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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Schueler
Eingestellt am 09. 04. 2001 14:38


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Jasmin
Autorenanw├Ąrter
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Der Sch├╝ler

Damals lebte ich in einem fremden Land, in dem Mandarinenb├Ąume, Palmen und Akazien wuchsen. Es war dort meistens warm und sonnig und die Leute recht freundlich.
Als sich die Geschichte, die ich hier erz├Ąhlen will, zutrug, war ich noch mit Leo verheiratet. Es war eine langweilige Beziehung, ohne H├Âhen, ohne Tiefen, eine flache Ebene ohne Gras, ohne Blumen. Mein ehemaliger Mann verdiente wenig Geld, er war ein rechter Versager und auch des Nachts schlief er ein, nachdem er mich nur wenige Minuten gestreichelt hatte. Ich blieb zur├╝ck mit einer Glut, die zwar nicht ihm galt, aber dennoch sehr stark war.

Die Tage verliefen eint├Ânig, ich kaufte ein, kochte Suppen und Eint├Âpfe, manchmal backte ich ihm Zitronenkuchen oder bereitete Schokoladenmousse zu. Aber es war doch ein sinnloses Unterfangen. Abends z├╝ndete ich Kerzen im goldenen Kandelaber an, deckte den Tisch feierlich mit wei├čen Spitzenkl├Âpplerdecken, legte Musik auf, von der ich annahm, dass sie ihm gefallen w├╝rde. Doch sobald wir nebeneinander lagen in unserer fliederfarbenen Seidenbettw├Ąsche und ich im schwarzem Negligee, da fror seine Hand schon nach kurzen Ber├╝hrungen in tiefem Schlaf ein.

Eines Morgens, die Sonne schien fahlgelb zwischen grauen Schleierwolken in unsere Marmork├╝che hinein, sagte er zu mir, w├Ąhrend er bed├Ąchtig sein Fr├╝hst├╝cksei aufklopfte:
Liebe Mina, ich glaube, du musst arbeiten. Wir brauchen Geld. Ich kann die Wechsel nicht mehr bezahlen.
Ich zuckte zusammen, lie├č mein Marmeladenbrot ungeschickt auf den Teller fallen, Rotes spritzte blutartig auf die wei├če Decke.
Arbeiten? Ich arbeiten? , fragte ich best├╝rzt. Aber was?
Du kannst Deutschunterricht erteilen, sagte er bestimmt.
Ich sch├╝ttelte den Kopf immer wieder. Und dann sprang ich auf von meinem Stuhl und lief ans Fenster und betrachtete verzweifelt die Mandarinen. Kleine, runde Fr├╝chte, glatt und prall.
Mina, jetzt beruhige dich doch, Liebes. Ein, zwei Sch├╝ler und die halbe Miete ist schon bezahlt.

Obwohl ich gro├če Angst hatte, es war ja etwas Neues, das hatte ich noch nie gemacht, setzte ich eine Anzeige in die Zeitung. Muttersprachlerin erteilt qualifizierten Deutschunterricht.

Lange Zeit passierte nichts und bei jedem Anruf fuhr ich zusammen, sp├╝rte das Salz aus allen Poren brechen.
Und eines Tages war es soweit. Eine Frau rief an. Bald stellte sich heraus, dass es sich um ihren Sohn handelte. Er sei siebzehn, gehe in die dritte Klasse des Lyzeums und wolle sich nun auf die Deutschpr├╝fung im August vorbereiten. Wir vereinbarten einen Termin f├╝r den kommenden Nachmittag.

Am n├Ąchsten Tag wurde mir schlecht. Mein Magen rebellierte, ich konnte keine Nahrung in mir behalten, bis ich v├Âllig ersch├Âpft auf dem Sofa liegen blieb. Nat├╝rlich rief ich die Frau an und sagte ab. Sie war etwas konsterniert, so schien es mir, aber wir vereinbarten einen neuen Termin.

