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Leselupe.de > Fantasy und Märchen
Der Märchenfinder
Eingestellt am 28. 01. 2019 15:50


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Sewe Henderson
Hobbydichter
Registriert: Jul 2014

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Es ist schon so lange her, dass keiner mehr auf Erden ist, der es bezeugen könnte, da war einmal ein junger Bursche auf Wanderschaft. Als er eines Abends keine Herberge finden konnte und sich gerade unter einer alten Eiche zur Ruhe begeben wollte, sah er ein altes Mütterchen näher kommen, welches schwer unter seiner Last von gesammeltem Holz zu tragen hatte. Der Bursche sagte: „Mütterchen, wenn ihr mir eine Nachtsuppe und ein Lager gebt, so will ich das Holz für Euch tragen."
Sie sagte zu und er trug ihr das Holz heim. Die Alte Frau hielt ihr Versprechen und der Bursche konnte sich satt und zufrieden zur Ruhe begeben. Am anderen Morgen sagte er: Du hast sicher niemanden, der dir das Holz hackt, gib mir ein Beil, so werde ich es tun bevor ich weiter ziehe. Als er das Holz fertig hatte und gehen wollte, gab ihm das Mütterchen eine Lupe und sagte: „Mehr habe ich nicht um dir zu danken, aber wenn du klug bist, so kannst du dein Glück damit machen. Adieu!“
Der Bursche dachte bei sich:- Was soll es. Ich weiß zwar nicht wie ich das Glück finden soll. So steckte das Glas in seinen Ranzen.
Am darauffolgendenden Abend war wieder keine Herberge zu finden und er wollte gerade sein Haupt auf einen Haufen aus Tannennadeln niederlegen, als er auf einmal eine Stimme vernahm. „Bitte zerstöre unsere Wohnung nicht, in den Tannennadeln wohnen wir Ameisen und es hat sehr viel Arbeit gemacht, sie zusammenzutragen."
Der Bursche konnte aber den Sprecher nirgends entdecken. Da dachte er an die Lupe und da sah er eine kleine Ameise mit einer Krone auf dem Kopf. „Ich werde euch kein Leid antun, Königin“, sagte er. Die Königin dankte ihm und sprach: "Schau dir die Steine gut an, die hier liegen, es sind Sonnenkristalle und jeder von ihnen birgt ein Märchen."
Der Bursche staunte nicht schlecht, als er die ersten Steine betrachtet hatte und jeder ihm ein Märchen erzählte. Schnell füllte er seine Taschen und dachte: Nun habe ich nie mehr Langeweile denn ich habe ja jeden Tag ein Märchen.
Eines Tages aber kam er in ein Land, in welchem es eine Königstochter gab, die abends nicht einschlafen konnte ohne dass ihr eine Geschichte erzählt wurde. Alle Geschichtenerzähler des Landes waren schon im Palast gewesen und nun gab es im ganzen Land keine neuen Geschichten mehr. Die Prinzessin wurde immer blasser und kränker und fand keinen Schlaf. Da ging der Bursche zum König und sagte: „Herr König, ich kann Euch vielleicht helfen, denn ich habe viele, viele Märchen!"
„Märchen, was ist das?", sprachen der König und seine Tochter zugleich.
So setzte sich der Bursche am Abend an das Bett der Prinzessin, nahm einen Stein aus der Tasche und seine Lupe, sah hindurch und begann: „Es war einmal... ."
Und so ging es jeden Abend und die Prinzessin wurde von Tag zu Tag lustiger und schöner. Der Haushofmeister aber stand jeden Abend hinter der Tür und beobachtete alles genau.
Als eines Tages die Steine zur Neige gegangen waren, ging der Bursche zum Hügel der Ameisenkönigin und wollte neue Sonnenkristalle suchen. So wie er auch suchte und suchte und einen Stein nach dem anderen betrachtete, er fand keine Sonnenkristalle mehr. Der Haushofmeister aber war dem Burschen nachgegangen und beobachtete ihn heimlich. Da er ja wusste, dass man Märchen aus Steinen lesen kann, so füllte er schnell seine Taschen und lief zurück ins Schloss und sprach zum König: „Der Bursche ist ein Betrüger und liest Märchen aus gewöhnlichen Steinen. Das kann ich auch!"
Er hatte ja keine Ahnung von den Sonnenkristallen! Der Bursche aber suchte weiter und fand keine Sonnenkristalle mehr.
