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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Mond scheint
Eingestellt am 24. 07. 2006 16:34


Autor
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Meral Vurgun
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Der Mond scheint



streichelnd die Flügel von Vögeln
wir gehen durch die Wolken
die Sterne riechen nach Nelken
wir sind uns einander so nah, wie die Sonne
was heisst? der Wein, der du nennst
die Liebe ist eine Dolde in deinen Augen

deine Augen sind der Mond
Fremder, ich sage der Mond
schau mal, er scheint über uns
einmal voll und einmal Halbmond
und wir malen Rosen in die Nacht

schau in die Hintergründe der Nächte
die Tyrannen gingen durch unseren Welt
die Könige sind umgefallen
manche trinken Blut
manche kotzen Blut
ich habe dich tausend Jahre gesucht
flüchtend von Land zu Land
ich atmete die Liebe in die Endlosigkeit
die Grenze der Fernen waren erschrocken
und die Hoffnung ist grün
und die Hoffnung ist blau
und die Hoffnung ist rot
die Hoffnung wartete auf den Frühling, wie die Erde
doch deine Haare sind gelb wie die Ähre

getreidengelb
ich bin aus einem Erdstück gekommen
dessen Blut warm ist
mein Heimatland umarmt das Meer von drei Seiten
die Töchter meines Heimatlandes weben
die Liebe zu erst in den Wandteppichen
sie ziselieren die Blumen an ihren Köpfen fein und zierlich
deswegen heissen die Geliebten
entweder Kerem oder Ferhat
die Kinder werden wie die Judasbaumäste wachsen
die Herzen von Müttern sind wie die Plateusonne
immer eine Seite brennt, eine Seite verletzt

ich bin aus einem Erdstück gekommen
dessen Blut warm ist
mein Herz ist wie eine Flamme
du, stehe zwischen meinem Vor- und Letztwort
ich werde dich wie mein eigenes Leben lieben
nimm diesen Fliederduft in dein Brustgefäss hinein...





__________________
Wir müssen lieben, bevor es zu spät ist.

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

liebe meral,

ich werde dein gedicht noch sehr oft lesen,
so schön ist es.

quote:
ich hatte dich tausend Jahre gesucht
flüchtend von Land zu Land
ich atmete die Liebe in die Endlosigkeit
die Grenze der Fernen wurden erschrocken
deine zeilen sind inspirierend.

liebe grüße

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Meral Vurgun
Routinierter Autor
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Liebe Denschie,

ich danke dir für deinen schönen Kommentar.

Wer weiss, villeicht dieses Gedicht ist ein Teil, eine Kurzfassung von meiner Lebensgeschichte.


Liebe Grüsse.


__________________
Wir müssen lieben, bevor es zu spät ist.

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Lonelysoul
???
Registriert: Mar 2006

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Hallo Merla,

Bildsprache in ihrer schönsten Form.
Gefällt mir wieder sehr gut dein Gedicht.

Herzliche Grüße

Lisa
__________________
Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit (Friedrich Schiller)

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Meral Vurgun
Routinierter Autor
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Hallo Lisa,

herzlichen Dank für dein Lob.

Es freut mich, dass es dir gefällt.

Liebe Grüsse.


__________________
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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

ja, meral, als "deine lebensgeschichte" finde ich
gerade den titel und das thema mond sehr gut gelungen.
der mond ist weiblich; er hat seine zyklen wie das
menschliche leben.
lg, denschie

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