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Leselupe.de > Gereimtes
Der Musenblitz
Eingestellt am 11. 03. 2010 13:10


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Walther
Routinierter Autor
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Der Musenblitz


Es traf auf einem weiten Feld
Ein Blitz, er kam aus blankem Nichts,
Er schlug, und tat dies ohne Geld,
Ins Dichterhirn, ganz wie bestellt,
Und war der Funke des Gedichts:

Dort schlug er ein, ganz ohne Grund,
Wo es in Versen still mÀandert.
Der Dichter, alt, nicht ganz gesund,
Im Schreiben sonst nicht so bewandert,
Gebar zu dieser spÀten Stund

Zum ersten Mal ein bisschen Kunst,
Das sich in schöne Sprache goss,
Weil, mitten aus dem Abenddunst,
Der Geist in seine Feder schoss.
Weshalb sich diese große Gunst

Ganz plötzlich aus dem Nichts ergab,
Das nimmt der Dichter mit ins Grab.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Spaetschreiber
???
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Moinmoin, mein Lieber.

Dies ist mal ne schöne Idee!!
Ich hab mal dran gebastelt und mich komplett auf eine bessere (haumichnicht),
inhaltliche Aussage beschrÀnkt.


Was meinste?


Es traf auf einem weiten Feld
Ein Blitz, er kam aus blankem Nichts,
Er schlug, und tat dies die Welt,
Des Dichterhirns, ganz wie bestellt,
Er war der Funke des Gedichts:

Dort schlug er ein, ganz ohne Grund,
Wo es in Versen still mÀandert.
Der Dichter, alt, nicht ganz gesund,
Im Schreiben sonst nicht so bewandert,
Gebar zu dieser spÀten Stund

Zum ersten Mal ein bisschen Kunst,
Das sich in schöne Sprache goss,
Weil, mitten aus dem Abenddunst,
Der Geist in seine Feder schoss.
Weshalb sich diese große Gunst

Ganz plötzlich aus dem Nichts ergab.
Den Funken selbst, der Flammen schlug,
den nahm der Dichter mit ins Grab.


LG
Tom
__________________
Nur ein mittelmĂ€ĂŸiger Literat ist immer in Höchstform. (W.S. Maugham)

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Heidrun D.
Guest
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Schööön, Walther!

Welch herrliche Idee! Und Strophe 2 setzt ein Highlight.
- Tom kann ich mich diesmal nicht ganz anschließen:

quote:
Ein Blitz, er kam aus blankem Nichts,
Er schlug, und tat dies die Welt,
oder hat er nur ein Wort vergessen? - Auch deine Formatierung mundet mir besser - ist halt Geschmackssache ...

Wie auch immer.

Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun

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Spaetschreiber
???
Registriert: Sep 2009

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Jaha! Er hat ein Wort vergessen! Mist!
Sorry. Aber ich denke, dass mit niemand, der ernsthaft denkt, sowas ĂŒbel nimmt. Gott ist mir das peinlich ...

Er schlug, und tat dies in die Welt


Das rote ist keine Mainelke! Das ist meine Hautfarbe im Gesicht!


*heul ...
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Walther
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Hi Tom,

Deine Version ist sehr innovativ, ich möchte aber gerne meine Version belassen. Warum? Ganz einfach: Bei mir ist das komplett bis ans Ende durchgeformt. So paßt es metrisch und vom Sinn. Die zwei Verse der letzten Strophe springen aus dem Raster und fĂŒhren die Sache zum Punkt.

Das ist nicht gegen Dich gemĂŒnzt, aber Deine Version will wenigstens mich nicht so recht ĂŒberzeugen. Bei Dir:

* reimt sich in der letzten Strophe der neu eingefĂŒhrte Vers 2 nicht

* nimmt der Dichter den Funken, der als Blitz in den Geist schlug, mit ins Grab

* schlÀgt der Blitz in die Welt => das tut er eh, er schlug doch schon in den Dichter

Neeneenee, das will mir nicht recht schmecken, sorry.

Danke fĂŒr Deinen Eintrag und Deine lobenden Worte fĂŒr den Rest.

