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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Penner
Eingestellt am 30. 08. 2002 14:40


Autor
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brutha
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 70
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Der Penner

Das Hemd verdreckt, zerrissen die Hose,
in den H├Ąnden zitternd, eine alte Blechdose.
Er hat keine Zukunft, das wei├č er genau,
er wurde von allen verlassen, selbst von der eigenen Frau.
Er hatte viele Freunde und war sehr beliebt,
bis man ihm sagte, dass es f├╝r ihn keine Arbeit mehr gibt.
Am Arbeitsamt meinte man, er sei doch zu alt,
der Beamte der war ganz widerlich kalt.

Die Banken, die nahmen dann seine Habe, sein Haus,
doch vorher zog seine Frau mit den Kindern noch aus.
Er war am Ende, schaffte nicht mehr die einfachste H├╝rde,
da nahm ihn der Alkohol noch seine Menschenw├╝rde.
Nun sieht man ihn besoffen und bettelnd am Stra├čenrand stehen,
doch keiner kann seine Lage verstehen.
Die Leute sagen, Mann, muss das denn sein?
Geh doch einfach arbeiten du FAULES SCHWEIN.......

30.08.2002

Friedhelm Zens



__________________
Es ist keine Kunst ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man t├Ąglich Suppe zu l├Âffeln hat. H.B├Âll

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
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ja, so ist das. oder ├Ąhnlich. christliche n├Ąchstenliebe
wird erst dann praktiziert, wenn einem das wasser bis
zum hals steht.
penner st├Âren unser heile-welt-bild empfindlich.
deutschland ist sauber. mir wird ├╝bel bei diesem
thema. es gibt noch menschen, die nicht an den
schwachen unserer gesellschaft ihre aggressionen
abreagieren. daran glaube ich ganz fest.
gegen dummheit auf bildzeitungsniveau ist leider kein
kraut gewachsen. wir k├Ânnen nur hoffen, da├č die
spie├čer durch gesetz und verfassung in schach gehalten
werden. unsere verfassung ist ein echter gl├╝cksfall.
leider mu├čten davor ein paar millionen hops gehen.
eine wirklich schwere geburt.
die verfassung sch├╝tzt auch die penner. zumindest
auf dem papier.

ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Thomas Mrozik
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jan 2002

Werke: 51
Kommentare: 80
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penner

hi brutha,

unser staat und viele andere westlichen marktwirtschaftlichen staaten werden von einem leitmotiv gelenkt, der menschlichen gier. warum sonst k├Ânnen wir das elende system der ausbeutung das numal einfach beschissen ist (und ich meine das 90% hier um ihren traum beschissen werden) hinnehmen? ein paar annehmlichkeiten hier, noch nen bischen nach unten treten und dann ist es doch so das wir an dem ganzen gefallen finden, wen st├Âren da schon die penner, die fixer, kinder in armut (die sollen auch mal besser schaffen gehn- welch ein hohn steckt da hinter den stoiber parolen....) oder alte menschen die man in pflegeverwahranstalten ohne w├╝rde zum ableben abschiebt?

mich kotzt alles an und hauptsache ich kann meine probleme mit einem kleinen eingriff an meinem gesicht ├Ąndern, oder meine br├╝ste aufbl├Ąhen lassen und den tanz der dummen in eine nie endende party feiern....

dein gedicht hat mir sehr gut gefallen brutha, danke das ich dich mal wieder lesen durfte.

soldiarische internationale gr├╝sse

thomas
__________________
in meinen Tr├Ąumen bin ich was ich will!

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brutha
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 70
Kommentare: 46
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Hallo Ralph

Ich f├╝rchte es werden noch einige Millionen Hops gehen, bevor unser Staat auch diese Menschen sch├╝tzt. Gerade den Beh├Ârden sind diese „ Au├čenseiter“ ein Dorn im Auge.
Wenn ich sehe, dass in Hamburg so’ ne Type wie Schill das Sagen hat, k├Ânnte ich so Kotzen.

Hi Tom

Dein Satz „Kinder der Armut“ trifft es ganz genau. Wie ich schon sagte, wir sind eine exakte Kopie der USA und dort hat man vor Jahren schon angefangen die St├Ątte zu s├Ąubern. Wie es Gulliani in NY gemacht hat, so wird es mit Stoiber und Schill und solchen Typen auch bei uns kommen. F├╝r die Politik ist es einfach - gerade in kritischen Zeiten - den Frust und den Hass des Volkes auf die ├ärmsten der Armen zu lenken und die egoistische, nicht nachdenkende Bev├Âlkerung nimmt das dann gerne auf.

L.G.
Friedhelm

__________________
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Haget
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2001

Werke: 280
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MoinMoin Brutha,
an einem Einzelschicksal gut gereimt dargestellt, was leider AUCH in unserer fehlerhaften Gesellschaft geschieht.
Nur rein auf das Gedicht bezogen: Am Rhythmus solltest Du noch etwas feilen, einfach manch ├╝berfl├╝ssiges F├╝llwort raus.
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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