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Leselupe.de > Humor und Satire
Der Riese
Eingestellt am 11. 07. 2001 16:25


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Fahnert
Bl├╝mchendichter
Registriert: Feb 2001

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Der Riese

M├Ąrchen haben ja sowas beeindruckendes. Zum einen harmlos banalesk, aber auch fabul├Âs belehrend verzaubern sie mich immer wieder, ob der Phantasie der Creatoren, die wahrlich nicht pingelig mit den Gesetzen der Natura umgingen. Sie sind Ausdruck der Sitten und Gepflogenheiten jener Zeiten, in denen sie erfunden wurden und auf subtile Art bis heute erhalten blieben ...

Da├č die im folgenden ins Spiel gebrachte Person sich nicht an die derzeitigen modischen Gepflogenheiten h├Ąlt, liegt im Wesentlichen daran, da├č wir deren Herkunft nicht eruieren k├Ânnen, allenfalls wissen, da├č sie nicht aus unseren Breiten zu stammen scheint.

K├Ânnen Sie sich vorstellen, da├č eines Tages mal ein Riese mit einer K├Ârperh├Âhe von 5,80 m im h├╝bsch angelegten Park des Naherholungszentrum ÔÇ×Gr├╝ne LungeÔÇť, spazierengeht, ein Fu├čbad im Baggersee nimmt und unabsichtlich Herrn Prohaseks W├╝rstchenbude zertrampelt, was diesen in den Ruin treibt ?

F├╝nfmeterachtzig. Der modernen Ern├Ąhrungsberatung zufolge d├╝rfte ein Riese dieses Ausma├čes etwa 215 kg wiegen, um als normalgewichtig dazustehen, das bedeutete, er m├╝sse sieben mittelgro├če K├Ârnerbr├Âtchen verzehren und vier Eier, sowie einen dreiviertel Liter Kaffe zu sich nehmen, um halbwegs von einem Fr├╝hst├╝ck zu sprechen.

Fraglich w├Ąre, in welchem Berufszweig man eine Person diesen Ausma├čes unterzubringen h├Ątte. Dem Arbeitsamt liegen derzeit keine Stellenangebote vor. Folglich mu├č das Sozialamt einspringen und Kosten tragen. Auftritte als Attraktion sind dem ├╝berdimensionierten Herren nicht zuzumuten.

Auch die Wohnraumfrage liese sich nicht so ohne weiteres kl├Ąren und schon garnicht, einen ad├Ąquaten Schneider zu finden, schlie├člich ist der Erwerb von Kaufhaus-Mode-Artikeln au├čer Betracht zu ziehen.

Nehmen wir all diese ├ťberlegungen zusammen, stellen wir fest, da├č es nahezu absurd ist, einem Riesen, wo auch immer er herkam, eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen.

Unwahrscheinlich ist, da├č dieser von einem anderen Stern auf die Erde mittels Untertassen-Raum-Schiff eingeschleust wurde, schlie├člich verf├╝gt er ├╝ber keinerlei zus├Ątzliche Utensilien, allenfalls kam er vielleicht von einer uns derzeit unbekannten Insel, die er unter mysteri├Âsen Umst├Ąnden verlassen hatte, um in unsere moderne, neuzeitliche, mitteleurop├Ąische Zivilisation zu reisen, von der er wahrscheinlich ├╝ber einen wasserdichten, angeschwemmten und mit Langzeitbatterien ausgestatteten Fernsehapparat der Firma Sony in Kenntnis gesetzt wurde ...

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mc poetry
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hallo fahnert,

hast du recht, man wird staendig nur
fuer bloed verkauft! aber man muss
nicht (irreale) maerchen heranziehen,
um das zu belegen.

zB sieht man im fernsehen, wie gewinnern oder
repraesentanten einer spendenorganisation
ein 100cm*60 cm grosser scheck ueberreicht
wird, so ist doch klar, dass das kein gueltiger
scheck sein kann. ich moechte mal sehen, was passiert,
wenn man damit unterm arm zur bank geht, wie die
leute schauen und die bankangestellten..

ciao und nothing for bad,
michael

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Fahnert
Bl├╝mchendichter
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├╝ber nicht irreale M├Ąrchen

auf ein zweites

immerhin wir befinden uns auf kreativem Terrain, das zwar nicht alles rechtfertigt, und schon garkeine Riesen in nicht existierenden M├Ąrchen, die ohnehin irgendwer erfunden hat ... :-)

ich interpretiere: nicht irreal als ein bereits existierendes, was ich plagiatisch hernehme und in boshafter Art und Weise verfemde

ein M├Ąrchen mit realistischem Inhalt, was es ja durchaus
geben soll :-)

Nehmen wir doch Schneewittchen her :-)

Eine Frage am Rande: befinden wir uns in symbiotisch-gedanklicher Einheit, indem Du festellst, dass ich recht habe und ein von Dir erkanntes Motiv als meine Intension festellst ... Die Freiheit sei Dir gelassen :-)

viele Gruesse, Fahnert.

PS, Poetry, wir haben ja gleiche Vornamen.

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