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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Polizist als Sittenstrolch
Eingestellt am 10. 02. 2011 14:12


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Arno Abendschön
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Registriert: Aug 2010

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Seltsam, dass mich dieses Motiv immer wieder reizt: der Polizist als tragikomische Figur. Ordnung und Chaos, das ist eine komplizierte erotische Beziehung, die man schreibend ergründen und vertiefen kann. Die folgende Geschichte ist so wahr, wie sie kurz ist. Sie hat in den Zeitungen gestanden. So wahr mir Springer helfe.

Es begab sich also zu der Zeit des Bundeskanzlers Schröder und zwar irgendwo in der Norddeutschen Tiefebene, dass eine junge Polizistin in Zivil auf Streife ging. Dabei durchstreifte sie den dortigen Stadtwald, nicht ohne bestimmte Absicht. Der Polizei waren nämlich von Seiten des ordnungsliebenden Siebtels oder Achtels der Bevölkerung Klagen vorgebracht worden: Im Stadtwald treibe sich ein Unhold herum, ein Sittenstrolch, ein – horribile dictu – Exhibitionist.

Unsere tüchtige junge Polizistin kam ihm bald auf die Spur. In der Tat: Er streckte ihr da etwas entgegen – und sie ihm daraufhin auch etwas: ihren Dienstausweis. Der junge Mann brachte stotternd noch ungefähr Folgendes vor: Da scheine bei ihr ein Irrtum vorzuliegen, ein Missverständnis sozusagen, er habe nur ein gewisses natürliches, unabweisbares Bedürfnis verrichten wollen … Im Übrigen sei er selber Polizist. Ob sie ihn jetzt seiner Wege gehen lassen wolle? Wollte sie nicht. Es wurde ermittelt und Anklage erhoben. In der mündlichen Verhandlung wurden Sachverhaltsdarstellungen zu Protokoll gegeben, die nicht in Übereinstimmung zu bringen waren. Ich drücke mich mit Absicht gewunden aus.





Das Verfahren gegen den Polizisten wurde gegen Zahlung eines Geldbetrages eingestellt. Und das war schon alles. Sind Sie, unbekannter Leser, jetzt enttäuscht? Sie werden doch keine voyeuristischen Neigungen haben?

Also eine Zugabe. Ich, Arno Abendschön, habe selbst vor Jahren einmal einen Exhibitionisten bei seiner abscheulichen Betätigung gesehen. Ich saß im ICE nach Mannheim und der Zug rollte gerade mit geringer Geschwindigkeit über einen Bahndamm am Stadtrand von Frankfurt. Da unten lauerte er. Ich ihn sehen, die Situation rasch erfassen – und mein psychologisches Interesse war sofort geweckt. Ich sah ihm daher nur noch ins Gesicht, mehrere Sekunden lang, bis es meinem Gesichtsfeld entschwand. Seine Züge verrieten ein diabolisches Vergnügen: unser Erschrecken, seine Allmacht, unsere Ohnmacht! Nun, man hätte die Polizei anrufen können … Wo genau haben Sie ihn gesehen? Und dann suchen sie die Bahndämme mit Hundestaffeln ab? Ach, in Frankfurt hat die Polizei Besseres zu tun.

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