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Leselupe.de > Gereimtes
Der Puppenspieler
Eingestellt am 29. 01. 2008 13:10


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roschi
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jan 2008

Werke: 4
Kommentare: 2
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Der Puppenspieler

sein Leben lang Fäden gezogen
gespielt am Tag geĂĽbt des nachts
immer wahr niemals gelogen
vielen Menschen Freud´ gebracht

der Applaus war ihm gewiss
rührte er die Leut´ zu Tränen
doch der Beifall galt ihm nicht
bejubelt wurde Holz an Fäden

Einsamkeit war sein Zuhaus
sein Herz wurd´ allmählich hart
was machte denn sein Leben aus?
von toten Augen angestarrt

doch diese Augen waren sein
Tor zur Aussenwelt
versprĂĽhten Charme und Sonnenschein
weil´s den andren so gefällt

wissen wollte er sehr gerne
ob ihn die Menschen mögen
und er jemanden Herz erwärme
oder alles nur der Puppe wegen

so kappte er die Nabelschnur
und lieĂź sein 2. Ich zu Haus
dann trat er ganz alleine nur
zum Publikum hinaus

zuerst blickten sie verständnislos
dann zĂĽrnten sie ihm sehr erbost:
„Wir woll´n die Marionette seh´n!
Sonst werden wir nach Hause geh´n!“

die Erkenntnis traf ihn hart und schwer;
Liebe wird´s für ihn nicht geben
wenn da nicht seine Puppe wär
wär er ohne Leben

damals hat er nicht nur Holz geschnitzt
und Fäden angespannt
er gab seinen kostbarsten Besitz,
sein Leben aus der Hand

eine Liebste wird ihm nie zuteil
niemanden der sein Herz verwaltet
drum griff er zuletzt zum Hackebeil

.....hat Holz fĂĽr die Puppenfrau gespaltet....


Epilog:
Puppenspieler gibt es heut´
gar nicht mehr, bis selten
doch an Fäden hängen manche Leut´
in virtuellen Welten....

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Eve
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 28
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Hallo roschi,

Hallo und Willkommen auf der Lupe :-)

Die Geschichte hinter deinem Text finde ich sehr gelungen, sie rĂĽhrt in ihrer Traurigkeit ans Herz ;-)

Nicht so gut gewählt finde ich die Form als Gedicht. Mir kommt es eher wie Kurzprosa vor, zwar hast du Reime, aber mir scheint es doch eher holprig zu lesen. Z. B. an dieser Stelle

"Einsamkeit war sein Zuhaus
sein Herz wurd´ allmählich hart
was machte denn sein Leben aus?
von toten Augen angestarrt"

Vielleicht täusche ich mich, aber irgendwie stimmt der Rhythmus nicht (grade in der roten Zeile).

Manche Strophen sind prima, klingen gut und haben auch Rhythmus - z. B. hier:

"so kappte er die Nabelschnur
und lieĂź sein 2. Ich zu Haus
dann trat er ganz alleine nur
zum Publikum hinaus"

andere Strophen scheinen dann um der FortfĂĽhrung der Geschichte willen etwas zusammen gepresst (rhythmisch gesehen)

"damals hat er nicht nur Holz geschnitzt
und Fäden angespannt
er gab seinen kostbarsten Besitz,
sein Leben aus der Hand"

Alles in allem mag ich die Idee und die Geschichte, aber die Reimform macht einiges kaputt. Vielleicht wäre auch die Wandlung in ein ungereimtes Gedicht eine Idee?

Viele GrĂĽĂźe,
Eve

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