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Leselupe.de > Gereimtes
Der Quantenflosser
Eingestellt am 11. 12. 2002 15:08


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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Der Quantenflosser
(Quantimeria Urknallia)

Der Quantenflosser schwimmt umher
tagt├Ąglich tief im Quantenmeer.

Er geht im Universum stumm,
da wo es v├Âllig flach ist, um,

weil er sehr gern an Orten schwimmt,
wo sich der Raum nicht gar so kr├╝mmt.

Er surft in seinem Wellental
bereits seit anno dunnemal

und ist an jedem Ort zugleich,
sogar im kleinsten Quantenteich.

Doch kommst du an an einem Ort,
an dem er ist, schon ist er fort -

exakt in jenem Augenblick,
wenn du ihm starrst auf sein Genick.

In dem Moment, da knallt es laut,
da tr├Ągst du nicht mehr Haar noch Haut.

Der Quantenflosser aber schleicht
durch W├Ąnde ungew├Âhnlich leicht,

dagegen wagt er kaum zu hoffen,
durchs Tor zu kommen, steht es offen.

Der Quantenflosser - wie bekannt -
benimmt sich v├Âllig wie ein Quant.

So schwimmt er t├Ąglich hin und her
und springt herum im Quantenmeer.



__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Abendsternchen
???
Registriert: Nov 2002

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Hallo Bernd,

ein lustiger Text, der einen wahrlich zum Schmunzeln bringt! Gut zu lesen finde ich auch die 2-Vers-Reimform, so kommt auch der humoristische Inhalt sehr gut zum Ausdruck.

Danke f├╝r das L├Ącheln, das Du mir dadurch f├╝r diesen Abend geschenkt hast.

lieben Gru├č

Abendsternchen

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Bruno Bansen
Guest
Registriert: Not Yet

Quanten

Hi bernd,

da ich wei├č, dass Du uns ziemlich allen, Quantenspr├╝nge entfernt und ├╝berlegen bist in Sachen Physik, glaube ich einfach mal, dass Du selbiges auch in Biologie-Anglegenheiten bist und weniger Dein Augenmerk auf glizernde Abendsternchen und deren, in die gleiche TAgeszeit fallenden L├Ącheleinheiten geworfen hast, nein, viel eher d├╝rfte es sich so verhalten, das Du einen leibhaftigen Quastenflosser,der dank falsch verstandener Evolution statt der sonst ├╝blichen Quastenflossen nun leider ├╝ber die nicht allt├Ąglichen Quantenflossen verf├╝gt, in das gleichnamige Meer, also das der Quanten (u.s. = gro├če Latschen) geworfenn hast, obwohl er eher in die Gegend von Madagakar geh├Ârt.

Weitere Einzelheiten m├╝├čtes Du allgemeinverst├Ąndlich, wie immer, noch zur Kl├Ąrung bringen.

Vielen Dank sowie Gr├╝├če
auch an Deine liebe Frau!

Bruno

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B.Wahr
???
Registriert: Dec 2001

Werke: 188
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Tippfehler???

Hallo Bernd,
sehr sch├Ân, Deine ganze Bio-Logik!

Aber m├╝sste es nicht hei├čen: " Der Grantigflosser"? -
Denn:

Der Grantigflosser - wie bekannt -
benimmt sich nahe-zu als Grand...

Mit b-denklichem Nachtgru├č
B.Wahr



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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Liebes Abendsternchen, lieber Bruno,

Der Quantenflosser wird mit seinem Trivialnamen tats├Ąchlich deshalb so genannt, weil er Quanten tr├Ągt. Doch ist es ein v├Âllig anderes Tier, als zum Beispiel der Quastenflosser, von dem man lange annahm, er sei ausgestorben. Das habe ich vom Quantenflosser noch niemals irgendwo gelesen oder geh├Ârt. Vielleicht kann ein Quantenflosser gar nicht sterben?

Der Quastenflosser - Latimeria chalumnae - (├ťberordnung: Quastenflosser, Crossopterygii, Unterklasse: Muskel- oder Fleischflosser, Sarcopterygii, Klasse: >Knochenfische, Osteichthyes, Unterstamm: >Kiefertiere, Gnathostomata, Stamm: >Chordatiere, R├╝ckensaitentiere, Chordata, Unterabteilung: Neumundtiere, Deuterostomia Abteilung Bilateralia) - siehe auch -

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wurde erst 1938 wiederentdeckt, nachdem er 60 bis 70 Millionen Jahre lang als ausgestorben galt.

├ťbrigens ist auch der Mensch ein Neumundtier, das hei├čt Ein- und Ausgang des Nahrungstraktes vertauschten im Laufe der Evolution ihren Platz, wie aus dem Biologieuntericht bekannt sein d├╝rfte.

Der Quantenflosser (Quantimeria Urknallia) lebt dagegen im Quantenmeer. Das Quantenmeer aber ist riesig gro├č, zugleich winzig klein, denn es umfasst alles, beinahe wie der ├äther.

Wenn ein Quantenflosser einen Quantensprung durchf├╝hrt, setzt er Energie frei.

Vom Quastenflosser habe ich noch nie geh├Ârt, dass er beim Quastensprung erwischt worden sei und dabei Energie frei setzte.

Im Grundzustand ist der Quantenflosser nicht zu entdecken, er verschmilzt v├Âllig mit der 3K-Hintergrundstrahlung.
Doch wurden k├╝rzlich Schwankungen in dieser Strahlung festgestellt, die sich als Fu├čtapfen, als Spuren vom Quantenflosser erwiesen.

Quantenflosser zu fangen ist nicht einfach. Man braucht einen Faradayschen K├Ąfig, einen Gugelhupf, ein M├Âbiussches Band, sowie einen Taschenspiegel.

Den Gugelhupf und den Spiegel stellt man in den Faradayschen K├Ąfig.

Eigentlich kann der Quantenflosser nicht hineingelangen, m├Âchte aber das Geheimnis l├╝ften. So springt er in den K├Ąfig (durchtunnelt dessen W├Ąnde), und sieht den Gugelhupf. Das Wasser l├Ąuft ihm im Mund zusammen, so verschlingt er ihn. (Nat├╝rlich ist das mit dem Wasser eine Redewendung. Soll ich etwa schreiben: Seine Roblinien beginnen zu schm├Ąuseln? Kein Mensch w├╝rde das verstehen.)
Durch das Verschlingen des Gugelhupfes gelangt der Quantenflosser in den verbotenen Zustand und kann somit leicht gefesselt werden mit dem bereitgelegten M├Âbiusschen Band.

Im Spiegel sieht er nun einen gefesselten Quantenflosser und hat Mitleid.
Vor Mitleid kann er sich nicht r├╝hren und weint bittere Quantentr├Ąnen, die man auff├Ąngt und in den bekannten QuargelRei├čer (auch Gurgelrei├čer), einr├╝hrt, bitte nicht mehr als einen Tropfen pro Kubiklichtjahr.

Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.

Auch nicht, wo der Quantenflosser seine Freizeit verbringt, wenn er die Quanten ins Schuhregal wirft.

Viele Gr├╝├če von bernd




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Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bruno Bansen
Guest
Registriert: Not Yet

Quastenflosser

Den Vorwurf mu├č man dir aber machen, lieber Bernd: Ich w├╝├čte nicht, in den letzten 60-70 Mio Jahren mal geh├Ârt zu haben, dass du nach dem Quastenflosser gekuckt h├Ąttest. Beklag dich also nicht so laut, denn jemand anderes hat ebenfalls nicht gekuckt, jedenfalss nicht im genannten Zeitraum.

Gru├č!

Bruno

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