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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Raumgleiter
Eingestellt am 09. 10. 2014 15:44


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HerrOkers
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Der Raumgleiter



Der kleine Raumgleiter steuert direkt auf die große Sonne zu.
Die Hitze fĂŒr die vier Passagiere im Inneren nimmt immer mehr zu.

„Vielleicht gibt es ja doch noch einen Ausweg.“ sagt der Ă€ltere Mann.

„Ach ja, welchen denn?“ erwidert der junge Mann. „ Er hat das Steuerungssystem kaputt gemacht, der Kurs lĂ€sst sich nicht mehr Ă€ndern.“

„Das ist also das Ende.“ murmelt die Frau, wĂ€hrend Sie ihr kleine Tochter auf dem Arm hĂ€lt. „Warum mußte ich nur so einen gĂŒnstigen illegalen Flug nehmen und keinen regulĂ€ren Streckenflug ?“

„Um Hilfe rufen können wir auch nicht, da das Funksystem ebenfalls zerstört worden ist.“

„Lassen Sie uns nochmal alle Fakten zusammen tragen“ sagt der Ă€ltere Mann die beiden ignorierend „eventuell kommen wir dann zu einer Lösung. Also, der Kurs ist so einprogrammiert, daß wir direkt auf die Sonne zusteuern. Wir haben weder das nötige Werkzeug und wahrscheinlich auch nicht die nötige Zeit, um das zerstörte Steuerungssystem oder das Funksystem zu reparieren.“

„Fakt ist außerdem, daß der Pilot ein Riesenarschloch war!“ schimpft der junge Mann und tritt krĂ€ftig nach dem an Boden liegenden leblosen Körper, unter welchem sich schon eine große Blutlache gebildet hat.

„Lassen Sie das doch“ sagte der Ă€ltere Mann „das hilft uns nicht weiter. Es muß uns einfach eine Lösung einfallen!“

„Warum tut jemand so etwas?“ sagt die Frau „ Reicht es denn nicht, wenn er sich selbst umbringt? Wieso muß er noch andere Menschen mitreissen?“

„Ach, halten Sie die Klappe. Ich habe ihr Gewinsel satt.“

„Bitte! Lassen Sie die Frau und das Kind in Ruhe. Wir ...“

„Sie können mich auch mal, alter Mann. Mit welchem Recht spielen Sie sich hier ĂŒberhaupt als AnfĂŒhrer auf? Außerdem haben Sie ja schon ein langes Leben gehabt!“

„Deswegen will ich noch lange nicht sterben! Außerdem versuche ich doch nur, uns zu retten!“

„Retten Sie mich lieber vor Ihrem Geschwafel!“

Die Frau setzt Ihre Tochter auf dem Boden ab und geht auf den jungen Mann zu.

„Sagen Sie mal, was fĂŒr ein Mensch sind Sie eigentlich? Der Ă€ltere Herr versucht doch lediglich, etwas Konstruktives beizutragen. Von Ihnen höre ich nur Beschimpfungen!“

„Sie können mich mal ganz konstruktiv am Arsch lecken!“

Die Frau verpasst dem jungen Mann eine schallende Ohrfeige. Kurz schaut dieser etwas entgeistert, dann zeigt sich blinde Wut auf seinem Gesicht. Er packt mit seinen großen HĂ€nden den Hals der Frau und beginnt zuzudrĂŒcken.

„Hören Sie auf!“ sagt der Ă€ltere Mann. Er rennt zu den beiden herĂŒber und versucht, den Griff zu lösen. Aber der junge Mann ist viel zu krĂ€ftig und sein Griff zu fest. Die Frau ringt um Luft.
Der Ă€ltere Mann schlĂ€gt auf Arme und Kopf des JĂŒngeren ein, aber der scheint es gar nicht zu bemerken. Das Gesicht der Frau lĂ€uft blau an und sie gleitet langsam zu Boden.

Plötzlich fÀllt dem Àlteren Mann die Pistole des Piloten ein. Er sieht sich nach Ihr um. Es kommt ihm vor wie eine halbe Ewigkeit, aber schliesslich findet er sie unter einem der Steuerungspulte.

Er dreht sich um und schiesst. Der junge Mann wird direkt in den Kopf getroffen und fÀllt leblos nach hinten. Plötzlich ist es ganz still.

Das kleine Kind krabbelt zu seiner Mutter und versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Doch die Frau bleibt regungslos liegen. Das Kind fÀngt an zu weinen.

Der Àltere Mann nimmt das Kind auf den Arm und geht zu einem der Fenster.
Die Sonne dahinter nimmt das gesamte Blickfeld ein. Es wird immer heißer.
Schweiss vermischt sich im Gesicht des Mannes mit seinen TrÀnen.

Und der kleine Raumgleiter steuert direkt auf die große Sonne zu.

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DocSchneider
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