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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Kuss
Eingestellt am 13. 05. 2016 20:56


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LUPESIWA
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Der Kuss

Frustriert steht Sybill vor dem Kleiderschrank und schiebt die BĂŒgel hin und her und wird nicht fĂŒndig. Nichts Schönes, nichts Neues springt sie an. Wovon auch, oder besser wofĂŒr? Sie hat sich eingeigelt in ihrer kleinen Welt, pflegt kaum noch Kontakte, lĂ€sst alle Feten sausen und ist zufrieden. Ist sie das? Nachdenklich hĂ€lt sie einen Moment inne.
Warum dann die TrÀume, die immer öfter ihr Inneres in Wallung bringen? Wieso die Zweifel, die sich in schlaflosen NÀchten wie ein feines Spinnennetz auf sie werfen und ihr die Luft zum Atmen nehmen?
Die untergehende Sonne blinzelt durch ihr Fenster und hĂŒllt den Raum in einen warmen, goldenen Schleier. Plötzlich denkt sie an Maren. Ihre beste Freundin, eine leicht durch geknallte KĂŒnstlerin, lĂ€sst heute Abend ihre jĂ€hrliche Mottoparty steigen. Da muss sie hin. Ansonst, hat die ihr ernsthaft angedroht, werde sie den monatlichen Tee-Sekt-Kaffee-Snack-Nachmittag aus ihrem Kalender streichen. Das will Sybill nicht riskieren.
Vor Jahren war sie einmal dabei.
Ein Schwall Erinnerungen ĂŒberfĂ€llt sie und ein magischer Strom beamt sie zurĂŒck in den Tempel der Sinnlichkeit. Ihre Gedanken lösen sich auf, zerfließen in einem Hauch exotischer DĂŒfte, Zeit und Raum verschmelzen miteinander und fegen eine prickelnde WĂ€rme in ihren Schoss. Schwerelos schwebt sie zwischen tanzenden PĂ€rchen,
Ein letzter Sonnenstrahl blendet sie und holt sie auf den Boden zurĂŒck. Angenehm verwirrt sammelt sie ihre Gedanken und gerĂ€t ein wenig in Panik. Sie ist spĂ€t dran.
Schnell schlĂŒpft sie in eine enge Hose, ein passendes Oberteil und in ihr LieblingsstĂŒck, eine leicht abgewetzte schwarze Lederjacke.

Eine unerklĂ€rliche Stimmung hĂ€lt Sybill gefangen. Die einbrechende Dunkelheit umarmt die Stadt, breitet unsichtbare BĂ€nder aus; ĂŒber dunkle GebĂ€ude, Strassen, PlĂ€tze und BĂ€ume und die wenigen Mensche auf ihren Wegen, wohin auch immer und versenkt sie in eine wohltuende AnonymitĂ€t.
Sie ist beeindruckt und taucht, am Ziel angekommen, emotional aufgewĂŒhlt, in eine erregende AtmosphĂ€re ein.
Maren entdeckte sie gleich an der TĂŒr, rudert mit ausgebreiteten Armen auf sie zu und begrĂŒĂŸt sie stĂŒrmisch. Sekunden spĂ€ter zerrt sie sie von einem Stehtisch zum anderen vorbei an Kuschelecken in verborgenen Nischen, die zum Verweilen einladen. Dabei verkĂŒndet sie lauthals, „das ist meine Busenfreundin Sybill. Ich hĂ€tte ihr die Freundschaft gekĂŒndigt, wenn sie heute nicht aufgetaucht wĂ€re. So habe ich die lahme Tante aus der Versenkung gelockt. Sie kann sich doch sehen lassen, oder?“, setzt sie lachend einen drauf.
Ihre grĂŒnen Augen sprĂŒhen Blitze und der zerwĂŒhlte rote Haarschopf bewegt sich in alle Richtungen. Einem Feuerball gleich bahnt sie sich, mit zwei SektglĂ€sern in den HĂ€nden, Schneisen durch schwitzende Körper, die sich, eng aneinander geschmiegt, nach Lambada KlĂ€ngen aufreizend bewegen und betĂ€ubende GerĂŒche verstreuen.
Sybill nimmt einige neugierige, auch abschĂ€tzende, Blicke wahr, spĂŒrt feuchte KĂŒsse im Gesicht und anzĂŒgliche BerĂŒhrungen auf ihrem straffen Po. Ihre GefĂŒhlswelt bĂ€umt sich kurz auf, aber sie ist machtlos. Die aufgeheizte Stimmung vereinnahmt sie gnadenlos und zieht sie in einen Strudel von Wollust und Sehnsucht.
Ruckartig dreht sie sich um und nimmt Maren die GlĂ€ser ab. „Lass mich doch erst mal Luft holen“, zischt sie halblaut und steuert auf einen, etwas höher platzierten, Stehtisch zu.
„Entschuldige Liebes, ich bin etwas aufgedreht“, feixt ihre Freundin mit Dackelblick. „Ich lass dich jetzt in Ruhe, komme aber gleich zurĂŒck. Du musst eine Menge Leute kennen
lernen.“
Sybill atmet tief durch und lĂ€sst ihren Blick schweifen. Auffallende GemĂ€lde mit erotischen Liebesszenen schmĂŒcken die WĂ€nde und tragen eindeutig Marens Handschrift.
Anmutig schwingen sich die Farben Brasiliens durch den Raum, verlieren sich strahlenförmig in der kuppelartigen Decke und verleihen ihm, im Einklang mit diversen Skulpturen, ein besonderes Ambiente.