Schlie├člich trafen wir uns am darauffolgenden Tag. Es war ein milder Mainachmittag, die Margeriten und der rote Klatschmohn k├╝ssten die Wiesen und die Sonne gl├╝hte ihrem Untergang entgegen. Ich hatte mir zur Feier des Tages ein kobaltblaues Kost├╝m aus Knitterleinen angezogen, dessen Rock meine wohlgeformten Beine bis eine Handbreit ├╝ber den Knien freigab. Keine Str├╝mpfe, denn es war warm. Die Haut an meinen Beinen war bereits leicht get├Ânt, was der Mutter meines zuk├╝nftigen Sch├╝lers sofort auffiel.
Ach, Sie sind ja schon so braun, sagte sie und ein Hauch von Neid schwang in ihrer Stimme mit.
Mir war das peinlich. Ich nahm Platz auf einem spie├čigen, etwas abgewetzten Blumensofa, in der Wohnung roch es nach Haustieren, nach Nicht-L├╝ften, nach gebratenem Fisch. Vor den Fenstern hingen vergilbte Gardinen, die den Blick auf die Tiefebene mit den Olivenhainen und dem gegen├╝berliegenden Marmorberg versperrten.
Die Frau hatte schmale, verkniffene, rosa geschminkte Lippen und orangefarben lackierte Fingern├Ągel. Sie trug ein lilafarbenes Sporttrikot und erkl├Ąrte, dass sie gerade aus ihrem Sportstudio k├Ąme. Ihr K├Ârper war eigenartig, sie war nicht gro├č und die Proportionen waren seltsam. Ganz kurze Beine, ein sehr breiter Hintern, ein fast fehlender Busen.
Und dann musterte sie mich von oben bis unten und stellte mir lauter peinliche, intime Fragen. Wie lange ich schon im Lande sei, warum ich hier sei, ob verheiratet, Kinder? Wie alt? Bei den meisten Antworten darauf schwindelte ich. W├Ąhrenddessen kam der Hund und begann meine F├╝├če zu lecken. Es war eine Promenadenmischung, Scho├čhundimitation, die Augen kaum sichtbar. Ich streichelte sein zotteliges Fell, obwohl er unangenehm roch und dann sprang der Hund auf mich.
Der Hund mag dich, sagte die Frau. Sie duzte mich einfach so.
Ich nickte irritiert und streichelte den Hund weiter und er leckte meine H├Ąnde, was mich ekelte, aber ich lie├č ihn gew├Ąhren, um einen guten Eindruck zu machen. Tierlieb.
Und dann rief sie meinen potentiellen Sch├╝ler.
Charly, rief sie. Und dann noch lauter, Charly!
Mein Herz klopfte nerv├Âs. Wie w├╝rde Charly sein?
Ich wurde immer nerv├Âser, streichelte den Hund immer weiter und dann kam Charly.
Langsam und lautlos kam er ins Wohnzimmer, z├Âgernd musterte er mich und dann l├Ąchelte er. Erleichtert wie mir schien.

Charly war sehr gro├č f├╝r sein Alter, fand ich. Ungef├Ąhr 1,85 m. Sein K├Ârper war muskul├Âs. Breite Schultern, kr├Ąftige Arme, kr├Ąftige Beine. Sein H├Ąndedruck ebenfalls. Ich wunderte mich, denn in meiner Vorstellung hatte ich ein kleines, d├╝nnes, blasses Jungchen erwartet. Sein Gesicht war klassisch geschnitten, die Nase nicht zu gro├č, gerade, die Augen zwar klein, aber intelligent, lebhaft. Die Lippen fein gezeichnet, sinnlich. Das Einzige, was sein Alter verriet, war die Haut. Seine Haut war von Aknepusteln ├╝bers├Ąt, zwar ohne Eiter, man merkte, dass er seine Haut pflegte, aber nichtsdestotrotz waren seine Wangen zwei rosarote Fleckenteppiche.
Charly sah gut aus, er sah wirklich gut aus, obwohl er diese Fleckenteppiche im Gesicht hatte. Einen sch├Ânen Menschen kann nichts entstellen... Seine Ausstrahlung war magnetisierend, aber ich sp├╝rte sofort, dass er keine Freundin hatte, noch nie eine gehabt hatte und dass diese Pusteln damit zusammenh├Ąngen mussten.
Genauso erleichtert wie Charly war, war ich auch. Ich mochte ihn auf Anhieb. Er war mir vertraut, sympathisch.
Seine Mutter und er tauschten Blicke aus und ich wusste, sie hatten sich f├╝r mich entschieden.





