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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Schwimmer
Eingestellt am 08. 03. 2003 19:39


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Schubie
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2003

Werke: 3
Kommentare: 2
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Ich schwimme durch die nachtschwarze BrĂŒhe meines finsteren Verstandes. Um mich herum Treibgut, meine Erinnerungen. Es ist nass und kalt. Mit jedem Armzug sorge ich fĂŒr den notwendigen Auftrieb der mich ĂŒber Wasser hĂ€lt um nicht zu ertrinken. Der Blick schweift zum Himmel. Der Mond scheint, der einzige Lichtblick im Leben, mein Verstand war einst klar. Im nĂ€chtlichen Licht erhĂ€lt alles einen besonderen Schimmer. Ein Augenblick, den ich festhalten möchte, doch er ist zu groß fĂŒr mich allein. Kleine Dampfwölkchen steigen auf, mein warmer Atem in kalter Luft. Die Essenz des Lebens, vergiftet durch trĂŒbe Gedanken, vernebelt mit jedem Atemzug meinen Blick immer mehr. Wabernde Geister, lenken mich ab von mir. Sie verdichten sich, steigen empor, verdecken den Himmel. Der Mond erleuchtet mich nimmer mehr. Ein Luftzug, erst eine leichte Brise, dann ein starker Sturm. Das Wasser bewegt sich. Wellen, haushoch tĂŒrmen sie sich auf, um mich zu unter sich zu begraben. Meine um mich herum treibenden Erinnerungen, langsam verliere ich sie aus den Augenwinkeln. Ein Tropfen fĂ€llt vom Himmel, dann ein Weiterer. Plötzlich wird es hell. Ich will mir die Augen zuhalten, mich schĂŒtzen, doch ich muss ja weiter schwimmen, mit aller Kraft ĂŒber Wasser bleiben. Es donnert, meine Ohren sind betĂ€ubt vom lauten Tosen. Es raubt mir die Kraft, doch schĂŒtzen kann ich mich nicht. Es wĂ€re mein Ende. Der Regen des Sturms prasselt mit aller Wut auf mich ein. Ein letzter Tropfen, eine letzte TrĂ€ne, fĂ€llt vom Himmel. Die Wellen brechen ĂŒber mich hinein. Meine Beine strampeln mit aller Kraft. Meine Arme strecken sich dem Himmel entgegen, in Erwartung einer rettenden Hand. Etwas zieht an mir. Geisterhand aus der Tiefe meiner dunkelsten Ecke. Es zieht mich hinab. Die Beine wehren sich, strampeln, versuchen der eisigen Umklammerung zu entkommen, doch es macht keinen Sinn. Hilflos rudern die Arme, vergebens jeglicher Versuch an die OberflĂ€che zu gelangen. Die Erinnerungen verschwimmen, sinken schneller zum Grund als ich ihnen folgen kann. Alles verschwindet im Dunkel meines Hirns, nach fĂŒr nach erlischen die kleinen Lichter. Kein Weg ist mehr sichtbar. Nichts mehr da, an dem ich mich orientieren kann. Der letzte Schimmer des Mondes ist kaum noch zu sehen, unter der OberflĂ€che herrscht Dunkelheit. Ein letzter Atemzug, meine Lungen schmerzen. In mir das, was mich verschlingt.
__________________
freak on a leash ...

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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

so. ich schreib da jetzt was dazu. weil ich finde, dass es nicht angehen kann, dass manche texte 350 mal gelesen und kommentiert werden und andere nur 9 mal. das leben ist ungerecht. ich finde trotzdem, dass jeder hier das recht auf einen kommentar hat.

also. die geschichte spricht mich nicht wirklich an, weil ich ein positiver, optimistischer mensch bin und ich eigentlich nicht in den sog deiner depression gezogen werden möchte.

manche bilder sind ganz schön, mit der brĂŒhe und den erinnerungen, aber es kommt irgendwann nichts neues mehr, es bleibt trist und wird trister und die bilder wiederholen sich.
noch dazu ist alles in einer langen wurscht geschrieben und da weiß man dann manchmal nicht, (wenn man so unstruktiert ist wie ich) hab ich das schon gelesen oder nicht? aber das ist eh nicht so wichtig, weil eine zeile trauriger ist als die andere, und hoffnungsloser.

die k.

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