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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Mann aus der Zeitung
Eingestellt am 25. 11. 2001 08:26


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Lady Darkover
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2001

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Seine grauen Augen schauen abenteuerlustig und wenn er es nicht muss, lĂ€sst er das Ritual des morgenlichen Rasierens ausfallen, doch in letzter Zeit schaut er öfter in den Spiegel. Seine leicht, ergrauten SchlĂ€fen und dunklen Haare lagen frĂŒher in Locken auf den Schultern, doch fĂŒr die Reise legte er sich einen Kurzhaarschnitt zu, ohne sie kĂ€mmen zu mĂŒssen. Um seine schmalen Lippen legten sich Gott sei dank noch keine FĂ€ltchen. Auch hatte er kein markantes Nasenprofil. Die gerade Nase passte zum Gesamtbild. Seine kleinen Ohren waren unauffĂ€llig und das leicht spitze Kinn passt zu den flachen Wangenknochen. Duch die Augenbrauen ziehen sich auch schon bereits wenige SilberfĂ€den. Eine Augenbraue zieht er gerne nach oben, wenn er erstaunt ist. Die flache Stirn legt er oft in Falten, da er ein nachdenklicher Typ ist und nicht gerne redet. So lange hat er schon von der Reise getrĂ€umt. Endlich vereint mit der Natur zu sein, durch zuatmen und seine Grenzen testen. Er hat genug durchgemacht. Sein Vater litt seit einigen Jahren an Krebs und war vor einer Woche friedlich eingeschlafen und Mutter. Seine Mutter war vor Jahren mit einem Versicherungsvertreter durchgebrannt. Briefe die er von seiner Mutter bekam verliefen langsam im Sande, so dass er schon lange nichts mehr von ihr gehört hat. Da sein Familienleben nun begraben ist, ist es am besten neu zu starten, vielleicht bekommt er einen klaren Kopf auf der Reise.
__________________
Ich bitte um eure Meinung zum Text.

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loona
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2000

Werke: 0
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Hi Lady Darkover.

Ich hab wenig Zeitung gelesen in letzter Zeit ;-)

Einige fĂŒrchterlich technische Anmerkungen, weil im PrĂ€sens zu schreiben so schwer ist (ich hab mal eine Geschichte im Futur geschrieben und als ich sie am nĂ€chsten Tag las war ich entsetzt, aber das nur zwinkernd am Rande)

Um seine schmalen Lippen legten sich Gott sei dank noch keine FÀltchen. Auch hatte er kein markantes Nasenprofil. Die gerade Nase passte zum Gesamtbild. Seine kleinen Ohren waren unauffÀllig und das leicht spitze Kinn passt zu den flachen Wangenknochen.
>...legen...hat...passt...sind (oder hat sich seine Physionomie gerade verÀndert?)

Sein Vater litt seit einigen Jahren an Krebs und war vor einer Woche friedlich eingeschlafen
>...hatte seit einigen Jahren an Krebs gelitten... (denn nun leidet er nicht mehr dran - klingt makaber, es geht aber nur um die gewÀhlte Zeit)

und Mutter. Seine Mutter war vor Jahren mit einem Versicherungsvertreter durchgebrannt.
>Der Punkt nach dem ersten "Mutter" - eher ein Fragezeichen? oder ein seufzendes Auslaufenlassen des Gedankens? (dann drei Punkte) Vielleicht reicht auch einfach ein Komma fĂŒr eine kurze Pause.

Briefe die er von seiner Mutter bekam verliefen langsam im Sande
>Briefe verlaufen sich nicht im Sande. Wohl aber ein ein Briefwechsel?

Da sein Familienleben nun begraben ist, ist es am besten neu zu starten, vielleicht bekommt er einen klaren Kopf auf der Reise.
>...war, war...bekÀme(?)... (wird er bekommen?)


Durch die vielen technischen Dinge, die mir beim Lesen so auffielen, ist mir die AthmosphĂ€re der Momentaufnahme leider zersprungen. So ganz schlĂŒssig bin ich mir nicht: Aufbruchsstimmung? WehmĂŒtiger RĂŒckblick? Einsamkeit? Freiheit? Die Signale, die Du durch die Gedankenwelt des Mannes vor dem Spiegel sendest, sind uneindeutig, in sich vielleicht sogar widersprĂŒchlich (natĂŒrlich ist das Leben sehr widersprĂŒchlich!), aber eben (IMO) zu verwaschen, zu wenig bewußt gesetzt und betont.

Es grĂŒĂŸt

loona

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Frank Zimmermann
Junior Mitglied
Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 1999

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Aufbruch

Nun, da schon so gute Vorarbeit geleistet wurde, bezĂŒglich einer technischen Analyse, bleibt mir zu sagen, daß mir eine Geste in diesem Text sehr vertraut ist: das Abschneiden der Haare vor einer Reise. FĂŒr mich ein eindeutiges Zeichen fĂŒr die Aufbruchstimmung des Beschriebenen. Aber auch die hochgezogene Augenbraue machte mir die Mimik des Mannes sehr gut nachvollziehbar, sehr plastisch.
Aufgrund der Beschreibung drĂ€ngte sich mir ziemlich schnell und ziemlich endgĂŒltig ein Klischee auf: der Mann hat seine Wurzeln auf dem Balkan oder in Griechenland!?

Danke fĂŒr Deinen Beitrag!

PS: Einen Zusammenhang zwischen dem Text und der Überschrift hat sich mir ĂŒbrigens nicht erschlossen.
__________________
fz

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Lady Darkover
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2001

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Hallo loona, hallo Frank


Danke fĂŒr den Kommentar. Ich muss dich enttĂ€uschen, weder Balkan noch Griechenland. Einfach ein Gesicht aus der Zeitung, darum die Überschrift "Der Mann aus der Zeitung". Es war eine Übung. Ich schaue mir öfter mal Gesichter in Zeitschriften an, die mir etwas sagen und versuche ein Charakterportrait zu erstellen. Das ĂŒbt!
Das Buch das solche Aufgaben vorgibt ist "Kreativ schreiben - Handwerk und Techniken des ErzÀhlens. War ein alter Text und ein Versuch.

Liebe GrĂŒĂŸe Lady Darkover
__________________
Ich bitte um eure Meinung zum Text.

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