Einige PĂ€rchen amĂŒsieren sich im Dunstkreis sinnlicher Beleuchtung und brasilianischer Rhythmen.
'Was mach ich eigentlich hier?' grĂŒbelt sie und schaut Maren beim Tanz mit einem toll aussehenden Mann zu. Er ist jung, sehr jung, hat eine Wahnsinnsfigur, pechschwarze Haare und glĂŒhende Augen. Seine HĂ€nde streicheln ĂŒberall und sie ĂŒberlĂ€sst ihm ihren makellosen Körper. Voller Hingabe versinken die Beiden in einen langen Zungenkuss, vergessen ihr Umfeld und verschmelzen miteinander.

Lautloses Wispern dringt in ihre Psyche und sie lauscht in sich rein. `Was du hier willst? Alles schon vergessen? `brubbelt ihr Herz. `Ha, glaubst du es hier zu finden, das Puzzelteilchen, das noch fehlt? ` spottet der Verstand. `Los, lass uns abhauen! ` `Und wer denkt an mich? ` meldet sich ihre Seele. Der Verstand hat verloren.
Hypnotisiert starrt Sybill auf die TanzflĂ€che. Ihre HĂ€nde schwitzen, in den Lenden zieht es und wie unter Zwang arbeiten ihre Beckenmuskeln, schnell, immer schneller. WĂ€rme breitet sich aus. Sie presst ihre Pobacken fest zusammen und eine Woge sĂŒĂŸer Impulse hĂŒpft
durch ihre Eingeweide.
Deutlich spĂŒrt sie einen Blick im Nacken. Ihr wird ganz flau in der Magengegend. ErnĂŒchtert schnappt sie ein Sektglas, schaut aus dem Augenwinkel kurz zu dem Mann an der Wand und verschwindet auf die Terrasse. Sie steckt sich eine Zigarette an und ein leicht verschĂ€mtes Grinsen huscht ĂŒber ihr Gesicht.

