dem Lauf des Gewehrs war. Sie waren Variablen in seiner Rechnung, die sich rausk├╝rzen lie├čen. Der Satz ist einfach wunderbar Aber sie diese hier war eine Konstante. Anders als sonst, hatte er sich nicht nach einer Nacht von ihr getrennt, Lebend oder Todso oder so.Es klingt sonst, als ob er lebendig oder tot gewesen w├Ąre Sie hatte ihn gefragt, ob sie ihn eine Weile begleiten k├Ânnte. Er hatte sich in ihren haselnussbraunen Augen verloren und genickt, unf├Ąhig einen klaren Gedanken zu fassen. In ihrer Gegenwart f├╝hlte er sich so sicher wie mit einer Waffe in der Hand. Und so kam es, dass das M├Ądchen ihn nun schon bei drei Auftr├Ągen begleitete hatte, ohne das sie ahnte, was er machte. Ich hatte einem Moment den Eindruck, sie w├Ąre seine Komplizin

Das Spiel das er spielte, war gef├Ąhrlich, das wusste er, aber er wollte nicht auf ihre Gegenwart verzichten. Sie brachte etwas in sein Leben, dass er seit seiner Jugend nicht mehr erlebt hatte. Ihre Art, offen durch die Welt zu gehen und die Dinge mit den Augen eines Kindes zu sehen, verzauberten ihn jeden Tag auf┬┤s ein Neues. Er konnte ihr stundenlang zuh├Âren und sich in ihren Worten verlieren. und ihr dabei zusehen Er konnte ihr stundenlang dabei zusehen, wie sie schlief. Da w├╝rde die Verdopplung passen, weil sie eine Steigerung darstellt

In seinem Leben hatte es nie viel Hoffnung gegeben. Alles was er brachte *grusel* tat, war endg├╝ltig und ohne R├╝ckkehr.Verdopplung Aber seit dem dritten Auftrag hoffte er, dass sie nicht zu fr├╝h aus dem Bad kam. Aus der Variablen war eine Konstante geworden, die er nicht mehr k├╝rzen wollte. Er straffte die Schultern, hob die Waffe und presste sein Auge gegen das Zielfernrohr. Seine Focus schrumpfte auf einen kleinen Kreis mit einem Kreuz zusammen und zeigte ihm den Parkplatz vor dem Hotel. Eine gro├če Limousine fuhr vor und hielt an. Er schloss das zweite Auge und blendete alles andere um ihn herum aus. Undeutlich h├Ârte er, wie die Dusche aufh├Ârte zu Rauschen das Rauschen der Dusche verklang und hoffte, dass sie sich Zeit lassen w├╝rde liess. Aber wenn er alles andere ausgeblendet hatte, wieso h├Ârt er dann noch die Dusche?
Die hintere T├╝r des Wagens ├Âffnete sich und ein kleiner, dicker Mann in einem Nadelstreifenanzug stieg heraus. Er sah sich um, streckte sich und beugte sich zur├╝ck in den Wagen. Mit einem Aktenkoffer in der Hand kam er heraus streckte sich erneut. Sein Kopf befand sich jetzt genau im Kreuz des Zielfernrohrs Fadenkreuz.
Hier w├╝rde ich einen Absatz machen
Sein Zeigefinger kr├╝mmte sich um den Abzug und zog ihn ein St├╝ck an. Er hielt den Atem an.

Die Waffe machte leise \"Plopp\" und bewegte sich dabei nicht einen Millimeter.Ich weiss noch nicht, um welche Waffe es sich handelt, das verwirrt nur Reglos blieb er sitzen. Auf seinem R├╝cken erschien ein kleiner dunkelroter Fleck, der sich rasch ausbreitete. Das Gewehr wackelte ein wenig, bevor er es wieder unter Kontrolle hatte. Er drehte sich langsam auf dem Stuhl herum um und sah das M├Ądchen, das mit einem Handtuch um den die H├╝ften in der Badezimmert├╝re stand. In der Hand hielt sie einen zierlichen Damenrevolver mit Schalld├Ąmpfer. Sein Blick wanderte verbl├╝fft zwischen der Waffe und ihrem Gesicht, das ihn freundlich anl├Ąchelte, hin und her. Der Revolver war irgendwie passend und verlieh ihr etwas w├╝rdevolles, das ihm wieder einmal den Atem verschlug. Er sah an sich hinab. Der Fleck hatte sich wie auf magische Weise durch ihn hindurch auf seine Brust bewegt und durchtr├Ąnkte sein Hemd. Sehr sch├Ânes Bild Aus seinem Mund kam ein leises Gurgeln. Ein d├╝nner Blutstreifen rann seinen Mundwinkel hinab und verfing sich in den Bartstoppeln.

Er f├╝hlte sich angenehm schl├Ąfrig. Trotzdem hob er mechanisch das Gewehr an und richtete es auf sie. Im Grunde, dachte er, ist es egal, WEN ich t├Âte. Hauptsache ich t├Âte jemanden. Das M├Ądchen verfolgte seine Geste regungslos, auf dem Gesicht immer noch das freundliche L├Ącheln. ein freundliches L├Ącheln ist nicht gerade reglos Sie liess zu, dass er das Gewehr in Anschlag brachte, was ihn sichtlich M├╝he kostete. Sie liess es ebenfalls zu, dass er den Finger um den Abzug legen und ihn ein wenig durchdr├╝cken konnte.

Der Revolver in ihrer Hand machte abermals \"Plopp\". Zu dem ersten Fleck auf seiner Brust gesellte sich ein zweiter, der sich ebenso gem├Ąchlich aber wie zielstrebig ausbreitete. Seine Kr├Ąfte verlie├čen ihn und das Gewehr fiel ihm aus der Hand auf den Boden. Einen Moment sp├Ąter folgte er ihm.