LG W.

Lb. Rhea_Gift,

danke fĂŒr Deinen Hinweis und Deine positive WĂŒrdigung. Das mit dem doppelten "schlug" ist Absicht, wie Du zurecht vermutetest.

LG W.

Lb. Heidrun,

es freut mich, Dich erfreut zu haben. Mir hat der kleine Text einfach nur beim Schreiben Spaß gemacht.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Spaetschreiber
???
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Liebe Walther,

Zum Sinn wÀre folgendes zu sagen:

Wir haben es also mit einem Dichter zu tun. Einem alten Dichter. Dann doch sicher auch mit einem erfahrenen. Warum ist er denn nun, wenn er alt ist, mit der Dichterei nicht so sehr bewandert? Weil es KEIN Dichter ist, mein lieber Walther. Du hast es ja mit dicken Lettern an die grĂŒne Wand geballert. Es ist ein „Möchtegerndichter“, aber das hĂ€ttest du auch irgendwie sagen sollen. Oder liege ich komplett quer? Denn er gebar ja „zum ersten Mal“ ein bisschen Kunst und das dann auch noch im hohen Alter. Ein Dichter? Nein, jedenfalls nicht aus dem Blickwinkel desjenigen, der ihn und das Kreativgewitter beschreibt. Womit wir auch schon bei dem Blitz wĂ€ren, dem Blitz der da einschlĂ€gt und dann auch noch arm ist. Denn er hat ja kein Geld, so stehts hier. (Ich hasse das Wort „Geld“ in Gedichten) Oder wolltest du sagen, dass unser Dichtererhellungsblitz den Einschlag ohne Lohn vollfĂŒhrte? Wenn ja, schreibs hin! Und dann muss ich noch wissen, was es denn war, was unser Dichterlein, den man ja blitztechnisch hinstreckte, mit ins Grab genommen hat. Ich kanns nicht rauslesen.

Mein Kommentar bezog sich nur rein inhaltlich auf das Gedicht und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es inhaltlich zu verbessern wÀre. So, schnief. Allet jesacht? Keine Ahnung. Guck mal noch mal durch meine und durch deine Zeilen. Nursoumganzsicherzuseindennesistdeintext.

Liebe GrĂŒĂŸe
Tom

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Walther
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Lb. Tom,

nicht Àrgern. Ich habe Deinen Text durchgelesen und darauf verantwortlich und nicht in irgendeiner Form abwertend geantwortet. Ich habe es jedenfalls nicht beabsichtigt, das zu tun. Im Zweifel meine ich mich bei dieser Art von Gedichten sowieso immer selbst.

Mein Dichter nimmt nicht den Funken mit, weil dieser ja jeden treffen kann; vielmehr nimmt er den Grund mit, warum der Blitz ausgerechnet ihn traf. Das ist, wie sich sachlogisch ergibt, ein Unterschied. Es ist ihm ein Werk gelungen, das ĂŒber die Zeit hinausweist; vielleicht war es dieses, jedenfalls war es eines der letzten, und nicht einmal er, der Dichter, weiß wohl wirklich, warum gerade jetzt ihn dieser Geistesblitzgötterfunkemusenkuß traf. Er traf, und das war's vielleicht schon, weil es evtl. dafĂŒr gar keinen Grund gibt.

Das und nur das habe ich aussagen wollen.

Wenn Du Deine Version der Schlußstrophe und von S1Z3 liest, sind beide Aussagen, die Deine und die meine, nicht identisch. Deine Version sagt schlicht nicht das aus, was ich aussagen wollte. Damit muß sie nicht die "schlechtere" sein, sie ist nur eben eine andere, und nicht die meine. Das ist das, was ich sagen wollte; und das ich vielleicht nicht so hinbekam, daß Du es richtig verstehen konntest.

Vielen Dank nochmals fĂŒr Deine Anregungen, die ich im Moment, wie ich meine, aus guten GrĂŒnden, nicht umsetzen kann. Sie sind interessant und bedenkenswert, spiegeln aber meine Textintention nicht wider.

LG W.


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Walther
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