Da wurde er sehr traurig, denn die Prinzessin gefiel ihm über alle Maßen. Doch plötzlich sah er die Ameisenkönigin auf einer Blume sitzen, welche sprach: „Verzweifle nicht, dort in der Berghöhle sind so viele Kristalle, die reichen für ein ganzes Leben und mehr."
Er ging in die Höhle und füllte seine Taschen.
Der König aber war ob der Reden des Haushofmeisters sehr erbost, ließ den Burschen einfangen und in den Kerker werfen.
Abends aber nahm der Haushofmeister die größte Lupe, die er finden konnte, setzte sich an das Bett der Prinzessin, nahm einen Stein aus der Tasche und begann: „Es war einmal... ." Doch ach, da war es auch schon vorbei. Er hatte ja keine Zauberlupe und keine Sonnenkristalle. Die Prinzessin wurde böse und rief ihren Vater. Dieser holte sofort wieder den Burschen aus dem Kerker und befahl ihm der Prinzessin ein Märchen zu erzählen. Der aber sagte: „Für Euch erzähle ich keine Märchen mehr, weiß ich denn, ob Ihr mich nicht wieder einsperren lasst, lieber ziehe ich weiter in die Welt und suche mein Glück." Die Prinzessin aber war darüber sehr traurig und bat ihren Vater: „Gebt mir den Burschen zum Mann, lieber Vater, denn ohne seine Märchen kann ich nicht mehr leben."
Und so geschah es denn!
Die Prinzessin bekam den Burschen zum Mann. Der böse Haushofmeister aber wurde in Unehren entlassen und auf eine entlegene Festung verbannt.


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flammarion
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Der Märchenfinder
Es ist schon so lange her, dass keiner mehr auf Erden ist, der es bezeugen könnte, da war einmal ein junger Bursche auf Wanderschaft. Eines Abends konnte er keine Herberge finden und wollte sich gerade unter einer alten Eiche zur Ruhe begeben(Komma) als er ein altes Mütterchen náher kommen sah, welches schwer unter seiner Last von gesammeltem Holz zu tragen hatte. Der Bursche sprach sie an und sagte: "(Anführungszeichen unten)Mütterchen, wenn ihr mir eine Nachtsuppe und ein Lager gebt, so will ich das Holz für euch tragen." (Absatz) Die Alte sagte zu und er trug ihr das Holz heim. Die (Alte überflüssig und wenn unbedingt behalten wollen, dann klein schreiben) Frau hielt ihr Versprechen und der Bursche konnte sich satt und zufrieden zur Ruhe begeben. (Absatz) Am anderen Morgen sagte er: (Anführungszeichen unten)Du hast sicher niemanden, der dir das Holz hackt, gib mir ein Beil, so werde ich es tun(Komma) bevor ich weiter ziehe(Anführungszeichen oben). Als er das Holz fertig hatte und gehen wollte, gab ihm das Mütterchen eine Lupe und sagte: "(Anführungszeichen unten)Mehr habe ich nicht(Komma) um dir zu danken, aber wenn du klug bist, so kannst du dein Glück damit machen. Adieu!(Anführungszeichen oben Absatz) Der Bursche dachte bei sich:- (Anführungszeichen unten und groß weiter)was soll es. Ich weiß zwar nicht(Komma) wie ich das Glück finden soll,(Anführungszeichen oben kein Komma und groß weiter) aber er steckte das Glas in seinen Ranzen. (Absatz)Am Abend war wieder keine Herberge zu finden und er wollte gerade sein Haupt auf einen Haufen aus Tannennadeln niederlegen, als er auf einmal eine Stimme vernahm. "(Anführungszeichen unten)Bitte zerstöre unsere Wohnung nicht, in den Tannennadeln wohnen wir Ameisen und es hat sehr viel Arbeit gemacht, sie zusammenzutragen(Anführungszeichen oben Absatz). Der(getrennt)Bursche konnte aber den Sprecher nirgends entdecken. Da dachte er an die Lupe und da sah er eine kleine Ameise mit einer Krone auf dem Kopf. (Anführungszeichen unten)Ich werde euch kein Leid antun, Königin(Anführungszeichen oben – woran erkannte er, dass die Ameise eine sie war?), sagte er. Die Königin dankte ihm und sprach: "(Anführungszeichen unten)Schau dir die Steine gut an, die hier liegen, es sind Sonnenkristalle und jeder von ihnen birgt ein Märchen(Anführungszeichen oben Absatz). Der Bursche staunte nicht schlecht, als er die ersten Steine betrachtet hatte und jeder ihm ein Märchen erzählte. Schnell füllte er seine Taschen und dachte: - nun(Nun) habe ich nie mehr langeweile(Langeweile Komma) denn ich habe ja jeden Tag ein Märchen.