Am Montag darauf fing der Unterricht an. Montag, Mittwoch und Freitag von drei bis f├╝nf hatten wir vereinbart. Ich kaufte mir die notwendigen B├╝cher und fuhr zu dem Haus, an dem der Putz abbl├Ątterte und die wei├če Treppe immer schmutzig war. Hundespuren.
Die erste Stunde verlief gut. Charly strengte sich an und auch ich versuchte mein Bestes zu geben. Es stellte sich bald heraus, dass er sehr intelligent und lernf├Ąhig war. Er hatte schon mit mehreren Lehrerinnen versucht, Deutsch zu lernen. Aber es ging nicht, sagte er und es schien mir, als w├╝rde er mir zuzwinkern dabei. So, als ob er sagen wollte, ich sei die Auserw├Ąhlte, die es ihm endlich beibringen w├╝rde...

Vom ersten Augenblick an, war da eine seltsame, undefinierbare Spannung. Aufgrund des gro├čen Altersunterschiedes jedoch und Charlys Minderj├Ąhrigkeit, beachtete ich diese Spannung nicht. W├Ąre ich damals von Anfang ehrlich gewesen zu mir selbst, dann h├Ątte ich diese Spannung als das, was sie war, erkannt. Es war sicher eine erotische Spannung, ein Knistern bei jedem Blick, jeder Handbewegung. Auf beiden Seiten. Eine Ber├╝hrung und die Frucht w├╝rde platzen und sich auf den Teppich ergie├čen...
Jedes Mal, wenn Unterrichtstag war, wachte ich morgens lange bevor der Wecker klingelte mit einem eigenartigen Gef├╝hl auf. Ich war aufgeregt, meinen K├Ârper durchzog eine Erregung, wie nach einer schlaflosen Nacht. Lange Zeit verbrachte ich vor dem Kleiderschrank, konnte mich nicht entscheiden. Das eine war zu konservativ, das andere gab zu viel preis, das wollte ich auch nicht. Ich zog Kleider an, aus, an, aus, zum Schluss war immer ein Kleiderberg auf dem Bett im Schlafzimmer, den ich nach dem Unterricht wieder beseitigen musste.
Ich wollte Charly eigentlich nicht verf├╝hren. Dazu war ich viel zu puritanisch, zu gewissenhaft, zu streng mit mir. Aber mein Gef├╝hl rebellierte st├Ąndig dagegen. So zog ich immer wieder an schwachen Tagen enge Hosen, bauchfreie Oberteile oder zu kurze R├Âcke an und wenn ich dann Charly gegen├╝ber sa├č und seine Blicke mich bis auf die nackte Haut auszogen, dann rutschte ich nerv├Âs auf meinem Stuhl hin und her und versuchte den Schaden zu begrenzen, indem ich an meinem Rock zog und zerrte, um das Heraufrutschen zu vermeiden. Aber auch dieses verklemmte, pubert├Ąre Getue nahm Charly mit sichtlichem Genuss auf.
Lass den Rock doch in Ruhe. Es st├Ârt mich nicht, sagte er und grinste so unversch├Ąmt, dass ich rot wurde.
Die Zeit verging und Charly f├╝hlte sich immer freier, seine Blicke blieben h├Ąngen an meinem ├╝berdurchschnittlich gro├čen Busen oder an meinen vollen Lippen und er zog seinen Blick nicht zur├╝ck, auch wenn ich ihn ertappte. Ich hatte alle M├╝he, seine Konzentration wieder auf die Deutsch├╝bungen zu lenken, es ging bald nicht mehr. Ich h├Ârte seinen K├Ârper nur noch rufen. Ich will dich. Hier und jetzt.


