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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Maturaball
Eingestellt am 13. 01. 2001 12:48


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tstauder
Hobbydichter
Registriert: Nov 2000

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Der Maturaball

Musik steigen aus den Boxen, ĂŒbertönt jedes Wort. Melodien die zum Tanzen auffordern. Die umgebaute Turnhalle wird zu einem magischen Ort. Junge Lieder fĂŒr junge Menschen. Trau dich, das MĂ€dchen einzuladen. Es unterhĂ€lt sich und wartet. Willst du es wagen? Geh doch einfach hin. Ein Fox ist zu Ende, laßt einen neuen beginnen! Die Beine spĂŒren den Rhythmus. Meine Ohren möchte dem Dröhnen entrinnen. Die Boxen sind auf Maximum gedreht. Nehme ihre Hand und höre. Der erste Tanz. Ihr erstes LĂ€cheln. Geflochten wird der Kranz. Mir schnĂŒrt sich der Hals zu, lĂ€stig ist die Krawatte. Wir drehen uns in immer schnellere Kreise. Die Halle verschwimmt. Bunt wird die Welt auf dieser Reise. Das Abitur und dann ab ins Leben, arbeiten, studieren gehen. Das Abenteuer soll endlich beginnen. So viel Neues gibt es zu sehen. Bald schon Ă€nderst sich alles. Alles dreht sich, der Hintergrund wird zum Farbenmeer. Ich bin durch deinen Anblick belohnt. Die Handtasche fliegt durch die Luft. Der Tanz ist von den grauen Gedanken verschont. VerĂ€nderung will ich, ich will leben. Eingeengt in dieser Kleinstadt. Wenig kann sie mir geben. Drum suche ich mein GlĂŒck woanders. Neue Welten will ich sehen, meinen Horizont erweitern. Auf die Suche machen. Etwas wagen. Es soll nur so richtig krachen. Rundherum drehen, ĂŒber den Boden dahinschweben. Du mußt lachen. Tanzen ist leben. Es steckt mich an. Ich will, ich will alles. Im Reichtum gedeihen. Einmaliges muß die Welt mir bieten. Mein Leben kann ich nur dem Großen weihen. Fliegen kann nicht schöner sein, als sich mit dir zu drehen. Wir halten uns fest. Kannst du den Himmel sehen? Farbfetzen schwirren um uns. Laß mich nicht los, sonst fall ich zu Boden. KrĂ€ftig sind meine HĂ€nde. Wolken unter den FĂŒĂŸen. Farbe auf den WĂ€nden. Vergessen ist das Grau von Gestern und auch die Morgensonne ist vergessen. Nur der Augenblick. Verstecktes GlĂŒck. Weiß ich davon? Werde ich es finden, wo ich es schon besitze? Wir halten uns fest. Nach rechts und nach links und ĂŒberallhin. Dieser Tanz ist unser Fest. Die Musiker machen Pause, gespielt sind die Lieder. Die Boxen schweigen. Beim nĂ€chsten mal wieder. War schön mit dir.


__________________
Thomas

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Zefira
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Wunderschön!
Fast ein Gedicht - rhythmisch, tanzend!
GlĂŒckwunsch!
Zefira

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