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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Schicksalsfluss - Arbeitstitel
Eingestellt am 31. 07. 2014 11:01


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NeKu
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Kalt! Es war sehr k├╝hl in dieser Nacht. Sie zog die schmutzige Decke enger um ihre Schultern. Das d├╝nne Sommerkleid w├Ąrmte sie nicht. Der Fluss lag still vor ihr. Wenn die Wolken den Halbmond freigaben und sein Licht das Wasser traf, dann sah der Fluss aus wie ein in Silber gegossenes Band. Wie eingeflochtene Perlen im Indio-Schmuck ragten die Sandb├Ąnke aus dem silbernen Wasser heraus. Es war sicher einfach von einer der kleinen Inseln zur anderen zu waten. Im Sommer war nie viel Wasser im Fluss. Die Farmer auf beiden Seiten zweigten das lebenswichtige Nass ab um ihre Felder zu bew├Ąssern. Der Fluss f├╝hrte Niedrigwasser.

Das M├Ądchen kannte den Fluss als Rio Bravo. Rio Bravo del Norte. Der wilde Fluss des Nordens. Sie wusste, dass die Menschen auf der anderen Seite ihn als Rio Grande bezeichneten. Sie waren der Meinung der Fluss geh├Âre ihnen. Jeder der auch nur am anderen Ufer weilte war verd├Ąchtig. Es gab sogar schon ├ťbergriffe vom Norden weil die Federales glaubten eine Gruppe wolle den Fluss ├╝berqueren. Sie beschossen sie und warfen Rauchpatronen die in die Augen bissen. Dabei hatten die Frauen nur die W├Ąsche gewaschen. Das M├Ądchen verstand nicht warum die Federales so streng waren und niemanden auf die andere Seite lie├čen. Waren Sie nicht alle die Kinder desselben Gottes? War sie ein schlechterer Mensch weil sie 150 Km weiter s├╝dlich das Licht der Welt erblickte? Sie wollten doch nur hart arbeiten und ein paar Dollar verdienen. Die Federales beschimpften sie und bespuckten sie. Sie wurde auch schon verpr├╝gelt und Schlimmeres. Wie oft hatte sie es schon versucht? Es mussten wohl sieben oder acht Versuche gewesen sein. Vor einem Jahr hatte sie es nahe der Grenze zu New Mexico versucht. Es gab dort weniger Federales. Sie hatte es sogar auf die andere Seite geschafft. Sie lief eine ganze Weile entlang der Landstra├če. Immer wenn ein Fahrzeug kam versteckte sie sich. Als sie fast zwei Tage gelaufen war und sie nichts mehr zu essen und das Wasser aufgebraucht hatte riskierte sie es als Anhalterin weiterzureisen. Zwei Farmhelfer sammelten sie mit ihrem Pickup auf. Auf offener Strecke sagten sie ihr unmissverst├Ąndlich, dass sie nun ÔÇ×liebÔÇť zu ihnen sein m├╝sse, sonst w├╝rde sie zur Polizei gebracht werden. Sie wollte nicht glauben, dass ihr Versuch zwei Tage und 50 Meilen vom Fluss entfernt nun doch noch scheitern w├╝rde. Sie bettelte und wehrte sich so gut sie konnte, aber es half nichts.

Sie k├Ąmpfte gegen den W├╝rgereiz. Auch jetzt noch nach einem Jahr. Das Gemeinste war, dass die Gringos sie trotzdem den Federales ├╝bergeben hatten. Sie tr├Âstete sich mit dem Gedanken, dass es den beiden wohl egal gewesen w├Ąre ob sie einverstanden war. Sie war froh, dass sie Gl├╝ck im Ungl├╝ck hatte und die M├Ąnner sie nicht schw├Ąngerten. Damals hatte sie sich geschworen, dass sie lieber sterben w├╝rde als so etwas noch einmal zu erleben.