„Die kleinen Lebensweisheiten treffen doch nicht ganz zu, oder Sybill?“
Eine dunkle, unglaublich sexy Stimme holt sie vom GefĂŒhlskarussell runter. Hat Maren etwa geplaudert, schießt es ihr durch den Kopf, wehe wenn! Nur sie kennt ihre geheimsten Gedanken. Da wird ihr klar, dass der heimliche Beobachter neben ihr steht.
„Was ist los, Sybill? Ich darf sie doch so nennen, Maren stellte sie vor, keine Antwort?
Jetzt wird sie Ă€rgerlich fast wĂŒtend auf sich selbst, aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Seine Stimme, sein betörender Geruch treffen ihr GemĂŒt bis ins Tabu.
„Mit der Selbstbefriedigung hat es doch geklappt“, bohrt er weiter. „Die GefĂŒhle sind da, die Sehnsucht, die Lust auf BerĂŒhrung, warum nicht einen Schritt weiter gehen, vielleicht nur einen Kuss, die Lippen als erogene Zone wieder ergrĂŒnden?“
Er rĂŒckt nĂ€her und der Körperkontakt verwirrt sie aufs Ă€ußerste. Ihre Knie werden weich. Wie im Trance schwankt sie leicht, unfĂ€hig einen Ton hervorzubringen.
An die Terrassenumrandung gelehnt betrachtet er aufmerksam ihr Gesicht und zieht sie sanft zu sich ran. Ihre Muskeln spannen sich extrem an, aber sie hÀlt seinem Blick stand.
Warme Lippen legen sich auf ihren Mund. Überrumpelt schließt Sybill die Augen und ihre Innenwelt erblĂŒht, alles wird weich, weich und willig. Schmetterlinge tanzen in ihrem Bauch und tragen sie davon.
Eine gefĂŒhlte Ewigkeit steht sie bewegungslos vor dem fremden und doch so vertrauten Mann. Er schiebt eine Hand vorsichtig unter ihre Jacke und sie lehnt sich leicht an.
Seine Lippen fangen an sich zu bewegen, knabbern und saugen zart ĂŒber ihre Mundkonturen. Sie erwidert den Kuss und der Druck wird fester, fordernder. Ihre Zungenspitzen stoßen aneinander, kreisen und tanzen miteinander und gehen auf Erkundungstour.
Betörende GefĂŒhle ĂŒberschwemmen ihre Seele, liebkosen jeden kleinsten Nerv. GefĂŒhle, die sie seit Jahren nicht mehr empfunden hat. Sie drĂŒckt sich fest in seine Arme und spĂŒrt die wachsende MĂ€nnlichkeit sehr deutlich an ihrem Oberschenkel.

Ein leichter Wind trĂ€gt eine rufende Stimme heran und reißt sie jĂ€h auseinander.
Mein Gott, im richtigen Moment, purzeln Sybills Gedanken und lautlos zieht sie sich zurĂŒck. Durch eine SeitentĂŒr will sie verschwinden. Die ist verschlossen und sie drĂ€ngt sich in den dunklen TĂŒrrahmen.
„Robert! Wo steckst du denn? hallt es erneut ĂŒber die Terrasse. „Hier, Clair, ich bin hier“, antwortet der Fremde etwas gequĂ€lt. Jetzt kennt sie wenigstens seinen Namen, stellt Sybill fest und kann ein Schmunzeln nicht unterdrĂŒcken.
Völlig aufgelöst schwebt eine vollbusige Blondine auf den Gesuchten zu und hĂ€ngt sich ihm an den Hals. „Ich habe dich ĂŒberall gesucht, ewig“ sĂ€uselt sie ein wenig vorwurfsvoll und kĂŒsst ihn leidenschaftlich ab. Ihre HĂ€nde greifen nach seinem Gesicht, ĂŒber den muskulösen Körper und verweilen auf der Wölbung in seiner Hose.
„Oh“, stöhnt sie wollĂŒstig und streicht immer wieder darĂŒber. „Lass uns reingehen, ich habe ein lauschiges Eckchen fĂŒr uns entdeckt.“
Robert macht keine Anstalten zum Platzwechsel. „Dann eben hier“, fordert sie erregt und zieht ihm auf die Hollywoodschaukel. Er schiebt Clair etwas von sich und richtet sich halb auf. Ihre Blicke begegnen sich fĂŒr Sekunden und lassen Sybill erstarren, doch im tiefsten Inneren toben wahre EmpfindungsstĂŒrme. Ihr einziger Wunsch – weglaufen, sie kann nicht. Den Ausdruck in seinem Gesicht, eine Mischung aus Erstaunen, Unmut, Mitleid und Verlangen, wird sie lange nicht vergessen.
„Komm, nimm mich endlich, ich will dich spĂŒren“, flĂŒstert die Blonde mit heißerer Stimme.
Ruckartig springt er auf, zieht sie mit hoch und dreht sie um. Hastig zerrt er ihren engen Rock nach oben, die ReizwĂ€sche runter und öffnet seine Hose. Mit einem unterdrĂŒckten Stöhnen dringt er in sie ein.
Kleine verzĂŒckte Töne vibrieren in der lauen Luft, fliehen durch Sybill hindurch und tragen sie, abgehoben von allem Irdischen, in eine SphĂ€re versunkener GelĂŒste und Phantasien. Voller Hingabe streichelt sie ihren Körper, wippt mit dem Becken im Takt der empfangenen Strahlen und spielt mit den GesĂ€ĂŸmuskeln, bis unzĂ€hlige erotische Schwingungen ihr Innenleben beherrschen.
Ihr Atem wird schneller, Schweiß bahnt sich den Weg zwischen ihren BrĂŒsten und folgt der Hand, die ĂŒber den wild pulsierenden VenushĂŒgel gleitet, um sich dann fest in die feuchte, heiße Vulva zu pressen. In stiller VerzĂŒckung verharrt Sybill, im Schutz der verschwiegenen Nacht, bis das Beben nachlĂ€sst, das Zittern aufhört.
An der Hollywoodschaukel ist es still geworden und zwei Schatten huschen an ihr vorbei.

