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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Musenkuss
Eingestellt am 18. 04. 2002 23:17


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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
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Der Musenkuss

Leser glauben oft, Gedichte
fielen, so wie reife Fr├╝chte,
ganz von selbst und m├╝helos
morgens in des Dichters Scho├č,
doch kann auf Musen nicht verzichten,
wer etwas reimen will und dichten.
Die Musen sind┬┤s, welche den Dichtern
die Schl├╝ssel zu der Kunst verleih┬┤n,
der Dichter, dem sie sich verweigern,
sitzt bald mit seiner Kunst allein.

Die Musen stammen ab von G├Âttern,
das Volk jedoch besteht aus Sp├Âttern,
die zweifeln, ob es G├Âtter gibt,
geschweige denn, dass es sie liebt.
Des einen Gl├╝ck ist fast uns├Ąglich,
denn seine Muse k├╝sst ihn t├Ąglich,
des andern Dichters Elend ist,
dass ihn die Muse selten k├╝sst.
Dem Musenfreund Andreas Richter,
(noch nie gek├╝sster Hobbydichter)
fiel k├╝rzlich beinah m├╝helos
das Gl├╝ck fast selber in den Scho├č:

Er lernt es kennen, irgendwo,
das Gl├╝ck spricht deutsch und sagt: Hallo!
Es stellt sich vor mit: "Desiree"
und folgte ihm in ein Cafe.
Danach begab man sich nach Hause
in seine kleine Dichterklause.
Dort stapeln sich, wie hohe Berge,
Herrn Richters ungedruckte Werke.
Jedoch, es hielt Andreas Richter,
sehr weltfremd, wie so mancher Dichter,
die wundersch├Âne Desiree
f├╝r ein Gebild aus Himmelsh├Âh┬┤.

Doch diese, wie sich alsbald zeigt,
w├Ąr eigentlich nicht abgeneigt...
Sie kn├Âpft nerv├Âs an Hemd und Blusen,
befreiend beinah ihren Busen,
doch sinnlos zeigt sich ihr Bem├╝hn:
Herr Richter schaute gar nicht hin!
Er, musisch ├Ąu├čerst inspiriert,
geht auf und ab und deklamiert
der Muse all seine Gedichte,
als seines Geistes reife Fr├╝chte.
Das Gl├╝ck, nach rechter Musen Weise,
schleicht sich von dannen, leise, leise...
Im Traum erscheint es hin und wieder
ihm nun mit Fl├╝gel und Gefieder.
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Haget
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MoinMoin Bernhard,
so geht man also oft am Leben vorbei - aber Dein Gedicht gef├Ąllt mir sehr!
Wie w├Ąre es, wenn du anstatt
"die Schl├╝ssel zu der Kunst verleih┬┤n"
etwas schreibst, dass mit ...eintrichtern" endet und sich dadurch reimt? Nur 'ne Idee.

LG

__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Blusen

Hallo, Bernhard M├Â├čner,
da ist Dir mal wieder ein ├Ąu├čert witziges Gedicht
eingefallen. Und so wahr!!!
Denn:
Es merkt, wer in den Geist verliebt,
nicht, da├č es auch noch K├Ârper gibt.
Er will mit Musen "geistig schmusen",
doch diese zerr'n an ihren Blusen...

Sch├Âne Gr├╝├če von

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niclas van schuir
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Bernhard,
sch├Ân gereimt und auch noch wahr, weshalb ich offen zugebe:
Ich hatte auch schon mal ÔÇÖne Muse,
ich glaub, sie hie├č so was wie Suse.
Als mir nicht wollt ein Reim gelingen,
sie schnell mir vorschlug: lasst uns springen
ins weiche Bett, das wonnig warm.
Dort nahm sie lieb mich in den Arm.
Am n├Ąchsten Morgen in der Fr├╝h,
ich hatte keineswegs mehr M├╝h,
die Verse nun zu End zu dichten.
Ohn' Muse reimen geht mitnichten!
Liebe Gr├╝├če Nic

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M├Â├čner, Bernhard
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2001

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Der Musenkuss

Vielen Dank an meine Schreiberkollegen Niclas, Klopfstock und Haget f├╝r euer ├╝berschwengliches Lob!
Leider muss ich mich eine Weile etwas aus der Rubrik Humor & Satire in der Leselupe zur├╝ckziehen, um mehr Zeit zu finden, f├╝r das, was ich wirklich noch schreiben sollte Eure Beitr├Ąge werde ich, soweit es geht, weiterverfolgen. Ich bedanke mich f├╝r euren
Ich bedanke mich herzlich f├╝r euren mehrfach gezollten Beifall, wie auch f├╝r ehrliche Kritik.
Irgendwann kehre ich wieder zur├╝ck. Bis dahin: Viel Freude am Schreiben und Lesen.
-Bernhard-
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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niclas van schuir
Guest
Registriert: Not Yet

Schade, Bernhard, dass du dich vorl├Ąufig zur├╝ckziehen musst. Bei der anstehenden Schreibarbeit w├╝nsche ich dir viel Erfolg. Deine Beitr├Ąge werde ich vermissen.
Herzliche Gr├╝├če, Nic.

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