Warum hatten die auf der anderen Seite solche Angst vor ihnen? Die Federales mit ihren Jeeps, den Hubschraubern, den Ferngl├Ąsern mit denen man auch im Dunkeln sehen kann und den Bluthunden. Das M├Ądchen wusste, dass die USA einmal ihr Heimatland Mexico angegriffen hatten. Aber war denn immer noch Krieg? Die Gringos kamen doch auch in ihre Heimatstadt Ciudad Juarez um sich mit den Frauen zu am├╝sieren die mehr Wert auf den Yankee-Dollar legten als auf ihren Ruf. Sie betranken sich oft und dann wurden sie schon auch einmal von den Frauen oder anderen Menschen ausgeraubt. Waren sie daran nicht selbst schuld? ÔÇ×Wer Wind s├ĄhtÔÇŽÔÇť, sagte ihre Mutter immer.

Ihre Mutter versuchte alles um die Familie durchzubringen. Ihren Vater kannte sie nicht. Er hatte sie verlassen als sie sechs Jahre alt war. Die wenigen Erinnerungen die sie hatte waren keine Sch├Ânen. Jetzt war sie 17 und hatte mehr erlebt als es f├╝r ein junges M├Ądchen gut war. Ihre Kindheit war gepr├Ągt vom Kampf ums ├ťberleben, harter Arbeit und Schule, dann, wenn es die Gelegenheit dazu gab. Sie hatte wie besessen Englisch gelernt. Nur dort im Norden hatte sie eine Chance. Sie musste es einfach schaffen. Das Wohlsein ihrer Mutter und der beiden kleinen Schwestern hing davon ab. Die ├Ąltere der beiden war 15 und war schon jetzt mutlos. Wenn sie der Familie nicht helfen konnte, w├╝rde sich ihre Schwester schon bald in die erniedrigte Riege der Frauen einreihen die f├╝r den Dollar ihre Ehre hergaben. Ihre Mutter hatte sie immer christlich erzogen. Prostitution war f├╝r sie eine Tods├╝nde. Und doch; es war doch so einfach.

Sie sch├╝ttelte den Gedanken ab. Sie w├╝rde es auf die andere Seite schaffen. Sie w├╝rde irgendwo bei einer g├╝tigen Familie den Haushalt f├╝hren, oder auf einer Farm hart arbeiten. Und vielleicht, vielleicht w├╝rde sie einen lieben Mann finden und vom Wetback zum Staatsb├╝rger werden. Wetbacks, so nannten sie die Federales abf├Ąllig weil beim ├ťberqueren des Rio Bravo ihr R├╝cken nass wurde.
Ihr Bruder war drei Jahre ├Ąlter als sie. Als er 18 war ├╝berquerte er den Rio Bravo das erste Mal. Nach dem dritten Versuch h├Ârten sie nichts mehr von ihm. Vielleicht hatte er es geschafft. Aber warum schickte er dann kein Geld nach Hause? Warum meldete er sich nicht? Sie glaubten nicht mehr daran jemals etwas von ihm zu h├Âren. Aber auch das war ein Grund warum sie hin├╝ber wollte. Sie wollte ihren Bruder suchen. Aber in Juarez sagten die Leute, ÔÇ×der Fluss frisst MenschenÔÇť.

Das M├Ądchen schreckte aus ihren Gedanken auf. Die Wolken hatten sich verzogen und gaben den Blick auf den Fluss frei. Es war ihr als habe sie auf der anderen Seite eine Bewegung gesehen. H├Ârte sie da ein Ger├Ąusch? Sie sp├Ąhte angestrengt auf die andere Seite. Dort fuhr ein Auto am Ufer des Flusses. Mitten im Gel├Ąnde. Sie sah die schwach flimmernde Tarnbeleuchtung. Langsam bewegte sich der Jeep flussaufw├Ąrts. Sie folgte der Fahrtrichtung mit den Blicken. Dann sah sie die Gruppe. Es waren vielleicht zwanzig Menschen. F├╝nf oder sechs waren schon bis zur Mitte des Flusses vorgedrungen. Die Federales waren noch etwa 2 Kilometer entfernt. Sie w├╝rden die Gruppe erwischen. Das M├Ądchen dachte traurig an die Schicksale der 20. Was w├╝rden sie mit ihnen machen. W├╝rden sie sie einfach zur├╝ckschicken, sie verpr├╝geln oder Schlimmeres?