Aber so sehr ich mich auch str├Ąubte, das Schicksal nahm seinen Lauf. Ich a├č kaum noch etwas, nahm ab, was mich jedoch attraktiver machte. Und wenn ich mein Gesicht im Spiegel betrachtete, dann sah ich ein eigent├╝mliches Leuchten und Glitzern in meinen Augen.
Mein damaliger Ehemann bemerkte nichts. Er f├╝hrte meine Ver├Ąnderung darauf zur├╝ck, dass ich endlich eine Besch├Ąftigung hatte.
Und Charly? Charlys Aussehen ver├Ąnderte sich auch. Kam er am Anfang noch mit Trainingshose und Hausschuhen zum Unterricht, kam er nun mit schwarzen Jeans, schwarzen, engen T-Shirts, die seinen sch├Ânen K├Ârper betonten. Und sein L├Ącheln... Sobald er mich sah, l├Ąchelte er ├╝ber das ganze Gesicht. Nein, er strahlte. Und dieses L├Ącheln versetzte mir einen Stich ins Herz.

Irgendwann merkte ich, dass ich Charly wollte. Ich wollte ihn. Wollte, dass er mich ber├╝hrt, dass er mich k├╝sst, dass er mich an sich rei├čt, mit mir schl├Ąft. Und sobald mir das bewusst wurde, fing das Leiden an. Ich sch├Ąmte mich, klagte mich an, ├╝berh├Ąufte mich mit Selbstvorw├╝rfen, fuhr nach Hause und weinte auf dem Weg dorthin im Auto. Aber nichts ver├Ąnderte sich dadurch, das Verlangen wuchs und mit ihm das Leiden und der Schmerz.

Der Unterricht ging nur noch m├╝hsam vor sich. Wir konnten uns beide nicht mehr konzentrieren. Wir sa├čen nebeneinander am Schreibtisch, jeder ├╝ber sein Buch gebeugt, ich versuchte so weit entfernt von ihm wie m├Âglich zu sitzen, Charly nicht in die Augen zu schauen. Aber Charly sp├╝rte alles und dann versuchte er mich aufzuheitern, indem er Bl├Âdsinn machte und in seinem holprigen, unbeholfenen Anf├Ąngerdeutsch mit mir zu reden.

Eines Nachmittags sa├čen wir ├╝ber einer Grammatik├╝bung, ich versuchte Charly die Bildung des Imperativs zu erkl├Ąren und da geschah es. Charly ber├╝hrte mich. Seine Hand legte sich auf mein Bein, auf meinen Oberschenkel und ich dachte ich verliere die Besinnung. Das Blut schoss zwischen die Beine und ich starrte ihn fassungslos an. Charly l├Ąchelte und dann zog er seine Hand zur├╝ck. Gerade im richtigen Moment, denn seine Mutter kam herein mit einem Tablett, auf dem ein Glas Orangensaft und ein St├╝ck Sandkuchen f├╝r mich waren. Sie l├Ąchelte wissend, zumindest kam es mir so vor und ich sch├Ąmte mich.
Auf dem Weg nach Hause merkte ich, dass ich feucht war und ich begann mich daf├╝r zu hassen.

Nachts lag ich neben Leo und er streichelte mich wieder und schlief ein und ich blieb zur├╝ck und das Verlangen wurde so gro├č, dass es schmerzte und so begann ich mich selbst zu streicheln und dachte dabei an Charly. Die Erregung, die sich aufgebaut hatte war so gro├č und intensiv, dass nur wenige Handbewegungen gen├╝gten, um die Entladung herbeizuf├╝hren. Danach weinte ich mich in den Schlaf voller Verzweiflung, Scham und Einsamkeit.

Langsam wurde mir bewusst, dass es sich nicht allein um eine erotische Anziehung handelte. Ich war verliebt in Charly und ich begann ihn zu lieben. Wir sprachen ├╝ber seine Probleme, wenn er mich anrief zu Hause aus irgendeinem vorget├Ąuschten Anlass. Er erz├Ąhlte mir, wie sehr er unter seinem Hautproblem litt, von seiner Angst vor der Pr├╝fung und davon, dass er noch nie mit einer Frau geschlafen hatte.
Ich brachte ihm Salben aus der Apotheke mit f├╝r seine Haut, Tonerde, brachte ihm B├╝cher, Kopien, Kassetten, auf denen ich ihm den Pr├╝fungsstoff draufgelesen hatte. Er sagte mir dann, er w├╝rde die Kassetten die ganze Nacht h├Âren und dabei an mich denken.

