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Leselupe.de > Gereimtes
Der Sohn
Eingestellt am 24. 09. 2011 17:29


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ulgess
Bl├╝mchendichter
Registriert: Sep 2011

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Der Sohn, er m├Âchte dem Vater gleichen,
mit Worten ungelenk hat er┬┤s versucht.
Nicht wird er gleichen Ruhm erreichen,
sein eig┬┤nes Buch hat er verflucht.

Der Vater will die Welt bewegen,
ihm sind der Geist, Natur nur wichtig.
Der Himmel, Erde, Donner, Regen.
Die N├Ąhe, Kind, Weib und Haus sind nichtig.

Der Sohn ist schlie├člich ausgezogen,
doch brachte die Weite ihm kein Gl├╝ck.
Auch Alkohol hat ihn betrogen,
nach Weimar zog ihn nichts zur├╝ck.

Er wollte endlich selber leben,
nicht eines Vaters Sohn nur sein,
aus dieser Stadt heraus nur streben,
von Enge, Hochmut sich befreien.

Im fernen Rom war┬┤s, wo er starb.
Mit keinem Menschen mehr vereint,
der Vater war nie an dem Grab.
In Weimar hat kein Mensch geweint.

Der Grabstein auf dem protestantischen Friedhof in Rom tr├Ągt die Inschrift (├╝bersetzt):
Goethe der J├╝ngere verstarb dem Vater vorangehend mit 40 Jahren 1830.
Sein Vorname war nicht vermerkt.

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anbas
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

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Hallo Ulgess,

erstmal herzlich willkommen hier auf der "Gr├╝nen Literaten Wiese" .


Dein Gedicht hat mich animiert, noch ein wenig zu recherchieren. Dabei habe ich diese Info auf Wikipedia gefunden: Hier klicken .

Zum Gedicht selber:

Ich finde es schon einer Herausforderung, eine Biografie, bzw. Teile einer Biografie in Reime zu stecken. Ohne den geschichtlichen Hintergrund w├╝rde ich diesem Text gar nichts abgewinnen k├Ânnen. Daher finde ich den Hinweis am Ende gut und wichtig. Stilistisch m├╝sste f├╝r mein Empfinden noch viel ├╝berarbeitet werden, da das Versma├č sehr holperig und auch in den einzelnen Versen verschieden ist. Auch einzelne Formulierungen solltest Du noch mal ├╝berdenken.

Ich habe mich mal rangemacht und ein wenig "gebastelt". Au├čerdem habe ich hhier und da noch ein paar Anmerkungen gemacht. Vielleicht ist ja was dabei, das Du ├╝bernehmen m├Âchtest, oder das Dich zu einer eigenen L├Âsung inspiriert:

quote:
Der Sohn er m├Âchte dem will seinem Vater gleichen,
mit Worten und hat dies ungelenk hat er┬┤s versucht.
Nicht wird er niemals gleichen Ruhm erreichen,
sein eig┬┤nes Buch hat er verflucht.

Der Vater will die Welt bewegen,
ihm sind der Geist, Natur nur wichtig.
Der Himmel, Erde, Donner, Regen.
Die N├Ąhe, Kind, Weib und Haus sind nichtig.

Der Vers sollte komplett neu ├╝berarbeitet werden, da das Versma├č total von den anderen Versen abweicht. Auch die Aufz├Ąhlungen finde ich, so wie sie jetzt da stehen, h├Âchst ungl├╝cklich.

Der Sohn ist schlie├člich ausgezogen,
doch brachte die Weite (die Ferne?) brachte ihm kein Gl├╝ck.
Auch Alkohol hat ihn betrogen, (wie kann Alkohol betr├╝gen???)
nach Weimar zog ihn nichts zur├╝ck.

Er wollte endlich selber leben,
nicht eines Vaters Sohn nur sein,
aus dieser Stadt heraus nur streben,
von Enge, Hochmut sich befreien.

Im fernen Rom war┬┤s, wo er starb.
Mit keinem Menschen mehr vereint,
der Vater war nie an dem Grab.
In Weimar hat kein Mensch geweint.

Auch dieser Vers weicht vom ├╝blichen Versma├č st├Ąrker ab. Da es aber der Abschlussvers ist, k├Ânnte er aus meiner Sicht aber auch so stehen bleiben.

Ich hoffe, dass diese Art des Kommentierens f├╝r Dich in Ordnung ist. Auf jeden Fall ist es nicht pers├Ânlich gemeint.

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Auch von mir ein Herzliches Willkommen.

Lieber Ulgess, lieber Andreas,

ich m├Âchte den Anmerkungen nur eine kleine, weitere hinzuf├╝gen. Andreas hat schon ordentlich vorgearbeitet. :-)

In der letzten Strophe holpert mir der dritte Vers ein wenig zu viel.

Vorschlag:

quote:
Im fernen Rom war┬┤s, wo er starb.
Mit keinem Menschen mehr vereint,
der Vater war nie an dem scheut┬┤ des Sohnes Grab.
In Weimar hat kein Mensch geweint.

Liest sich fl├╝ssiger und "das Grab scheuen" find ich pers├Ânlich etwas kunstvoller als "war nie am Grab".

Ein nettes Erstlingsgedicht. Weiter so.

Gru├č,
Archi

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