Dann ├╝berkam sie der Gedanke. Vielleicht war das ihre Chance. Was wenn sie wartete bis die Federales am anderen Ufer besch├Ąftigt waren und dann einfach loslaufen w├╝rde? Sie hatte furchtbare Angst, doch ihr Adrenalin Spiegel stieg. Unwillk├╝rlich wanderten ihre Gedanken zu dem 14 j├Ąhrigen Sergio Adrian Hernandez. Er wurde erschossen als er unter der Br├╝cke von Juarez nach El Paso gehen wollte. Sie hatte ihn gekannt. Er war mit ihrer Schwester in der gleichen Schule. Die Federales hatten gesagt, dass die Gruppe mit Steinen nach ihnen geworfen hatte. Das M├Ądchen glaubte das nicht. Die Menschen die versuchten in den USA ein neues Leben anzufangen hatten alle schon viele Versuche hinter sich. Sie k├Ąmpften nicht. Sie gaben auf und versuchten es ein anderes Mal. Pl├Âtzlich fror sie nicht mehr. Sie war hellwach. So musste es gehen. Sie streifte die Decke ab und packte ihr B├╝ndel fester. Vorsichtig r├╝ckte sie vor bis zum Ufer des Flusses. Ihre jungen Augen fokussierten den Blick auf die andere Seite. Das Ufer des Flusses bildete eine kleine Bucht. Sie musste vor der Gegenstr├Âmung und den Verwirbelungen auf der Hut sein. Schon einmal w├Ąre sie beinahe in seichtem Wasser ertrunken. Von der Bucht stieg das Gel├Ąnde etwa f├╝nf Meter an. Es war ein steiler sandiger Anstieg von einem Gel├Ąndeabbruch. Oben begann dann die Steppe. Dort gab es Busch und Baumvegetation in der sie sich verstecken konnte. Etwa dreihundert Meter weiter rechts standen ein alter Silo und eine Scheune. Sonst gab es keine Geb├Ąude. Sie zitterte vor Aufregung.

Weiter oben am Fluss begann die Jagd. Sie h├Ârte Lautsprecher qu├Ąken. Kommandos auf Englisch und Spanisch wurden gerufen. Schreie hallten durch die Nacht. Jetzt schob sich eine gro├če Wolke vor den Mond. Sie bekreuzigte sich und rannte los.

