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Leselupe.de > Kurzprosa
Der Schein trügt
Eingestellt am 09. 08. 2001 21:23


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Danni
Schriftsteller-Lehrling
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Der Schein trügt (Größenwahn einer Metapher)

Immer mehr zu sein als ihr scheint, möchtet ihr nicht minderwertiger da stehen als unsere Majestät. Die Mängel bekämpfen, die Menge verachten und meiden, den Mieder der Zufriedenheit platzen lassen.
Haltet ihr euch für die Märtyrer von Morgen, so erscheint bald auch der Mephisto unter euch. Er wird eure Seele melken, euer Vorhaben manipulieren und bald wird man munkeln, über euren Größenwahn. Dann verfallt ihr in die Melancholie des seins, trauert über euer gescheitertes Vorhaben. Ihr merkt, wie mangelhaft ihr erscheint.
Doch Mephisto stachelt euch an: „Füllt eure Mägen mit der Gier nach Macht und wenn ihr satt seid, so wird, wenn ihr so wollt, im Mai das Meer gefrieren.“
Aber was habt ihr dann erreicht? Die Macht eines anderen hat von euren Verstand Besitz genommen, eure Seele, nicht minder mehr wert als der Pfandleiher euch dafür zahlt. Der Wiedererwerb unmöglich, denn der Besitzer wird sie nicht mehr verkaufen. Ein Sammler aus Leidenschaft. Rückkauf zwecklos. Ein Jäger, der euch eine Falle stellt, eure Gier nach Macht und Mehrwert erkennt.
Und trotzdem wird im Mai immer wieder die Sonne scheinen, und das Meer wird immer wieder auftauen.
Mehr Schein als Sein und nichts als die heiße Luft des Teufels, die euch verbrennt, unverkennbare Narben hinterlässt, und ihr merkt, wie verblendet euer menschlicher Verstand doch ist.
Denn am Ende ist es nichts anderes als eine Metapher, die der Größenwahn packt, und mehr sein möchte als sie zu sein scheint.

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gladiator
Manchmal gelesener Autor
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Gut geschrieben...

...aber ich habs nicht verstanden, sorry. Bitte um Erklärung.

Gruß
Gladiator
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Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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Danni
Schriftsteller-Lehrling
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Hallo gladiaotor

Ja gut, wirkt vielleicht ein bisschen verwirrend beim erstenmal lesen. Im prinzip geht es hier um die Unzufriedenheit der Menschen, das Bestreben immer mehr haben zu wollen. Macht, Geld, Ruhm, etc. Wenn sie dann aber alles erreicht haben, sind sie dann aber immer noch nicht zufrieden, wollen immer mehr, mehr, mehr. Dafür verkaufen sie ihr eigenes Ich, ihre Seele. Aber im Endeffekt merken sie, dass sie sich davon zuviel Versprochen haben und nicht glücklicher oder zufriedener sind als alle anderen auch.
Der Text soll einfach mal zum Nachdenken anregen, ob man immer besser, schneller, schöner...... sein muss als die anderen und welchen Preis man dafür vielleicht zahlt.

Ich hoffe es ist Dir jetzt ein bisschen verständlicher geworden. Zuviel Erlärungen find ich auch nicht immer gut, denn jeder Leser sollte zum Nachdenken animiert werden und sein Fazit daraus ziehen. :-)

Grüße, Danni
__________________
"Die Literatur ist die Axt für das gefrorene Herz in uns."
Franz Kafka

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