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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Maulwurf und die Lerche
Eingestellt am 28. 03. 2012 17:51


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Lyrischa
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Der Maulwurf und die Lerche/ Fabel

An einem der ersten schönen FrĂŒhlingstage grĂ€bt der Maulwurf unter dem nur noch leicht gefrorenen Rasen seine GĂ€nge, um an neue Nahrung - an neue Insektenlarven und frische RegenwĂŒrmer - zu kommen. Er steckt seine spitze Schnauze aus dem Bau, schnuppert BlĂŒtenduft.
Die Sonne steigt am blauen Himmel auf, lĂ€sst die FrĂŒhblĂŒher auf dem zarten Rasen in allen Farben leuchten: Krokusse blau, gelb, weiß, violett, orange; Veilchenbeete leuchten wie der Himmel.
Wenn Mensch und Haustier noch im letzten Schlummer liegen, beginnt die Vogelwelt schon ihr tausendstimmiges Konzert. Es ist die Lebensfreude, die Liebe, es sind die FrĂŒhlingsgefĂŒhle, die sie in den Himmel jubeln.

Die Lerche sucht sich ihr FrĂŒhstĂŒck: erste zarte Rasenspitzen und winzige Larven.
„Guten Morgen, Herr Maulwurf, lassen Sie auch etwas FrĂŒhlingsluft in Ihren Bau? Ist das nicht ein schöner Tag?“!
„Was soll daran schön sein? Ich muss fĂŒr Nahrung sorgen!“
„Na, bei diesem herrlichen Wetter macht es doch Freude.“
Und mit steigender Sonne steigt auch sie in den Himmel, singt unermĂŒdlich ihren schillernden, trillernden Gesang Trlitt, dri-dri-driö. Dann fliegt sie schwingende Schleifen, schwirrt minutenlang an einer Stelle und lĂ€sst dabei ihr melodisches Flöten hören: dĂŒdl-dĂŒdl-dĂŒdl – lĂŒlĂŒlĂŒlĂŒ. So singt sie ganze Strophen, ĂŒbernimmt auch mal Töne anderer Vögel. Dann schwebt sie langsam zur Erde. Es ist ein Jubeltanz!

Die Menschen, die aus ihren HĂ€usern treten, lauschen ergriffen, hingerissen diesem Jubilieren.
Der Maulwurf spĂŒrt die warme Sonne an der Nase kitzeln und hört das Tirilieren aus der Luft. Er verzieht sein Gesicht, schĂŒttelt sich und vor sich hin schimpfend kriecht er mĂŒrrisch wieder in sein Verließ: “Wozu soll das gut sein, zu fliegen und zu singen?“

© Marlies KĂŒhr/16.02.2012
__________________
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gerian
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Fabel

Hallo Marlies,

du machst Gebrauch vom Stilmittel der Fabel, welche ja wegen ihrer Einfachheit zu der volkstĂŒmlichen ErzĂ€hlkunst gehört. Im Mittelpunkt stehen Tiere, die menschliche Eigenschaften besitzen, gewissermaßen Stereotype, so der Löwe als mutig, der Igel als introvertiert, der Fuchs als listig und schlau gilt. Eine Fabel belehrt und unterhĂ€lt.
Du hast uns hier die GegensĂ€tze einer unbeschwerten Lebenskunst (Vögel)einerseits und die einer griesgrĂ€migen Gegenwelt andererseits vorgefĂŒhrt.
Schön gezeichnete Bilder mit einer innigen Moral.

LG
G.

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