Auf dem Parkplatz hatte der kleine dicke Mann nichts davon mitgekriegt. Von seinem Wagen ging er auf die Eingangst├╝re des Gasthofes zu und verschwand in ihr. Eine Viertelstunde sp├Ąter, der kleine dicke Mann er so langsam weiss ich, das er klein und dick ist sa├č gerade an der Hotelbar, stieg eine junge Frau unbestimmbaren Alters aus dem Fahrstuhl und gab ihren Schl├╝ssel an der Rezeption ab. Ihr L├Ącheln verzauberte den Portier und lies etwas Sonniges in der Lobby zur├╝ck. Vor dem Hotel setzte sie sich eine schwarze glaub mir, jeder weiss, das das Ding schwarz ist Sonnebrille auf und ging zu einem schwarzen Sportwagen. Sie stieg ein, drehte den Schl├╝ssel um und fuhr nach einem letzten Blick zu einem der Hotelfenster im oberen Stock, los. Neben ihr auf dem Beifahrersitz lag ein silberner Aktenkoffer.

Die Pointe kam nicht wirklich ├╝berraschend und es wird mir auch nicht ganz klar, warum sie ihn erst drei Auftr├Ąge erledigen l├Ąsst, bevor sie ihn t├Âtet. Das sind auch noch so ein paar Gedanken, die mir beim Lesen gekommen sind.

Aber alleine wegen
quote:
Sie waren Variablen in seiner Rechnung, die sich rausk├╝rzen lie├čen
mag ich Deinen Text. Wenn Du noch ein bisschen besser auf die Fl├╝chtigkeitsfehler achtest und Dinge nicht oft zwei- oder mehrmals beschreibst, w├╝nsch ich Dir noch viel Spass und Erfolg beim Schreiben.

Kennst du ├╝brigens Das Leben und das Schreiben von Stephen King, ist eines der besten B├╝cher ├╝ber das Schreiben, die ich bisher gelesen habe?

Ciao
Torsten
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┬ę by Torsten Sammet 1981-2017

"Eine strenge und unumst├Â├čliche Regel, was man lesen sollte und was nicht, ist albern. Man sollte alles lesen. Mehr als die H├Ąlfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten." Oscar Wilde

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spookymulder
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Hallo Torsten

vielen Dank f├╝r deine wirklich konstruktive Kritik. Ich hab sie mir zu Herzen genommen. Warum sie ihn erst drei Tage begleitet und erst dann erschie├čt, wei├č ich auch nicht so recht. Vielleicht ist sie auch Killerin und hat drei Tage gebraucht um zu merken, dass er ein Kollege ist. Und wer mag schon Konkurenz? ;-)
Oder sie wurde auf ihn angesetzt und hat erst Weile mit ihm spielen wollen?
Das k├Ânnte ich ja noch mit einbauen, aber w├╝rde es dann nicht zu lange werden? Weil im Vordergrund steht ja schon dieser eine Morgen, an dem der Killer seinen Tod findet.

Jedenfalls danke ich dir f├╝r die M├╝he des Lesens und der Anmerkungen.
Damit dir nicht langweilig wird, hab ich gleich ein weiteres Werk von mir reingestellt ;-)

Gru├č

SpookyMulder
(Raphael)
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R.C.

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Hi Raphael,

also, ich bin am Schluss eigentlich davon ausgegangen, das sie selber auch Killerin ist, oder hab ich den Aktenkoffer falsch verstanden? Aber jetzt, wo du es sagt, k├Ânnte es nat├╝rlich auch seiner gewesen sein, sie hat gerade erst Gefallen an dem Job gefunden und macht da weiter, wo er aufgeh├Ârt hat.

Auch keine schlechte Idee, ist bestimmt ausbaubar und w├╝rde auch einen neuen Aspekt in die Story bringen. Wenn Du das in ein, zwei S├Ątzen unterbringen kannst, wird es auch nicht zu lang. Vielleicht f├Ąllt mir ja was ein, wenn ich darf. Bin aber heute schon ausgebucht ;-)

Deine Neuigkeiten werde ich mir so bald wie m├Âglich anschauen.

Ciao
Torsten
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Was h├Ąltst du davon:

quote:
Auf dem Parkplatz hatte der Mann nichts davon mitgekriegt. Von seinem Wagen ging er auf die Eingangst├╝re des Gasthofes zu und verschwand in ihr. Eine Viertelstunde sp├Ąter, sa├č gerade an der Hotelbar, stieg eine junge Frau unbestimmbaren Alters aus dem Fahrstuhl und gab ihren Schl├╝ssel an der Rezeption ab. Ihr L├Ącheln verzauberte den Portier und lies etwas Sonniges in der Lobby zur├╝ck. Aus dem Augenwinkel taxierte sie den kleinen Mann. Sie war gerade erst am Anfang, aber schliesslich musste sie noch einen Auftrag zu Ende bringen. Das war sie ihm irgendwie schuldig. Vor dem Hotel setzte sie sich eine Sonnenbrille auf und ging zu einem schwarzen Sportwagen. Sie stieg ein, drehte den Schl├╝ssel um und fuhr nach einem letzten Blick zu einem der Hotelfenster im oberen Stock los. Neben ihr auf dem Beifahrersitz lag der silberne Aktenkoffer.

So bekommt es noch einen kleinen zus├Ątzlichen Kick und du kannst ┬┤ne Fortsetzung schreiben ;-)

Ciao
Torsten
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hat was. da l├Ąsst sich dann eine fortsetzung schreiben. werd mal was ├╝berlegen.

cya

raphi

eigentlich m├╝sste ich ja jetzt beim copyright schreiben, dass es bei mir und dir liegt ;-)
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R.C.

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