Im Atelier ist die Party noch voll zu Gange. Sie kann Maren nirgends entdecken; also weg hier. An der TĂŒr stĂ¶ĂŸt sie mit Robert zusammen.
„Wo soll es hingehen? Ich kann sie fahren, bietet er ihr an. „Nicht nötig, ich nehme ein Taxi“, wehrt sie kĂŒhl ab.
„Sybill, bitte, mein Fahrer steht draußen, wiederholt er sein Angebot und schaut ernst, fast traurig in ihre Augen. Sie zögert einen Moment und lauscht, etwas wehmĂŒtig, dem Klang seiner Stimme. Dann nickt sie kurz und folgt ihm zum Wagen.
WĂ€hrend der Fahrt sprechen sie kein Wort. Im RĂŒckspiegel fĂ€ngt sie einen erstaunten Blick ein und muss innerlich schmunzeln. Wahrscheinlich wundert sich der Chauffeur ĂŒber seinen Fahrgast. Vor ihrem Haus bedankt sie sich und steigt schnell aus. Robert verlĂ€sst auch den Wagen und schaut ihr hinterher. Sie spĂŒrt es und ihr wird angenehm warm ums Herz.
Schwungvoll dreht sie sich um und lĂ€uft zurĂŒck, streicht lĂ€chelnd ĂŒber sein Gesicht und legt fĂŒr Sekunden ihre Lippen auf seinem Mund.
„Es war nur ein Kuss und es war wunderschön, Danke“

Zwei Jahre spÀter, italienische Nacht war angesagt, steht Sybill wieder auf Marens Terrasse.
Ein Fremder stellt sich neben sie.
„Und Sybill, haben wir fleißig geĂŒbt?“, dringt eine warme, tiefe Stimme in ihr Ohr und treibt ihr die Hitze in den Leib.
„Eher nicht“, antwortet sie und schaut ihm freudig erregt ins Gesicht.
„Da wollen wir mal weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt der bekannte Fremde und nimmt sie fest in die Arme.





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Die TrÀume sind frei

Version vom 13. 05. 2016 20:56

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LUPESIWA
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Der Kuss

Guten morgen Susi M.Paul, freue mich, dass mein erster Versuch etwas gefallen hat. An den Schmetterlingen kam ich leider nicht vorbei.

Erholsame Pfingsten wĂŒnscht LUPESIWA
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Susi M. Paul
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Metino
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Will auch nen Kuss

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