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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Mensch - heute: Der Miesepeter
Eingestellt am 01. 07. 2001 14:03


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Intonia
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Der Mensch - heute: Der Miesepeter

Der Miesepeter

Ein Mensch, in seinem Leid verzagt,
hat dieses stets der Welt geklagt.
Die Folge liegt doch auf der Hand:
Wer ihn von weitem schon erkannt,
wich ihm schnell aus, machte ‚Äėnen Bogen;
war es zu spät, wurde gelogen:
'Ich bin in Eile, dann bis später,'
kein Mensch mag einen Miesepeter.

Er jammerte vor tauben Ohren:
Ach, wäre ich doch nie geboren!
Der Alkohol war auch verpönt
und was das Leben so verschönt.
Musik war ebenfalls ein Graus,
so sah sein Leben trostlos aus.
Bald war der Mensch mit sich allein
und hing sich auf, das arme Schwein.

Und die Moral von der Geschicht':
Wer singt, säuft, lacht, beklagt sich nicht.

__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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urte
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gut getroffen

Hallo, Intonia,
sch√∂nes Gedicht, fr√∂hlich gelacht: gute Beobachtungen, knapp verarbeitet und √ľberwiegend rhythmisch. "√ľberwiegend" - bis auf kleine Stolperstellen, die wenn sie raus w√§ren w√§re es noch viel viel sch√∂ner ...

Erster bescheidener Vorschlag:
"... wich ihm schnell aus und macht' nen Bogen.
War's schon zu spät, hat er gelogen:
In Eile bin ich, seh'n uns später.
Kein Mensch mag einen Miesepeter."

Auch noch gut m√∂glich "und macht die Biege" ... dann ein Reim mit "L√ľge"; ich bin aber im Moment nach einem ausgiebigen Posting etwas zu tr√§ge zum Weiterdichten...
Herzliche Gr√ľ√üe, urte

__________________
(C)Urte Skaliks-Wagner

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Intonia
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Hallo urte,

danke f√ľr Dein eingeschr√§nktes Lob und die Verbesserungsvorschl√§ge. Ich habe mir das Gedicht nochmal genau durchgelesen. Das Gedicht verfolgt kein Reimschema und ich habe nur darauf geachtet, dass immer zwei Zeilen, die sich reimen, das gleiche Versmass haben. Bei der Zeile "Ich bin in Eile, vielleicht mal sp√§ter" ist eine Silbe zuviel. Da es Dir aufgefallen ist, habe ich es ge√§ndert und "ich" vorne weg gelassen.
Bis bald
Intonia
__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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urte
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kein Reimschema

Hi, Intonia,
kannst Du nat√ľrlich machen, wie Du willst. Ich melde mich blo√ü miesepetrig doch nochmal: n√§mlich wenn einfach alles sonst dem Rhythmus unbetont-betont usw. folgt und nur diese vier Zeilen anders betont werden, hemmt das den Flu√ü f√ľr mich eben sehr (auch Musikerin). In der 5. Zeile hast Du eben pl√∂tzlich die zwei starken Betonungen nebeneinander, die au√üerdem durch eine Z√§sur (Pause beim Komma) getrennt sind. Bei mehrfachem Lesen kann man sich aber damit halb vers√∂hnen ...
Beste Gr√ľ√üe, Urte
__________________
(C)Urte Skaliks-Wagner

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Intonia
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Hallo urte,

h√∂rte es sich so an, dass ich sauer auf Deine Vorschl√§ge reagiert habe, weil Du miesepetrig geantwortet hast? Das war nicht meine Absicht. Aber versteh bitte, dass ich Deine Vorschl√§ge gar nicht √ľbernehmen kann, weil es ja dann nicht mehr mein Gedicht allein ist. Auf Fehler und Ungereimtheiten aufmerksam zu machen, ist sehr wichtig, nochmals meinen Dank daf√ľr, aber man sollte erst dem Urheber die M√∂glichkeit geben, selbst sein Werk zu √ľberarbeiten. Dass Du es gut gemeint hast, ist mir klar, und es gibt bestimmt andere Lupianer, die dankbar f√ľr konkrete Vorschl√§ge sind. Es w√§re wichtig zu erfahren, wie die Meinungen sich da verteilen. Ich werde auch zu den weiteren Fragen und Anregungen im Thread "Kummerkasten oder Literatur" unter "Allgemeine Diskussion" Stellung nehmen.
Nochmal zu meinem Gedicht. Ich habe die Zeile "Ich bin in Eile, vielleicht mal sp√§ter " √ľberhastet korrigiert und jetzt f√§ngt sie tats√§chlich zu stark betont an, also nochmal von vorn. Diesmal lasse ich mir etwas mehr Zeit.
Im ersten Abschnitt kann man die Zeilenanfänge so lesen, dass die ersten beiden Silben jeweils gleichstark betont sind, also nicht nur in der 5. Zeile, ich sehe deshalb kein Schema unbetont - betont. Ich werde es mir nochmal durch den Kopf gehen lassen und es auch laut auf verschiedene Weise lesen, vielleicht kommt ja noch ein Geistesblitz.
Was meinen andere Leser?
Gute Zusammenarbeit w√ľnscht sich mit den besten Gr√ľssen
Intonia
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"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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urte
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Lieber

Intonia,
Ich wollte Dir bestimmt nicht zu nahe treten - wenn dieser Eindruck entstanden sein sollte, wäre das schlimm. Bei mir: null Problemo. Ich habe nur nochmal erklären wollen, warum ich, aber offenbar voreilig, was anderes vorgeschlagen habe. Mit "nicht mehr mein Gedicht allein..." haben wir bisher hier nie Probleme gehabt. Anfangs (Okt.-Nov. 2000) haben wir uns schon oft um Rhythmus und Reime gestritten, es wurde auch viel verändert, und ich habe jetzt nur die Tradition fortgesetzt (vgl. auch Bruno Bansen, Ralph Ronneberger).

Es wurde mir dabei jetzt etwas klar: da√ü ich, ziemlich konservativ, immer wenn gereimt wird, in der ganzen Strophe auch einen beibehaltenen Rhythmus erwarte. Warum? Ich habe nochmal bei Wolfgang Kayser (Kleine deutsche Versschule) nachgesehen; er sagt, da√ü uns die "Volksliedzeile", die "vierhebige Zeile als Ordnungseinheit ... seit germanischer Zeit im Blute" liege: (S. 23; √ľbrigens ein wunderbares B√ľchlein, mit ganz vielen herzerw√§rmenden Zitaten aus allen Epochen und vielen Anregungen, letzthin von R. Gernhardt in seiner Frankfurter Poetik-Vorlesung wieder empfohlen). Und nun hattest Du Dein Gedicht genau in diesem Rhythmus begonnen ...
Ich hätte "miesepetrig" vorhin von vornherein in " " setzen sollen und hole das hier nach. Ich freue mich auch auf weiteren Austausch.
Herzliche Gr√ľ√üe, Urte


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(C)Urte Skaliks-Wagner

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Lothar
Hobbydichter
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Der Mensch -heute: Der Miesepeter

Liebe Intonia!
Den Miesepeter gab es immer schon, er ist kein Phänomen von heute. Du hast ihn aber sehr treffend beschrieben.
Ein Verehrer von Wein, Weib, Gesang und moderner Dichtung w√ľnscht dir nat√ľrlich lachend ein neuer Verehrer,
Lothar.

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