Das Wasser des Flusses ging ihr sehr schnell bis zur H├╝fte. Sie watete mit aller Kraft und stemmte sich gegen die Str├Âmung. Der weite Rock des Kleides schwamm an der Oberfl├Ąche. Ihre Mutter sagte, dass Hosen nichts f├╝r M├Ądchen seien. Wie viel praktischer w├Ąren sie doch. Sie verdr├Ąngte die unn├╝tzen Gedanken und ├╝berquerte die erste Sandbank. Nun war sie in der Mitte des Flusses. Sie h├Ârte einen Knall und schaute zu der Gruppe von Fl├╝chtlingen. Mitten ├╝ber dem Fluss bildete sich ein wei├čer Feuerball, der an einem Fallschirm herabschwebte. Es wurde taghell. Reflexartig tauchte sie unter und hielt die Luft an. Erst als der helle Schein verschwunden war und sie die Luft nicht mehr anhalten konnte tauchte sie auf. Sie erreichte die n├Ąchste Sandbank. Das andere Ufer war noch zehn Meter entfernt. Jetzt! Sie war an Land. Sie rannte auf den Abbruch zu und kletterte hinauf. An der Kante sp├Ąhte sie vorsichtig in die karge Landschaft. Alles schien ruhig. Sie sprang auf und rannte zwischen den B├╝schen in Richtung der Scheune.
Dann h├Ârte sie den Hufschlag des Pferdes. Ihre Hochstimmung schwang um in tiefe Entt├Ąuschung. Die Federales w├╝rden sie erwischen. Sie versteckte sich in einem Busch, aber der Beamte hielt sein Pferd direkt vor dem Busch an.
ÔÇ×Raus daÔÇť, br├╝llte er auf Spanisch. Sie gab auf. Mit gesenktem Blick und h├Ąngenden Schultern trat sie vor den Busch. Ihr langes blauschwarzes Haar hing nass um ihren Kopf und die Schultern. Das Kleid klebte wie eine zweite Haut an ihrem K├Ârper. Sie trug au├čer einem Slip nichts unter dem Kleid. Alles was man nicht unbedingt brauchte konnte man sich nicht leisten. Sie sp├╝rte die Blicke des Mannes und verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust. Er stieg vom Pferd. Der Mann war etwa 50 Jahre alt und trug eine beeindruckende Uniform. Er war gro├č und schwer. Angsteinfl├Â├čend. Wortlos nahm er ihre H├Ąnde und zog sie nach unten. Handschellen klickten. Er band ein fingerdickes Seil um die Handschellen und sa├č auf. Langsam ging das Pferd los. Sie hatte keine Wahl und rannte hinter dem Reiter her.
Als sie die Scheune erreichten band der Mann das Pferd an und schob sie hinein. Am Eingang einer leeren Pferdebox stand sie ihm gegen├╝ber und bettelte er solle sie doch gehen lassen, sie w├╝rde nie wieder zur├╝ckkommen. Jedes Mal wenn sie erwischt wurde nahm sie sich das vor. Und immer versuchte sie es erneut. Die Kiefer des Mannes mahlten auf dem Kautabak. Er spuckte braune Br├╝he auf den Boden und umfasste mit seiner rechten Hand ihre Brust. Sie begann zu schreien. Laut, panisch. Sie dachte an den Pickup Truck. Der Schlag der linken Hand traf sie hart im Gesicht. Ihre Lippe platzte auf. Sie taumelte mit dem R├╝cken gegen die Trennwand der Pferdebox. Der Mann setzte nach und riss ihre Arme nach oben. Er h├Ąngte die Handschellen in einen gro├čen Nagel am Balken der Pferdebox ein. Sie musste auf den Zehenspitzen stehen. Dann riss er mit beiden H├Ąnden das Oberteil des Kleides auseinander. Mit einem Bein dr├Ąngte er ihre Beine auseinander und zog mit einem Ruck den Slip nach unten.

Nicht noch einmal. Lieber w├╝rde sie sterben. In letzter Verzweiflung h├Ąngte sie sich mit ihnen 45 Kg in die Handschellen. Dadurch befreite sie ihre Beine vom Gewicht. Sie rammte das rechte Bein hart in den Schritt des Mannes. Dieser schrie w├╝tend auf und beugte den Oberk├Ârper nach vorne. Mit beiden Beinen traf das M├Ądchen den Mann am Oberk├Ârper und mitten im Gesicht. Der Mann taumelte br├╝llend wie ein Bulle r├╝ckw├Ąrts. Sie wusste, er w├╝rde sie t├Âten und begann zu beten.

An der Trennwand der anderen Seite hing eine Sense mit der scharfen Seite nach oben. Normalerweise lag sie eng an der Wand an und bedeutete keine Gefahr. Allerdings hatte jemand einen Sattel daneben geh├Ąngt und dieser hatte die Sense mit der Spitze nach vorne gelenkt.