Eines Tages aber kam er in ein Land(Komma) in welchem es eine Königstochter gab, die abends nicht einschlafen konnte ohne dass ihr eine Geschichte erzählt wurde. Alle Geschichtenerzähler des Landes waren schon im Palast gewesen und nun gab es im ganzen Land keine neuen Geschichten mehr. Die Prinzessin wurde immer blasser und kränker und fand keinen Schlaf. Da ging der Bursche zum König und sagte: "(Anführungszeichen unten)Herr König, ich kann ihnen(Ihnen – besser Euch) helfen(Komma) denn ich habe viele, viele Märchen.!" (Absatz Anführungszeichen unten)Märchen, was ist das(Fragezeichen Anführungszeichen oben Komma) sprachen der König und seine Tochter zugleich. (Absatz)Am Abend setzte sich der Bursche an das Bett der Prinzessin, nahm einen Stein aus der Tasche und die Lupe, sah hindurch und begann: "(Anführungszeichen unten)Es war einmal... ." (Absatz)Und so ging es jeden Abend und die Prinzessin wurde von Tag zu Tag lustiger und schöner. Der Haushofmeister aber stand jeden Abend hinter der Tür und beobachtete alles. (Absatz)Als die Steine zur Neige gegangen waren, ging der Bursche zum Hügel der Ameisenkönigin und wollte neue Sonnenkristalle suchen. Wie(getrennt)er auch suchte und suchte und einen Stein nach dem anderen betrachtete, er fand kein Sonnenkristall mehr. (Absatz)Der Haushofmeister aber war dem Burschen nachgegangen und beobachtete ihn heimlich. Da er ja wusste, dass man Märchen aus Steinen lesen kann, füllte er schnell seine Taschen und lief zurück ins Schloss und sprach zum König: "(Anführungszeichen unten)Der Bursche ist ein Betrüger und liest Märchen aus gewöhnlichen Steinen."(kein Anführungszeichen) Das kann ich auch!" (Absatz)Er hatte ja keine Ahnung von den Sonnenkristallen! (Absatz)Der Bursche aber suchte weiter und fand keine Sonnenkristalle. Da wurde er sehr traurig, denn die Prinzessin gefiel ihm über alle Maßen. Doch plötzlich sah er die Ameisenkönigin auf einer Blume sitzen, welche sprach: "(Anführungszeichen unten)Verzweifle nicht, dort in der Berghöhle sind so viele Steine, die reichen für ein ganzes Leben und mehr(Anführungszeichen oben). (Absatz)Er ging in die Höhle und füllte seine Taschen. (Absatz)Der König aber war ob der Reden des Haushofmeistdrs(Haushofmeisters) sehr erbost, lies(ließ) den Burschen einfangen und in den Kerker werfen. (Absatz)Abends aber nahm der Haushofmeister die größte Lupe, die er finden konnte, setzte sich an das Bett der Prinzessin, nahm einen Stein aus der Tasche und begann: "(Anführungszeichen unten)Es war einmal... ." (Absatz)Doch ach, da war es auch schon vorbei. Er hatte ja keine Zauberlupe und keine Sonnenkristalle. Die Prinzessin wurde böse und rief ihren Vater. Der holte sofort wieder den Burschen aus dem Kerker und befahl ihm(Komma) der Prinzessin ein Märchen zu erzählen. Dieser aber sagte: "(Anführungszeichen unten)Für euch(Euch) erzähle ich keine Märchen mehr, weis(weiß) ich denn, ob ihr(Ihr) mich nicht wieder einsperren lasst - ich ziehe weiter in die Welt und suche mein Glück(Anführungszeichen oben). Die Prinzessin aber war darüber sehr traurig und bettelte ihren Vater: "(Anführungszeichen unten)Gebt mir den Burschen zum Mann, lieber Vater, denn ohne seine Märchen kann ich nicht mehr leben." (Absatz)Und so geschah es!


lg
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