Und dann war die Pr├╝fung. Ich hatte ihm versprochen, dass wir zusammen hinfahren. Es war eine m├╝ndliche Pr├╝fung und sie fand in einem Hotel der Mittelklasse im Stadtzentrum statt. Vormittags um elf. Seine Mutter wollte auch mitfahren, aber Charly wimmelte sie erfolgreich ab.

Charly war nerv├Âs und ich auch. Wir sprachen kaum im Auto. Charly hatte Fieber, es schien ihm schlecht zu gehen. Es gab viel Verkehr, es war hei├č, stickig, mein d├╝nnes Kleid klebte an meiner Haut.

In der k├╝hlen Hotelhalle, die ganz aus Marmor und Glas bestand, teilten Pr├╝fungshelfer die Pr├╝flinge in Gruppen ein. Nach Anfangsbuchstaben. Charly ragte heraus aus der Menge. Er schien der Gr├Â├čte und Reifste von allen zu sein. Obwohl ich damals eigentlich viel j├╝nger aussah, als ich war, f├╝hlte ich mich wie seine Mutter. Als er in das Pr├╝fungszimmer gehen musste, schaute er mich ernst an. Ich wollte ihn umarmen, aber ich sagte nur, viel Erfolg, du schaffst es.

Charly fiel durch die Pr├╝fung, das war klar. Ich f├╝hlte mich schuldig. Er rief mich an und teilte mir das Ergebnis mit. Und er tr├Âstete mich. Charly tr├Âstete mich.
Mina, sei nicht traurig, du kannst nichts daf├╝r, sagte er.
Ich konnte nichts sagen, ich war fix und fertig.
Und dann sagte er etwas, was mich v├Âllig umhaute.
Mina, ich bin verliebt in dich. Ich liebe dich und ich will mit dir schlafen.
Mein Herz setzte aus, ich dachte, ich tr├Ąume.
Mina, ich will dich sehen, bitte.
Charly, das geht nicht, du wei├čt...
Bitte, Mina.

