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Leselupe.de > Gereimtes
Der Mann und die Raupe
Eingestellt am 12. 05. 2009 17:23


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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Der Mann und die Raupe

Der Weise sitzt in seinem Zimmer
umschÀumt von der Erkenntnis Glimmer.
Er legt behutsam auf die Waage
die altbekannte Menschenfrage
vom Sein, von Gott und von der Welt.
Doch wurde er nicht einbestellt
von hohen Wesen, Lichtgestalten,
die Wahres in den HĂ€nden halten.

Er sann und sehnte sich nach Licht,
doch eine Antwort zĂŒndet nicht.
Dann sprach er: "Herr, ich seh es ein,
ich kann wohl doch kein Weiser sein."
Da kam ein RĂ€uplein angeschlichen,
ist ĂŒber seinen Zeh gestrichen,
der Weise setzt es auf ein Blatt,
damit es eine Nahrung hat.

Die Raupe sprach: "Du guter Mann,
schau einfach nur dein Herz dir an,
wie hast du mit mir mitgelitten;
um eine Antwort noch zu bitten,
tut nicht mehr Not, die Liebestat
ist einer Antwort schon die Saat."
Die Worte schenkten Trost dem Mann,
in Dankbarkeit nahm er sie an.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 12. 05. 2009 17:23
Version vom 18. 05. 2009 10:45

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Liebe Vera-Lena,

ein feiner Einfall, dieses Gedicht. Ich hadere ein wenig mit den Wechseln zwischen neun- und achtsilbigen Zeilen. Da sich mir kein Sinn darin erschließt gerate ich auch immer beim Lesen ins Holpern. Das finde ich sehr schade.

Liebe GrĂŒĂŸe von Maren

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo, Ihr Lieben,

Euch Allen meinen Dank fĂŒr Eure freundlichen Antworten!

Liebe Maren,

bei lĂ€ngeren Texten ist es nicht ungewöhnlich, dass die Silbenzahl, wenn die Schluss-Silbe entweder betont oder unbetont ist, entsprechend wechelt. FĂŒr mein Empfinden ist das mit keinem Stolperer verbunden. Du kannst das in jeder Ballade genauso vorfinden bei sĂ€mtlichen deutschen Lyrikern, angefangen bei Goethe usw.

Liebe Marie-Luise,

Der Faust steht doch sehr oft in Deiner NĂ€he. Das ist mir schon mehrmals aufgefallen.

Liebe Heidrun,

Der Einstieg war hier in der Tat wichtig, damit man mit seinem Lesen sofort auf das richtige "Gleis" kommt.

Liebe suzah

es freut mich, dass Du mich hier wiedergefunden hast.

Euch Allen herzliche GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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MuusTri
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Ja, Vera-Lena,

interessantes Bild,

aber irgendwie auch sehr brav klischeehaft.

Ich habe am Ende irgendwie noch das gewisse Etwas, den Zucker im Tee, den Pfeffer am Chili, weißt schon, vermisst.

Der Weise mĂŒsste statt

"Zufrieden (dort) [zu sein]"

irgendetwas geheimnisvolles machen, mit dem keiner rechnet und ĂŒber dass sich tausende deiner Leser (^^) den Kopf zerbrechen.

Oder aber, du lÀsst es so, wie es ist, und dann ist es ja auch eine gute Geschichte.

Gruß,
Tristan
__________________
[Wer weiß, was uns erwartet?]

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Sta.tor
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Hallo Vera-Lena,

ich habe zwar so meine persönlichen Schwierigkeiten mit spirituellen Sachen, aber Deine kleine Raupe gefÀllt mir ganz gut. Hoffen wir mal auf einen prÀchtigen Schmetterling (das ist ja schon Wunder genug).
Einen kleinen VerÀnderungsvorschlag hÀtte ich trotzdem anzubringen:

quote:
Dann sprach er: "Herr, ich seh es ein,
ich kann nun mal wohl doch kein Weiser sein."

Da wÀre zwar der Zweifel, aber die Hoffnung bliebe.

Viele GrĂŒĂŸe

Sta.tor
__________________
schlimmer geht immer

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Tristan,

nach meinem VerstĂ€ndnis ist die Zufriedenheit eine ganz große Sache und zwar nicht erst, wenn man Weisheit erlangt hat, sondern fĂŒr jeden Menschen. Das klingt so schlicht hier in diesem Text, aber es ist etwas Außergewöhnliches.
Der Mann war so voller Sehnsucht, ist dann geradezu in ein schwarzes Loch, in eine tiefe Verzweiflung gefallen. Als er nun doch eine Antwort erhielt, war er nicht "aus dem HĂ€uschen", sondern da er ein Weiser war, war er einfach erfĂŒllt von Dankbarkeit und diese Dankbarkeit brachte ihm auch eine tiefe Zufriedenheit, einen inneren Frieden mit sich selbst und mit allem um ihn herum.

FĂŒr mein VerstĂ€ndnis ist das ausreichend "Knalleffekt" fĂŒr diesen Text.

Der Weise war nicht zufrieden, weil er "dort war", das hast Du etwas missverstÀndlich gelesen, sondern weil er die ersehnte Atwort auf einem Wege erhalten hatte, den er sich gar nicht vorstellen konnte.

Danke fĂŒr : "Interssantes Bild und gute Geschichte". Auch ich höre ein lobendes Wort immer gern und danke fĂŒr Deine BeschĂ€ftigung mit diesem Text.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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