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Leselupe.de > Feste Formen
Der Plattenspieler (aus dem Buch Ferdinand) - Sonett
Eingestellt am 15. 02. 2012 08:41


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Bernd
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Der Plattenspieler


F├╝r jeden Plattenspieler gibt es mindestens eine Platte, die dieser nicht spielen kann.
Douglas Hofstadter


Ferdinand ging in ein Antiquariat,
raufte dort nach guten Platten im Gew├╝hl,
fing die beste, die sie hatten, aus Vinyl,
passend kaufte er den Hifi-Apparat,
    lie├č ihn sich gleich liefern f├╝r sein kleines Bad,
will dort Titel leiern, singen mit Gef├╝hl,
langsam w├╝rde bald das Badewasser k├╝hl,
doch er hat zur feinen Scheibe einen Draht;
    Ferdinand geht an den Plattenspieler ran,
legt den Diamanten auf die Rille auf,
wo der wie im Traume T├Âne f├╝hlen kann.
    Doch da spritzt ein Schwall von Schaum und Wasser drauf,
und der Tonkopf springt und springt und springt zum Anfang dann.
Ferdinand bedauert heute sehr den Kauf.

Rezitation:
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 15. 02. 2012 08:41
Version vom 15. 02. 2012 13:58
Version vom 15. 02. 2012 16:42
Version vom 20. 02. 2012 20:24
Version vom 21. 02. 2012 09:46

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Bernd
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Kein Problem, ich danke Dir f├╝r die Bemerkungen.
Du h├Ąttest es nicht verstecken brauchen, es ist echte Textarbeit und Analyse.

"Doch schon spritzt ein Schwall von Schaum und Wasser drauf."
Das klingt besser. Ich werde es ├╝bernehmen. - Verbessert auch die Alliteration ...

" und der Tonkopf springt und f├Ąngt von vorne an. "
Die beiden "und" symbolisieren lautmalerisch das Springen. Ich denke nach, es klarer zu gestalten.

Die letzte Zeile: Ich denke nach.
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Kaleidoskop
???
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Hallo Bernd,

deine "der Tonkopf springt" Zeile ist ein echter Knaller geworden!
Sie sprengt den Rahmen - metrisch wie visuell, zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich, verschmilzt in Bild und Ton mit dem Inhalt. Finde ich viel besser und witziger als meinen Vorschlag und ist zu meiner Lieblingszeile geworden!

Es hat sich gelohnt, hier das altbew├Ąhrte Korsett zu lockern.

Ich habe es mir noch einige Male durchgelesen und muss sagen, dass ich ein wenig aus der Puste dabei komme: Du verwendest fast nur Kommata. Deinen ersten Punkt setzt du erst in Z11.
Meiner Ansicht nach, l├Ąsst sich dieser Endlossatz durch anderer Zeichensetzung ein wenig auflockern.
Nach ÔÇ×VinylÔÇť, w├╝rde ein Punkt zum Luftholen einladen. Nach ÔÇ×Gef├╝hlÔÇť k├Ânntest du statt des Kommas ein Semikolon setzten. Nach ÔÇ×DrahtÔÇť w├╝rde ich einen Punkt als klangsch├Âner empfinden.

Was meinst du?

lg,
kalei

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Bernd
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Es w├Ąre m├Âglich, das kannst Du gerne machen.
Im vorliegenden Fall aber will ich eine gewisse Spannung aufbauen.

Sicher w├╝rde es sich so leichter lesen lassen:

Der Plattenspieler



F├╝r jeden Plattenspieler gibt es mindestens eine Platte, die dieser nicht spielen kann.
Douglas Hofstadter


Ferdinand ging in ein Antiquariat,
raufte dort nach guten Platten im Gew├╝hl,
fing die beste, die sie hatten, aus Vinyl,
passend kaufte er den Hifi-Apparat,

lie├č ihn sich gleich liefern f├╝r sein kleines Bad,
will dort Titel leiern, singen mit Gef├╝hl;
langsam w├╝rde bald das Badewasser k├╝hl,
doch er hat zur feinen Scheibe einen Draht.

Ferdinand geht an den Plattenspieler ran,
legt den Diamanten auf die Rille auf,
wo der wie im Traume T├Âne f├╝hlen kann.

Doch da spritzt ein Schwall von Schaum und Wasser drauf,
und der Tonkopf springt und springt und springt zum Anfang dann.
Ferdinand bedauert heute sehr den Kauf.

Durch die (alte) Nichtaufteilung werden die Zeilen gleichberechtigt, ohne Z├Ąsur "durchtobt".
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Bernd
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Ich bin heute w├Ąhrend des Einkaufens in Gedanken den Text noch mal durchgegangen. Ich werde das Semikolon einsetzen. Der Ausschlaggebende Punkt ist die deutlichere Z├Ąsur, beim Sprechen fiel mir auf, dass es Schwierigkeiten gibt, es so zu tun, wie ich wollte. Danke f├╝r den Tipp und die Geduld.
Ich habe etwas mit Einr├╝ckungen probiert.

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