Wir trafen uns am gleichen Abend in einer Kneipe. Nach einem Bier verlie├čen wir die Kneipe und fuhren mit meinem Auto ans Meer. Leo hatte ich gesagt, ich w├╝rde zu meiner Mutter fahren.
Wir gingen lange schweigend nebeneinander am Strand. Es war Neumond, ziemlich dunkel, der Strand menschenleer. Die Nacht war warm, das Meer ruhig und glatt. Ab und zu sprang ein Fisch aus dem Wasser. Von fernem h├Ârte man die Motoren der Fischerboote und sonst nur unsere Schritte im Kies.
Dann nahm Charly meine Hand und sagte, komm, setzen wir uns.
Er breitete seine Jacke auf dem Kies aus, schob mich sanft darauf und setzte sich neben mich. Ganz dicht sa├čen wir nebeneinander zum ersten Mal, ich sp├╝rte die W├Ąrme seines K├Ârpers, seinen Geruch. Ich mochte seinen Geruch. Eine Weile sa├čen wir so da schweigend und schauten auf das Meer. Und dann nahm Charly meinen Kopf mit beiden H├Ąnden und drehte ihn sanft in seine Richtung. Er schaute mich ernst an, sehr ernst und dann l├Ąchelte er leise und n├Ąherte langsam, ganz langsam seine Lippen an meine Lippen. Kurz davor hielt er noch einmal inne und die Spannung in mir wuchs ins Unermessliche.
Dieser erste Kuss stellte alles in den Schatten, was ich bis dahin erlebt hatte. Meine Beine und Arme wurden schwach, als w├╝rde ich bald ohnm├Ąchtig werden. Charly fasste mich an den Schultern und schob mich sanft zur├╝ck und dann lag ich auf dem R├╝cken und Charly ├╝ber mir und wir k├╝ssten uns stundenlang, zumindest kam es mir damals so vor, ohne dass er mich sonst irgendwo ber├╝hrte. Und mir wurde hei├č, ganz hei├č.
Irgendwann l├Âste sich Charly von mir und schaute mir in die Augen und sagte, ich will mit dir schlafen, ich halte es nicht mehr aus.
Hier? Und wenn man uns sieht? , fragte ich.
Komm, wir gehen hinter die Klippen, sagte Charly atemlos und er nahm meine Hand, stand auf und zog mich nach oben.
Beim Gehen sp├╝rte ich die Erregung und Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen und ich liebte seine warme Hand.
Hinter den Klippen konnte man uns aller Wahrscheinlichkeit tats├Ąchlich nicht sehen und inzwischen war es uns auch egal. Charly zog mich ungest├╝m nach unten, er lag mit dem R├╝cken im Kies und er zog mich auf sich und dann k├╝ssten wir uns wieder, aber dieses Mal nicht lange.
Zieh dich aus, fl├╝sterte Charly und ich richtete mich auf, kniete zwischen seinen halbge├Âffneten Beinen im Kies und zog mein T-Shirt aus und dann den schwarzen BH und Charly riss die Augen weit auf, als er meinen Busen sah, diesen Blick werde ich nie vergessen und dann waren wir eine Weile still und bewegungslos und Charly starrte auf meinen Busen, bevor er ihn endlich zaghaft ber├╝hrte, vorsichtig wie ein kleines Kind, erstaunt. Er fuhr mit dem Zeigefinger ├╝ber das Rosa und es richtete sich auf und ich bekam eine G├Ąnsehaut und beugte mich ├╝ber ihn, st├╝tzte mich auf mit den H├Ąnden neben seinem Kopf und er k├╝sste meinen Busen und ich biss mir auf die Lippen, die Erregung war fast schmerzhaft.
Und dann ├Âffnete ich seine Jeans und zog sie herunter, zog sie aus. Charly trug Boxershorts und seine Erregung war so fortgeschritten, dass ich glaubte, es w├Ąre gleich vorbei. Ich zog die Boxershorts auch aus und zog mich dann ganz aus und dann legte ich mich auf ihn und nahm ihn in mir auf ganz behutsam und ich bewegte mich nicht, k├╝sste Charly nur auf den Mund und schaute ihm in die Augen und dann fl├╝sterte Charly, bitte, ich halte es nicht mehr aus und ich sp├╝rte ihn tief in mir, sp├╝rte wie er mich ganz ausf├╝llte und dann machte ich eine sanfte Bewegung, ganz sanft, aber die gen├╝gte und wir kamen gleichzeitig.

Danach lagen wir lange da, Charly dr├╝ckte mich fest an sich, ich lag auf seiner Brust, mit dem Gesicht Richtung Himmel und wir z├Ąhlten die Sterne und Charly fuhr mit dem Zeigefinger ├╝ber mein Gesicht, zeichnete seine Linien nach.
Ich liebe dich, Mina.
Ich dich auch, Charly.

Ich zog mich dann von Charly zur├╝ck. Ich hatte mich davon ├╝berzeugt, dass alles keinen Sinn hatte. Sollte ich meinen Mann verlassen und mit einem Siebzehnj├Ąhrigen zusammen ziehen? Das ging alles nicht. So trennte ich mich von Charly. Am Telefon. Wir weinten beide bitterlich, es war ganz entsetzlich.
Lass uns auswandern, Mina, bitte, nur du und ich.
Nein, Charly, du wei├čt, das geht nicht.

Nach diesem Telefongespr├Ąch war alles aus. Charly rief nicht mehr an, vielleicht hatte ich auch ihn ├╝berzeugt. Bei jedem Klingeln des Telefons hoffte ich, es sei Charly. Ich traute mich nicht bei ihm anzurufen, schlie├člich war seine Mutter w├╝tend auf mich, weil Charly die Pr├╝fung nicht bestanden hatte.

Es sind viele Jahre seit dem vergangen. Ich habe mich von Leo getrennt, hatte ein paar belanglose Aff├Ąren danach. Aber jemand wie Charly habe ich nie wieder getroffen und ich habe das Gef├╝hl, dass ich auch nie wieder jemand wie Charly treffen werde.





