Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5510
Themen:   94065
Momentan online:
248 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Schrei - Minuten der Angst
Eingestellt am 16. 05. 2016 11:39


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
LUPESIWA
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2015

Werke: 65
Kommentare: 105
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um LUPESIWA eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Der Schrei – Minuten der Angst

Beunruhigt schaut Sybill auf ihre Uhr, den letzten Bus muss sie erreichen. Sie zögert kurz, dreht sich hastig in alle Richtungen und nimmt die AbkĂŒrzung durch den kleinen Park. Dabei lĂ€sst sie die vergangenen zwei, drei Stunden Revue passieren.

`Wie konnte sie nur denken, dass es hÀtte funktionieren können.
FrĂŒh am Morgen erreichte sie eine sehr traurige Nachricht und haute sie regelrecht um. Stundenlang zermarterte sie ihr Hirn – WARUM - und eine deprimierende Stimmung legte sie lahm.
Ihr letzter klarer Gedanke war; raus, raus aus ihrem behĂŒteten Heim, welches sie heute einengte und ihr die Luft zum Atmen nahm.
Irgendwann saß sie in einer netten Bar und schlĂŒrfte Cuba Libre. Als das Glas leer war, setzte sich ein Mann neben sie und stellte ihr ein neues hin. Mit seinem schmalen Gesicht und den gepflegten HĂ€nden machte er einen ganz passablen Eindruck. Froh ĂŒber die Abwechslung plauderte sie sofort los, ĂŒber Gott und die Welt. Er lĂ€chelte und nickte, sprach kaum ein Wort. Es störte sie nicht, im Gegenteil, eine normale Unterhaltung wĂ€re ihr nicht möglich gewesen. Sie redete und redete mit heißerer Stimme und leicht gesenktem Kopf, leider, sonst hĂ€tte sie wohl bemerkt, dass er völlig teilnahmslos zuhörte, immer nĂ€her rĂŒckte und ihr das dritte GetrĂ€nk bestellte und dass er sie wie eine Beute auf der Jagd beobachtete.
Plötzlich wurde sie still und ihre Kehle war völlig ausgetrocknet. Sie nahm einen großen Schluck und einschmeichelnde Musik versetzte sie in tiefe Melancholie. Er zog sie vom Hocker und ging mit ihr zur TanzflĂ€che. Sie schloss die Augen und fĂŒr wenige Sekunden schwebten wunderschöne Erinnerungen einer unlĂ€ngst erlebten Begegnung an ihr vorbei und zauberten ein LĂ€cheln auf ihr Gesicht. Ihr Tanzpartner bezog es wohl auf sich, presste sich mit einem anzĂŒglichen Grinsen fest an sie, tĂ€tschelte besitz ergreifend ihren Hintern und schob sein Knie zwischen ihren Schritt. Dabei flĂŒsterte er ihr ein paar obszöne Worte zu und fummelte mit seiner Zunge in ihrem Ohr.
Mit einem Schlag war sie hellwach. Sie stieß ihm von sich und starrte entsetzt auf ein gesichtsloses Wesen, warf schnell einen Geldschein auf die Bar und verschwand kopflos`.

Aus dem nichts heraus legt sich ein Arm um ihre Schulter. Notgedrungen muss sie den Schritt verlangsamen und ein eiskalter Schauer fĂ€hrt ihr durch die Glieder. Tausende Gedanken rasen durch ihre grauen Zellen; was fĂŒr eine saublöde Idee durch den dunklen Park zu gehen, auch fĂŒr drei, vier Minuten nur, was alles passieren könnte heut zu tage, wie oft davor gewarnt wird nicht leichtsinnig zu sein.
„Nun bleib doch mal stehen“, dringt eine nicht unbekannte Stimme in ihr Ohr. Vorsichtig schaut Sybill etwas zur Seite und erkennt erleichtert ihren Tanzpartner.
„Oh, Sie sind es, tut mir leid, ich habe es sehr eilig“, murmelt sie, windet sich aus der Umarmung und geht schnell weiter. Mit einem Sprung holt er sie ein, packt fest ihren Arm und zerrt sie zurĂŒck. „Warum so eilig die Nacht fĂ€ngt gerade erst an. Ich hatte den Eindruck, dass es dir auch gefallen hat “, sĂ€uselt er und umklammert sie mit beiden Armen, schiebt dann eine Hand unter ihre Bluse und sucht fordernd ihren Mund.




