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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Kleine Bär, der kleine Hase und der Vielfraß
Eingestellt am 15. 08. 2005 15:47


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coxew
???
Registriert: Jun 2005

Werke: 36
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Der kleine Bär, der kleine Hase und der Vielfrass – eine Geschichte für erste Leserinnen und Leser



Die Einladung

Eines Morgens wachte der kleine Bär auf, weil ihn ein Sonnenstrahl in der Nase kitzelt. „Hatschie“, nieste der kleine Bär und freute sich.
„Heute lade ich meinen Freund, den kleinen Hasen ein. Wir wollen es uns so richtig gut gehen lassen“, sagte der kleine Bär. Und er lief gleich zum Waldtelefon und rief den kleinen Hasen an.
„Hallo, hallo, hier spricht der kleine Bär. Bist du da, kleiner Hase?“
„Hallo, ja, ich bin hier“, sagte der kleine Hase am anderen Ende der Leitung. „Ist was schlimmes passiert?“
„Nein, nichts schlimmes passiert“, sagte fröhlich der kleine Bär, “aber ich lade dich heute ein. Wir wollen es uns so richtig gemütlich machen.“
„Oh, fein! Was gibt’s denn zu essen“, fragte der kleine Hase erfreut.
„Du liebe Güte. Daran hab ich noch gar nicht gedacht, mein Freund“, antwortete der kleine Bär erschrocken. „Wird eine Überraschung.“




Ein Geschenk für den kleinen Bär

Der kleine Hase freute sich sehr. Er wusch sich das Gesicht und bürstete sein weiches Fell bis es glänzte. Und dann hoppelte er mit dem großen Korb auf die Blumenwiese um Löwenzahn zu pflücken. Denn wenn man seinen Freund besucht, wird es noch schöner, wenn man ihm ein Geschenk mitbringt: Löwenzahnblüten für eine Blumenkranz, Löwenzahnblüten für Löwenzahnsalat, für Blütenhonig und natürlich für einen riesengroßen Löwenzahnblumenstrauß. Der kleine Hase pflückte fleißig, denn der Korb musste randvoll werden.




Die Überraschung für den kleinen Hasen

Hin und her überlegte der kleine Bär. „Was nur koche ich für meinen Freund?“ Dann fiel im die köstliche Tomatensuppe ein, die er einmal bei Mutter Bär gegessen hatte. Und die Suppe sah auch so schön aus, leuchtend rot mit grünen Petersiliensträußchen darauf. Ja, die wollte der kleine Bär zubereiten.
Schnell holte er aus dem Garten Tomaten und Petersilie. Und dann wirbelte er durch die Küche. Emsig hantierte der kleine Bär mit Schüsseln und Töpfen und Messern und Löffeln. Und dann war sie fertig: Köstliche Tomatensuppe mit Petersiliensträußchen für seinen Freund, den kleinen Hasen.
Der kleine Bär freute sich noch mehr. Er deckte festlich den Tisch mit Kerzen und so. dazu stellte er blütenweiße Gänseblümchen in seine beste Vase. Jetzt brauchte nur noch der kleine Hase zu kommen. Der kleine Bär setzte sich an den Tisch und wartete.



Finstere Pläne

In der Nähe der Blumenwiese wohnte auch der gierige Vielfrass. Er sah, wie der kleine Hase viele Blumen pflückte. Neugierig kam er näher.
„Was fängst du mit all den Blumen an, kleiner Hase“, fragte er. Und der kleine Hase erzählte dem gierigen Vielfrass von der Einladung und wie er sich schon darauf freute und wie lieb er den kleinen Bären hatte und noch viel mehr.
Das Wasser lief dem Vielfrass im Maul zusammen. Denn wenn man eingeladen wird, gibt es ganz sicher was leckeres zu essen. Und der Vielfrass überlegte. Wie stellte er es wohl am besten an, dass nicht der kleine Hase, sondern er selbst zum kleinen Bären ging. Und da schmiedete er einen finsteren Plan.



Der Austauschgast

Der kleine Bär wurde indes ungeduldig. Jetzt wartete er schon eine volle Stunde und der kleine Hase war immer noch nicht da. Warum kam er nicht? Ob ihm etwas zugestoßen war? Der kleine Bär stand auf und lief zum Fenster. In diesem Moment klopfte es.
„Das wird er sein“, freute sich der kleine Bär und eilte zur Tür. Doch als er öffnete, stand draußen nicht sein Freund, der kleine Hase, sondern der gierige Vielfrass.
Der Vielfrass überreichte dem kleinen Bären einen großen Korb voller Löwenzahnblüten.
„Hier, kleiner Bär, die Blumen sind vom kleinen Hasen. Er schickt mich und ich soll dir sagen, dass er keine Lust hat zu kommen. Er schläft lieber.“ Der Vielfrass wollte noch sagen, dass er natürlich gern für den kleinen Hasen einspringe. Aber dazu kam er nicht mehr.



