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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Der Lindenbaum
Eingestellt am 08. 12. 2001 17:03


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hera
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Egal ob ich litt wie ein Hund oder vor Freude fast zersprang, immer zog es mich zu meinem alten Lindenbaum.
Er war meine Zuflucht in guten, als auch in schlechten Zeiten.
Wie oft saß ich in seinem Schatten, vertraute ihm meine Gedanken an, und ritzte Worte voller Sehnsucht in seinen Stamm.
Heute lebe ich weit weg von diesem friedlichen Ort. Und doch muss ich oft an meinen Baum denken. Wie ein Freund, dem man alles sagen kann, fehlt er mir. Ohne einen solchen Vertrauten ist das Leben nicht leicht.
Aber ich halte mich an meinen Erinnerungen fest, stelle mir das Rauschen der Zweige vor, bis ich sogar das Plätschern des Brunnens in der Nähe hören kann.
Dann fallen meine Sorgen einen Moment von mir ab und ich finde die langersehnte Ruhe.

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Ephraim
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Baumfrevel!

Es ist ja immerhin ehrenvoll, auch in der Ferne noch an den Ort der eigenen Schande zu denken, ich hoffe, mit etwas Reue, denn dem Baum hat es mit Sicherheit nicht gut getan als Schreibmaterial gedient haben zu müssen. so kann die Bezeichnung "friedlicher Ort" nur satirisch gesehen werden, denn, des einen Ul ist des andern Nachtigall.
Im übrigen ist das ganze ziemlich kitschig. Dann konnt zu allem Überfluß auch noch ein rauschender Brunnen dazu. Wie rauscht eigentlich ein Brunnen und womit? Vielleicht aber war das Geräusch nicht das Rauschen des Brunnen, sondern das Krachen der einen Moment herabfallenden Sorgen, denn nach dem Moment mußten die ja blitzesschnelle wieder zurück. Und das geht nun mal nicht lautlos, wenn überhaupt.
Herzliche Grüße
Ephraim
__________________
Ephraim Rosenstein
Rosenstein@gmx.net

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Zeder
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Das Rauschen

Sehr geehrter Ephraim,

" denn dem Baum hat es mit Sicherheit nicht gut getan als Schreibmaterial gedient haben zu müssen."

Tja, vielleicht hättest Du Dich vor Deiner Einlassung mit den Inhalten der "Schreibaufgabe" beschäftigen sollen. Ob es dem Baum gut getan hat, dass er " am Brunnen vor dem Tore" stand und dass "in seine Rinde so manches süße Wort geschnitten wurde", vermag nur derjenige zu beurteilen, der es - bei welcher Gelegenheit auch immer - sang. Gedichtet hat den ursprünglichen Text auf jeden Fall W.Müller, die Komposition stammt von Fr. Schubert.

"Dann konnt zu allem Überfluß auch noch ein rauschender Brunnen dazu."

Dieser rauschende Brunnen macht nur in Deiner Antwort "Krach"; in Heras Text rauschen die Zweige (wie auch im Originaltext).

Mit netten Grüßen
Zeder

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Ephraim
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Gedichtete Gedichte dichtend nachdichten

wenn das eine Aufgabe gewesen sein soll, hast Du sie aber gründlich mißverstanden. Man kann schließlich nicht 2001 mit den Intentionen von vor 200 Jahren Gedichte schreiben. Die Aufgabe war, einen Prosatext zu verdichten (was hier fast wörtlich genommen werden kann). Und dabei sollte doch etwas neues bei herauskommen, was an Deiner Arbeit aber nicht zu bemerken ist. Damals rauschten die Brunnen tatsächlich, es waren nämlich Quellen gemeint. Heute hat sich der Begriff aber gerwandelt und ein Dichter, der auch eine Dichterin sein kann, sollte schon den Mut haben, Eigenes sagen zu wollen. Damit wäre der Aufgabe nicht im mindesten widersprochen worden, im Gegenteil.
Übrigens: nomen est omen, Zeder finde ich nett. Da sollte man auch mit Bäumen fühlen können, und wenn man schon drüber schreibt, sollte man es auch können müssen.
Herzliche "Kampfes"-grüße
Ephraim

Zum Trost: Ich schreibe auch mal was zum zerpflücken.
__________________
Ephraim Rosenstein
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Zeder
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Berauschende Zeder

Sehr geehrter Ephraim,
nun bin ich etwas verwirrt! Zeder ist mein "Pseudonym" (oder auch nick), allerdings verbirgt sich hinter mir nicht hera, die dieses Werk verfasst hat. (siehe auch: profile).
Durchaus habe ich auch an der diesmonatigen Schreibaufgabe teilgenommen; ich befasste mich allerdings nicht mit einem rauschenden, sondern eher mit einem ratternden Thema...

"Die Aufgabe war, einen Prosatext zu verdichten"
Ja, oder aber auch umgekehrt, ein Gedicht in Prosa zu verwandeln. Genau das hat hera getan!

Viele nette (völlig unkämpferische) Grüße
Zeder

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hera
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Na, hier ist ja was los!!!!

Hallo Ephraim!

Der Brunnen rauscht nicht, er plätschert. Kitsch hin oder her. Es soll sogar Leute geben, die mögen Kitsch.
Und ich mag auch nicht, wenn jemand was in Bäume ritzt, aber da musst du dich bei W. Müller beschweren, bzw. bei seinen Nachfahren.

Und die Aufgabe war ziemlich frei. Text in Lyrik oder Gedicht in Prosatext oder vielleicht...
Ich habe vielleicht genommen.

Hallo Zeder!

Genau! Und da ich mit Gedichten nicht so kann, hab ich aus einem Lied einen Text gemacht. Danke für dein Interesse.

Tschüssie, hera

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