„Lassen Sie das verdammt noch mal, ich will das nicht, es ist nicht so und war nicht so!“, stottert sie wĂŒtend und wehrt sich mit aller Kraft.
„Ist nicht so, war nicht so“ Ă€fft er sie mit einem hĂ€sslichen Lachen nach. „Hast du wirklich geglaubt du kannst mich einfach stehen lassen wie einen Blödmann?“, zischt er und schubst sie vom Weg auf den Rasen. „Das macht keine Schlampe mit mir, auch du nicht, verstehst du. Erst heiß machen, dann abschießen, vergiss es! Jetzt machen wir das Ding zu Ende, dann kannst du abschwirren.“
Eiskalt begreift Sybill den Stimmungswechsel, nimmt die verÀnderte Tonlage seiner Àtzenden Stimme voller Schrecken wahr und erkennt ihre beschissene, gefÀhrliche Situation.
LĂ€hmende Angst kriecht in ihr hoch und fieberhaft sucht sie nach einem Ausweg. Gehetzt schaut sie umher, keine Menschenseele. Soll sie schreien, Hilfe rufen? Aber wer wĂŒrde ihr glauben. Sie haben stundenlang zusammen geredet, getrunken, getanzt und fast zeitgleich die Bar verlassen. Zig Zeugen gibt es dafĂŒr. Wie sollte sie beim jetzigen Stand der ĂŒblen Geschichte das ĂŒberstehen, die Aussagen, Vernehmungen, die suggerierenden Fragen der Verteidiger, denen die Opfer machtlos ausgeliefert sind, und so weiter und so fort.
Sie rafft alle KrÀfte zusammen und strÀubt sich weiter zu gehen, zwecklos.
Zangenartig packt er ihren Arm, greift von hinten mit einer Hand tief zwischen ihre Schenkel und schubst sie weiter bis zu einer versteckten Baumgruppe.
„Lass uns reden, bitte“, Ă€ndert sie ihre Taktik. „Reden, reden, du hast mich eine Ewigkeit voll gelabert mit Zeugs das keiner versteht. Jetzt bin ich dran. Stell dich nicht so an, vielleicht gefĂ€llt es dir sogar.“ Vom Weg her dringen knirschende GerĂ€usche in ihre Richtung. Sybill entdeckt eine Gestalt, nein, zwei, ein Hund ist dabei. Sie holt tief Luft, will sich bemerkbar machen. Blitzschnell presst er seine Hand auf ihren Mund, schaut sie drohend an bis die GerĂ€usche verklingen, schleudert sie dann wĂŒtend auf den Boden und hockt sich mit seinem vollen Gewicht auf ihre Oberschenkel.
Stechende Schmerzen kreisen durch ihren ganzen Körper und sie schließt ein wenig benommen die Augen. „Geht doch mein KĂ€tzchen“, flĂŒstert ihr Peiniger schlĂŒpfrig und macht sich ĂŒber sie her. Seine schwitzenden HĂ€nde sind ĂŒberall, streicheln gierig ihren Hintern, die Lenden, ĂŒber ihre BrĂŒste, den Hals und das Gesicht. Keuchend reißt er ihre Bluse auf und zwei, drei Knöpfe springen ab, verlieren sich im Gras.
In Sybills Kopf hĂ€mmert nur ein Gedanke – das kann nicht sein, nicht mit mir, das darf nicht geschehen und ungeahnte Empfindungen von Ekel, Abscheu und Hass wĂŒhlen in ihren Eingeweiden, mobilisieren ihre letzten KrĂ€fte. KrĂ€chzende undefinierbare Laute ausstoßend, schlĂ€gt sie mit den FĂ€usten nach ihm, versucht in sein Gesicht, seine Augen zu greifen und das Becken frei zu bekommen. Da trifft sie ein Schlag im Gesicht und sie gibt auf.
„Da haben wir ja eine wilde Raubkatze“, sabbert er vor Geilheit und klemmt ihre Arme unter ihren RĂŒcken. Dann fĂ€hrt er unter ihren BH, quetscht und knetet wollĂŒstig ihre BrĂŒste bis zur Schmerzgrenze und seine geifernden Lippen nĂ€hern sich ihrem Mund. Ein ĂŒbler Geruch von Whisky und Zigaretten strömt ihr entgegen, wĂŒrgt einen dicken Kloß aus ihrem Magen hoch und nimmt ihr die Luft.
Aus seiner geöffneten Hose quillt sein erigiertes Glied und verstreut, FontĂ€nen gleich, ekliges Sperma auf ihren nackten Bauch. Dabei versucht er in abstoßender Ekstase endlich ihre Hose runter zu schieben. Sie spĂŒrt einen Druck auf ihrer Kehle und langsam schwinden ihre Sinne. BĂ€che von TrĂ€nen fließen ĂŒber ihr Gesicht. Es wird still in ihr und nur der helle Mond und die stummen Zeugen mit ihren schwingenden Wipfeln schauen traurig auf sie herab, auf ihren geschundenen Leib, ihre gequĂ€lte Seele.
Ihr tiefstes Unterbewusstsein will es nicht und kann es nicht akzeptieren und schickt einen glĂŒhenden Ball durch ihren Leib. Der sprengt den eisernen Panzer in ihrer Brust und drĂ€ngt nach außen – ein gellender Schrei hĂ€ngt in der Luft und entflieht, zurĂŒck geworfen von unsichtbaren Mauern, in das unendliche Universum.
Die zentnerschwere Last rollt von ihr ab. Leise Stimmen und tanzende Lichter dringen aus einem dichten Nebel zu ihr und entfĂŒhren sie in eine erlösende Dunkelheit.