Die Lüge

In großen Sprüngen eilte der kleine Hase herbei.
„Du Dieb, gemeiner Betrüger“, keuchte er. „Kleiner Bär, glaub ihm nicht.“ Und dann erzählte der kleine Hase, wie der Vielfrass ihm die Blumen abgenommen und ihn in ein Erdloch gesperrt hatte. Der Vielfrass wurde auf einmal knallrot. Und das war der Beweis, dass er gelogen und der kleine Hase die Wahrheit gesagt hatte.
Der kleine Bär hob drohend seine Tatzen. „Verschwinde, Vielfrass“, rief er empört.
„Und komm nie wieder“, fügte der kleine Hase hinzu.
Hastig stellte der Vielfrass den Korb auf den Waldboden und rannte davon.



Wie man es sich so richtig gemütlich macht

Wie freuten sich die beiden Freunde. Endlich konnte der kleine Hase dem kleinen Bär den Löwenzahnblumenkranz aufsetzen und den Löwenzahnblumenstrauß überreichen und die Blüten für den Salat und den Blütenhonig gleich dazu. Und der kleine Bär steckte die Festkerzen an und servierte eine köstliche Tomatensuppe mit frischer Petersilie. Und sie aßen und tranken und lachten über den gierigen Vielfrass.



Wie der kleine Hase sich selbst befreite

Der kleine Hase musste immer wieder erzählen, wie er es geschafft hatte, aus eigener Kraft freizukommen. Neugierig und voller Mitgefühl schaute der kleine Bär sein Freund an.
„Ich hab also dem Vielfrass von deiner Einladung erzählt und wie sehr ich mich darüber gefreut habe“, sagte der kleine Hase.
„Erzähl weiter“, drängte der kleine Bär. Denn er wollte unbedingt wissen, was auf der Blumenwiese geschehen war.

„Also, da sagte der Vielfrass, ‚Gib mir den Korb. Ich helfe dir.’ Das fand ich sehr nett vom Vielfrass und ich gab ihm den Korb. Und dann zeigte mir der Vielfrass immer neue Stellen mit immer schöneren Löwenzahnblüten. So kamen wir bis fast ans andere Ende der Blumenwiese. Ich bückte mich gerade nach einer besonders schönen Blume, da bekam ich einen Schlag auf meinen Kopf. Und dann wurde es um mich herum dunkel.“

Erschrocken holte der kleine Bär tief Luft und hielt sich eine Tatze vor den Mund.
„Und dann, und dann“, fragte er gespannt. Der kleine Hase sprach weiter.
„Als ich aufwachte, fand ich mich in einer finsteren Erdhöhle wieder. Ich suchte nach dem Ausgang. Aber der Vielfrass hatte einen großen Stein darüber gewälzt. Da wurde ich traurig und wütend zugleich. Denn ich wollte dich doch besuchen“, sagte der kleine Hase und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht.
„Weiter, was geschah denn nun“, fragte der kleine Bär ungeduldig. Der kleine Hase nahm einen Schluck Blaubeersaft und sagte,
„Die Erdhöhle kam mir irgendwie bekannt vor. Und dann fiel es mir ein. Richtig, vor einiger Zeit hat unsere Familie darin gewohnt. Ein paar Gänge waren freilich schon verschüttet. Aber ich fand doch noch einen Weg ins Freie. Und so rannte ich los. Ich wusste ja, dass der Vielfrass zu dir kommen wollte.“ Noch einen Schluck Blaubeersaft nahm der kleine Hase und lehnte sich zufrieden zurück. Auch der kleine Bär atmete auf..
„Wie gut, dass du das geschafft hast, kleiner Hase. Sonst könnte wir jetzt nicht beisammen sitzen. Und wer weiss, wann ich dich gefunden hätte“, sagte der kleine Bär. Und darauf stießen die beiden Freunde mit Blaubeersaft an. Und sie machten es ich noch so richtig schön und gemütlich.




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flammarion
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eine

sehr nette geschichte. genau richtig für erstleser. noch n paar nette bilder dazu und es wird ein fest.
lg
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Old Icke

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coxew
???
Registriert: Jun 2005

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hallo,

an den illustrationen arbeite ich gerade. schade, dass sie in der lupe noch nicht eingestellt werden können.

liebe grüße,
karin

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flammarion
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toll,

zeichnen kannst du auch? in ehrfurcht verneig.
ja, so n buch mit festen seiten stell ich mir vor. ich würds kaufen, wenn ich enkel im entsprechendem alter hätt.
lg
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Old Icke

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coxew
???
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hallo flammarion,

oh, sachte mit der ehrfurcht. ich steck noch in den kinderschuhen. nichts desto trotz, es ist ne schöne sache.

viele grüße,
karin

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Perle
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Registriert: Not Yet

Hallo coxew,

ich schließe mich hier gerne flammarion an.
Wenn es dieses Kinderbuch im Handel gibt, werde ich es meiner kleinen Enkeltochter schenken. Sie liebt solche Geschichten. (Auch, wenn ich sie vorerst noch vorlesen muss.)

LG Perle

(Ach, irgendwie erinnert mich die Geschichte ein wenig an Rotkäppchen.)

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