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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Spiegel
Eingestellt am 28. 10. 2000 12:22


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Ann-Kathrin Deininger
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Registriert: Sep 2000

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Als ER den Mann sah, strich ER sich ├╝ber seinen kahlgeschorenen Sch├Ądel. Sollte ER werfen? ER tastete nach seiner Jackentasche. Nur ein Schl├╝ssel. Der Mann ging weiter. ER beschloss ihm zu folgen. Vor IHM leuchtete ein rotes Licht. Ein rotes Licht mitten in der Nacht. Der Mann blieb stehen. Der Mann streckte seine Hand aus. In dem fahlen Licht konnte ER die Hand nicht richtig sehen. Schwarz, murmelte ER, nat├╝rlich ist seine Hand schwarz wie die Nacht. Jetzt war das Licht gr├╝n. Der Mann ging weiter. ER folgte. Ich brauche etwas zum werfen. ER hatte nur seinen Schl├╝ssel. Ich kann stechen, dachte ER. Aber werfen ist sicherer.
Der Mann bog in eine Stra├če. ER folgte. Um IHN herum gab es nur vernagelte H├Ąuser. Sie sahen IHM zu. SEINE schweren Stiefel polterten auf der Stra├če. ER war sicher, dass der Mann es h├Ârte. Der ging weiter. ER stampfte mit den Stiefeln hinterher. Der Mann drehte sich nicht um. Jetzt war ER w├╝tend, dass ER nichts zum Werfen hatte. ER folgte ihm.
Der Mann ging nicht schneller. ER sah sich um. Fr├╝her haben hier H├Ąuser gestanden, dachte ER, fr├╝her haben hier Menschen gewohnt. Jetzt gab es nur noch vernagelte Ruinen und Schutt. ER fand einen Stein und hob ihn auf. Der Stein war sehr schwer. ER folgte dem Mann.
ER hob den Stein. ER stellte sich vor, die Augen des Mannes zu sehen, wenn sie den Stein fliegen sahen. ER hatte solche Augen schon viele Male gesehen. Aber der Mann drehte sich nicht um. ER kam n├Ąher an ihn heran.
ER lie├č den Stein sinken. ER trat auf eine herumliegende Bierdose. Der Mann ging weiter. ER kam noch n├Ąher an ihn heran.
ER wollte werfen, aber wenn ER die Augen nicht sah, machte es keinen Spa├č. SEINE Finger tasteten nach seinem Schl├╝ssel. ER zog ihn hervor. Der Schl├╝ssel klimperte. Der Mann drehte sich nicht um. Da packte ER ihn an der Schulter.
ER stach mit dem Schl├╝ssel zu. ER h├Ârte sich schreien, w├Ąhrend ER wieder zustach. Der Mann fiel auf den Boden. Noch immer konnte ER seine Augen nicht sehen. Aber ER sah, dass die Haut des Mannes wei├č war.
ER fand, dass SEIN Gesicht nass war und klebte. ER lie├č den Mann liegen.
ER ging die Stra├če zur├╝ck. ER steckte den Schl├╝ssel in die Tasche. Zu Hause hielt ER den Stein noch immer in der Hand. ER besah sich im Spiegel. In dem fahlen Licht fand ER, dass ER schwarz aussah. ER sah SEINE Augen.
Da warf ER den Stein in den Spiegel.

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