__________________
Jasmin

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innergetic
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Unentschieden

nach deinem Vergleich mit Kyra habe ich schon das schlimmste bef├╝rchtet, dass ich hierzu wieder nichts sagen k├Ânnte (vgl. Post bei Kyra)
Kann ich aber. Dies ist keine Geschichte von P├Ądophilie. Charly wollte es selber. Mit 17 ist man schon soweit, dass man von Mi├čbrauch und Ausnutzung wei├č.
Einerseits kann er sich nun r├╝hmen, es mit einer ├Ąlteren Frau getan zu haben, anererseits kann er sich daran erinnern, dass dein Hauptfigur ihm einiges beigebracht hat. In doppeltem Sinne.
Ich finde es interessant, dass es zwischen lehrern und Sch├╝lern (analog: Nachhilfen) immer wieder zu so etwas kommt, dass das Abh├Ąnigkeitsverh├Ąltnis immer wieder zu einer Art Beziehung f├╝hrt. Kann mir das mal einer erkl├Ąren?
Alles in allem gut erz├Ąhlt/geschrieben, abgesehen von Kleinigkeiten. Danke f├╝r den Tipp.

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Renee Hawk
???
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wow, das ist eine gute Geschichte, (heimlich mal wieder heftig die liebe Jasmin loben) ich habe das Gef├╝hl das Du Dich irgendwie weiter entwickelt hast. Deine Art zu schreiben ist reifer, fliesender und ausf├╝hrlicher.

Liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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Jasmin
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Abhaengigkeitsverhaeltnisse

Hallo Thomas,

da bin ich ja erleichtert.

<<Ich finde es interessant, dass es zwischen lehrern und Sch├╝lern (analog: Nachhilfen) immer wieder zu so etwas kommt, dass das Abh├Ąnigkeitsverh├Ąltnis immer wieder zu einer Art Beziehung f├╝hrt. Kann mir das mal einer erkl├Ąren?>>

Nun, ich denke nicht, dass es so haeufig vorkommt, aber es kommt eben auch vor wie vieles andere, man beschaeftigt sich nur damit, weil es eigentlich nicht sein duerfte, irgendwie "verboten" ist.

Meine Geschichte ist fiktiv, hat aber wohl doch einen wahren Kern. Eins vorweg, es ist real nie "zu etwas" gekommen, aber die Verliebtheit war da auf beiden Seiten, vielleicht sogar Liebe und zwar trotz des Abhaengigkeitsverhaeltnisses, nicht deswegen. Es waere mir lieber gewesen, ich haette diesen Jungen unter anderen Bedingungen kennen gelernt und er waere aelter gewesen oder ich juenger.

<<Alles in allem gut erz├Ąhlt/geschrieben, abgesehen von Kleinigkeiten. Danke f├╝r den Tipp.>>

Fuer einen Hinweis auf die Kleinigkeiten waere ich dankbar.


Hallo Renee,

danke fuer das Kompliment. Ja, das kann gut sein, dass ich mich weiter entwickelt habe. Kann auch sein, dass diese Geschichte mir besonders am Herzen lag. Ich wollte sie schon lange schreiben, aber war nicht dazu in der Lage.

Liebe Gruesse

Jasmin

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Jasmin

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innergetic
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Registriert: Not Yet

Kleinigkeiten...Das ├ťbliche halt. Kleine Tippfehler, Konnotationen, die nur f├╝r mich eine Bedeutung haben, all das halt, das mich davon abh├Ąlt, dem ganzen 10 statt nur neun Punkte zu geben.

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Jasmin
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Sep 2000

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Tippfehler, Konnotationen...

Hallo Thomas,

ich habe natuerlich ein Korrekturprogramm, habe den Text auch zweimal Korrektur gelesen, Tippfehler muessten eigentlich keine drin sein.
Was meinst du mit Konnotationen?
Was mich aber am meisten interessiert, ist, ob der Inhalt stimmt, ob du dir das alles vorstellen kannst, was ich schreibe, ob ich eine Stimmung rueberbringe, eine Atmosphaere...
__________________
Jasmin

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