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Leselupe.de > Horror und Psycho
Der Mann mit der Mütze (Edgar 5 / 13) (gelöscht)
Eingestellt am 15. 05. 2011 21:59


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Dominik Klama
???
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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jan 2003

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Hi Dominik,

also vorneweg, ich geh mal davon aus, dass du in dem Text möglicherweise einen Sinn oder eine Daseinsberechtigung versteckt hast, allerdings ist sie mir beim sich ganz natürlich einstellenden Überfliegen nicht aufgefallen. Persönlich sah ich den Text zuerst als eine Herausforderung, dann als eine Belastung und schließlich als eine Befreiung, als ich mich entschied, den Schluss zu lesen, nichts darin zu finden und zu überlegen, ob der Text rezensierbar ist: Nein, es ist schlimmer, er ist Kunst und Spiegelbild der sich selbst reflektierenden Kommunikationsgesellschaft, darüber hinaus aber ist der Text für mich ohne Inhalt, und sollte er einen haben, hast du dem Leser nicht Steine, sondern den Himalaja in den Weg geräumt - wer auch immer sich darüber hinweg gekämpft hat, kann mit Fug und Recht behaupten, mit Körper und Seele in Einklang zu sein.

Ich will hier erst mal innehalten, schließlich mag es sein, dass der Text dir selbst beim Schreiben einen Heiden Spass bereitet hat. Das kommt vor. Das muss darum aber nicht heißen, dass er auch dem Leser Spass macht. Naja, jedenfalls ist er besser bei Experimentelles aufgehoben oder Tagebuch. Ich persönlich würde alle Dialoge, die man auch mit "sie unterhielten sich über dies und das" umschreiben könnte aus dem Text entfernen und sehen, was dann davon übrig bleibt.

Was dem Text fehlt, ist Handlung,

Grüsse, Marcus
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Grünbein

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Dominik Klama
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 40
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Zur Erklärung. (Obwohl man es erfahrungsgemäß als Autor besser lässt, seine Werke zu erklären.)

Eigentlich schreibe ich seit Jahren keine erzählenden Werke mehr. Vielmehr befleißige ich mich – mit viel Zeit dazwischen, wo ich gar nichts schreibe -, darin, „Werke“, die ich vor Jahren mal geschrieben hatte, in eine halbwegs lesbare Form zu bringen. „Der Mann mit der Mütze“ ist so was. Nicht, dass mir daran HEUTE groß was liegen würde, ich habe bloß den Job übernommen, was zu redigieren, was vor deutlich über zehn Jahren einer geschrieben hatte, der zufälligerweise denselben Namen trägt wie ich.

Es gab da zwei „Bücher“ von mir, die nie veröffentlicht wurden. Das eine dreht sich um „Ralf“, ist mir das wichtigere und mittlerweile habe ich es zu Ende redigiert und es kann in der Leselupe eingesehen werden. Das andere ist der „Edgar“. Seinerzeit, Ende der neunziger Jahre, sollte das ein Reigen unterhaltsamer schwuler Geschichten um diese Figur Edgar werden, die ich an einen bestimmten schwulen Buchverlag zu verkaufen hoffte. (Hätte auch fast geklappt, erstaunlicherweise.) Die „Edgar“-Geschichten werden für die LL von mir in der Reihessfolge aufgearbeitet, wie ich sie für gelungen bzw. unterhaltsam für das Publikum erachte. In der absteigenden Reihenfolge. Wir haben jetzt jene Texte erreicht, wo mir seinerzeit die Ideen ausgingen, ich aber glaubte, was ich schon hätte, sei für ein Buch noch zu wenig. (Die noch kommenden „Edgars“ dürfen also kaum besser werden, tut mir Leid.)

Ursprünglich stand meinerseits ein ziemlicher Furor hinter dieser speziellen Edgar-Geschichte. Mir war nämlich öfters dieses reale Vorbild für die Freddy-Figur begegnet. Und der verhielt sich tatsächlich so ähnlich. Er laberte einen, besonders ziemlich junge, ziemlich hübsche Männer, gnadenlos zu mit fürchterlich langweiligen Geschichten, die sich alle um seine Person drehten. In der Geschichte, wie ich sie jetzt vor dem Überarbeiten vorfand, passiert leider noch weniger, da es dort einzig darum geht, diese Auftrittsweise der mir seinerzeit bekannten Person zu imitieren und zu persiflieren. Ich übertrug das so nach und nach in den PC (ursprünglich wurde es auf Schreibmaschine getippt), tat aber gerade nicht diesen Blick aufs Ende. Okay, dachte ich irgendwann, wie geht das denn jetzt weiter, was kommt denn da? Zu meinem Entsetzen fand ich, dass weiter nichts mehr geschieht. Da der „reale Freddy“ mich mit seinem Gerede gefoltert hatte, begnügte ich mich damit, in der Geschichte ihn Edgar foltern zu lassen.

Oh, das geht aber nicht, dachte ich. Es ist zwar eine literarische Aufgabe, Langweiler darzustellen, aber der Leser kann nicht mit Geschichten umgehen, die ausschließlich langweilen. Auch wenn sie wahr sind. Was mache ich denn da? Da muss doch noch was rein!

Weil ich tatsächlich gedacht hatte, dass der Mann Edgar FOLTERT, beschloss ich, diese kleinen Absätze mit dem Folterkeller nachträglich in die alte Geschichte einzubauen. Jedoch war ich nicht bereit, aus der Geschichte die große Psychopathen-Story zu modeln, weil es nicht darum ging, ein neues Werk zu erfinden, sondern darum, ein altes aufzumotzen. Ausdrückliche Absicht der Urfassung war gewesen, einen alltäglichen schwulen Langweiler darzustellen, kein Monster. Das sollte so bleiben.

Da alle meine belletristischen Texte bisher aus zwei Werken stammen, „Ralf“ und „Edgar“, könnte ich sie wohl alle in die selbe LL-Schublade einstellen. „Experimentelle Texte“ wäre das gewiss nicht. Im normalen Leben wäre es „Kurzgeschichte“, bei der LL wäre „Erzählung“ wohl angemessener. Eines Tages fand ich aber raus, dass „Erotik“ das Genre ist, was einem viele Klicks beschert. Darum habe ich auch vieles dort hingetan. In diesem Fall wollte ich mal was Anderes probieren. Eigentlich hatte ich fast beschlossen, es nach „Erzählungen“ zu tun, was einem aber wirklich ziemlich wenige Klicks bringt, da fiel mir ein, da es diesen Folterkeller wie von einem Serienmörder ansatzweise ja hat, könnte ich ja mal so tun, als wäre ich einer von diesen Knaben, die der nächste Stephen King sein möchten - und es unter „Horror“ einstellen. Dort den Lesern würde es zwar nicht gefallen, aber an der Stelle würden zumindest mal ein paar andere Leute einen Text von mir lesen als sonst immer.

Das bleibt aber die große Ausnahme, ich gelobe es. Horror, ist ein Genre, was ich äußerst selten lese - und auch gar nie schreibe. Außer hier, ha ha.

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