Sybill hebt unter Anstrengung ihre bleischweren Lider und schaut als erstes in Marens verheultes Gesicht. Ihr sonst so perfektes Make-up ist total verschmiert und hinterlĂ€sst skurrile Spuren auf ihrem feinen Antlitz. „Was machst du nur fĂŒr Sachen? Dich kann man ja keine Minute aus den Augen lassen“, schluchzt sie und streichelt immer wieder sanft ĂŒber die angeschwollenen Wangen. „ Aber den Schweinehund, der dir das angetan hat, haben sie schon. Er ist von einer Überwachungskamera aufgenommen und noch in der Nacht festgesetzt worden“, flĂŒstert Maren triumphierend und legt ihren Kopf auf die Bettdecke. Nun muss Sybill doch ein wenig schmunzeln, um gleich darauf wieder in ihren schĂŒtzenden. Kokon zu schlĂŒpfen.

__________________
Die TrÀume sind frei

Version vom 16. 05. 2016 11:39
Version vom 04. 06. 2016 20:16
Version vom 04. 06. 2016 20:18

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Aina
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2016

Werke: 10
Kommentare: 116
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aina eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo LUPESIWA,
verstehe ich es richtig, dass du die Beschreibung einer misslungenen Barnacht, die in einer Fast-Vergewaltigung endet, zu den erotischen Geschichten stellst?
Vermutlich nicht, weil du es erotisch findest, oder?
Gibt es einen grĂ¶ĂŸeren Kontext fĂŒr diese Geschichte? Es wirkt zumindest so, denn den Sinn der Beschreibung als abgeschlossene Geschichte kann ich mir nicht ganz erklĂ€ren. Die Andeutungen aus den ersten SĂ€tzen finden im Text keine weitere ErklĂ€rung oder AusfĂŒhrung und die im Titel versprochenen "Minuten der Angst" finde ich nur sehr kurz und eher wenig eindringlich beschrieben.
Vielleicht hilft mir da eine ErklÀrung des Kontextes weiter. Aber so wie der Text dasteht, suche ich nach dem Grund warum er gelesen werden sollte.
Außerdem gibt es ein paar Rechtschreibfehler, die sicher ausgebessert werden können. Aufgefallen ist mir vor allem (auch in einem deiner anderen Texte), dass du "Sie", wenn es um die höfliche Anrede geht, klein schreibst. Also:

quote:
„Lassen sie das verdammt noch mal,
mĂŒsste heißen:
"Lassen Sie das, verdammt noch mal..."
Noch keine Punkte, weil ich gespannt auf eine erhellende ErklÀrung hoffe.
Viele GrĂŒĂŸe,
Aina
__________________
Carpe diem!

Bearbeiten/Löschen    


LUPESIWA
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2015

Werke: 65
Kommentare: 105
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um LUPESIWA eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Der Schrei - Minuten der Angst

Hallo Aina,
danke fĂŒr Deine Aufmerksamkeit. Es steht natĂŒrlich außer Frage, dass ich ein Erlebnis dieser Art als erotisch finde.
Die Geschichte sollte zum Ausdruck bringen, dass man gerade dann sehr angreifbar und verletzlich ist, wenn einen das Leben so richtig beutelt.
Die Andeutungen habe ich ohne weitere ErklĂ€rung stehen lassen, da es die unterschiedlichsten GrĂŒnde gibt, die einem Menschen in seelische AbgrĂŒnde stĂŒrzen können.
Vielleicht wÀre der Text in einem anderen Rahmen(als Episode) besser aufgehoben.

Mit freunlichen GrĂŒĂŸen
LUPESIWA
__________________
Die TrÀume sind frei

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Werbung