Das M├Ądchen sah wie der Mann r├╝ckw├Ąrts gegen die Spitze der Sense taumelte. Mit vor Schmerzen geweiteten Augen st├Âhnte der Mann auf. Ein letzter Atemzug, und der Mann hing still an der Sense.

Das M├Ądchen schrie hysterisch und weinte und betete zur gleichen Zeit. Sie bemerkte nicht wie ein weiteres Pferd vor der Scheune festgemacht wurde. Sie bemerkte nicht wie sich das Scheunentor ├Âffnete und sie sah nicht die Silhouette eines weiteren Beamten gegen das Mondlicht.

Sie sp├╝rte einen weiteren Schlag in das Gesicht. Aber seltsamerweise holte sie dieser Schlag aus ihrer Hysterie. Auch die neu hinzugekommene Person trug die Uniform der Federales, aber es war eine Frau. Die Frau sah zu dem Kollegen. Es war offensichtlich, dass er tot war. Die Sense hatte seine linke Brusth├Ąlfte fast 20 cm bis zum Herzen durchschnitten. Sie blickte zu dem M├Ądchen. Gefesselt, auf den Zehenspitzen stehend, mit baren Br├╝sten und blutendem Gesicht. Ihr zerrissener Slip um die Fu├čkn├Âchel.

Sie schloss die Handschellen auf und sagte mit eindringlicher Stimme: \"Lauf um Dein Leben, M├Ądchen. Und wenn Du wei├čt was gut f├╝r Dich ist, dann kommst Du nie wieder.ÔÇť

Sie schob sie am Arm nach drau├čen und in Richtung des Flusses. Das M├Ądchen konnte es nicht glauben. Z├Âgernd setzte sie sich in Trab. Sie wusste was passieren w├╝rde. Die Frau w├╝rde sie erschie├čen. Einfach so von hinten. Auf der Flucht!

Egal! Zumindest hatte das Schwein sie nicht gesch├Ąndet. Stolz warf sie den Kopf in den Nacken und ging gemessenen Schrittes in Richtung des Flusses. Es dauerte lange Minuten bis sie den Abbruch erreichte, und nichts war geschehen. Als sie zur├╝ckblickte sah sie die beiden Pferde vor der Scheune aber kein Zeichen von der Frau. Die Tr├Ąnen str├Âmten ├╝ber ihr Gesicht als sie in den wilden Fluss eintauchte. Nie h├Ątte sie gedacht, dass sie einmal froh sein w├╝rde ihr eigenes Ufer zu erreichen. Sie war zuhause.
Nie wieder w├╝rde sie den Fluss ├╝berqueren. Sie dachte an ihre Mutter und ihre Schwestern. Nie mehr hier so nah bei El Paso. Vielleicht weiter unten. Vielleicht. In einer anderen Nacht an einer anderen Stelle zu einer anderen Zeit.

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Wipfel
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Hi Neku,

sehr emotionaler Text - zumindest versuchst du das zu erreichen. Es glingt auch ganz gut.

quote:
Kalt! Es war sehr k├╝hl in dieser Nacht. Sie zog die schmutzige Decke enger um ihre Schultern. Das d├╝nne Sommerkleid w├Ąrmte sie nicht.
Kalt. Das ist ein starkes Adjektiv. Warum relativierst du Kalt schon im darauf folgenden Satz? Sehr k├╝hl ist relativ. Eine Sommernacht, einer Winternacht kann es sein. Warum nicht: Es war kalt in dieser Nacht. Die Wiederholung verst├Ąrkt hier das Bild. Das d├╝nne Sommerkleid w├Ąrmte nicht - ist in Bezug auf die Protagonistin passiv. Lass sie frieren! Verstehst du, was ich meine?
quote:
Es war sicher einfach von einer der kleinen Inseln zur anderen zu waten.
In diesem Sinn w├╝rde ich noch mal ├╝ber den Text gehen - das lohnt sich!

Gr├╝├če von wipfel

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