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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Der Stecher meiner Seele
Eingestellt am 23. 06. 2014 12:12


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badredheadlady
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2014

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Wieder eine dieser ewig langen NÀchte voller TrÀume im gedÀmpftem Wachzustand.
Schlaflos, scharf und einsam in einem Bett, das viel zu groß ist, fĂŒr eine zierliche Person wie mich. Und dennoch zu klein fĂŒr das Ausmaß meiner Fantasie und die Flut meiner Gedanken, der ich nicht entkommen kann. 
Ich liege wie benommen im Bett, wĂ€hrend mir der Mond rĂŒcksichtslos auf mein Gesicht knallt. Das Licht des Mondes ist stĂ€rker, als der Stoff der VorhĂ€nge es zulĂ€sst. 
Eigentlich bin ich völlig ĂŒbermĂŒdet und fertig vom Abend, der hinter mir liegt. Ein Abend, der nie stattgefunden hat, aber unvergesslich ist.
Dieser Abend ist der Blockbuster in meinem Kopf. Ein Film, der sich jede Nacht wiederholt, so lange mich niemand wachrĂŒttelt und der kranken Illusion ein Ende bereitet.

Unsere AffĂ€re ist spannend, da unser Kontakt nur auf die wenigen Abende beschrĂ€nkt ist, an denen wir uns sehen. TagsĂŒber sind wir uns fremd und kennen uns nicht. 
Wir schĂŒtten uns nicht mit niedlichen Nachrichten zu, die uns verkitschen und uns den Respekt nehmen. 
Unser VerhĂ€ltnis ist deshalb distanziert, denn zu viel NĂ€he wĂŒrde den Reiz unserer Treffen zerstören. Und uns. 
Wir dĂŒrfen nicht als wehrlose Opfer gegenseitiger GefĂŒhls-AbhĂ€ngigkeit enden. Aber ich wĂŒrde lĂŒgen, wenn ich mit Stolz behaupten wĂŒrde, ich hĂ€tte keine GefĂŒhle fĂŒr dich. 

Ich sitze dir gegenĂŒber, in einem Restaurant deiner Wahl, da du am besten weißt, wo man stilvoll Essen gehen kann und dazu noch ein gutes Glas Rotwein bekommt.
Auch heute bist du zu spÀt zu unserer Verabredung gekommen.
Du meintest, dir wÀre ein wichtiger Termin dazwischen gekommen, ganz spontan. Aber ich mache kein Drama draus, denn wir sind kein Paar, sondern zwei freie Menschen.
GefĂŒhlsfrei und flexibel, ohne die vielen Regeln, die in einer normalen Beziehung vorherrschen.

Ich erzĂ€hle dir auch nicht, dass ich vorhin fies von einem Typen angemacht wurde, als ich draußen auf dich wartete. Wahrscheinlich sah er in mir ein leicht bekleidetes MĂ€dchen, das einfach zu haben war, wĂ€hrend er völlig betrunken an mir vorbeilief und versuchte, mich anzufassen. Es gelang ihm nicht, da ich schnell einen Schritt zurĂŒckwich und er ins Leere griff. Er verschwand ohne ein weiteres Wort an der nĂ€chsten Straßenecke. Wo immer sein Weg ihn auch hinfĂŒhren wĂŒrde, in seinem reduzierten Geisteszustand.





Warum soll ich dir also von dem Erlebnis erzĂ€hlen. Schließlich ist mir nichts passiert. Meine Kleiderwahl trĂ€gt mit dazu bei, dass es ĂŒberhaupt zu solchen VorfĂ€llen kommt. Zwar bin ich kein ĂŒberstrapaziertes Fashion-Victim, aber ich lege schon Wert auf ein betont weibliches Erscheinungsbild, zumal es mir mein Körper erlaubt.
Heute trage ich einen langen dunkelblauen Parka und eine feine schwarze Strumpfhose. Was sich unter dem Parka befindet, lĂ€sst sich erahnen. Ein kurzes Kleid, ziemlich verspielt, aber auch ziemlich sexy und mutig. Meine High Heels vervollstĂ€ndigen das Klischee einer Frau, die auf Provokation setzt und ein Engel der VerfĂŒhrung ist. Ein Klischee, welches auch dich Ă€ußerlich gut ergĂ€nzt. 

Ich liebe dich.
Obwohl ich es nicht will und es nicht zu unserer Abmachung passt, frei und unabhÀngig voneinander zu sein. 
Liebe macht abhĂ€ngig, mit allen Sinnen, immer und ĂŒberall. Die Liebe zu dir begleitet mich den ganzen Tag, in jeder Sache, die ich tue, steckst auch du. Du bist mein innerlicher Antrieb und die Motivation fĂŒr mein Handeln.
Liebe treibt und du bist mein Herz.
Daran kann ich nichts mehr Ă€ndern, denn es ist zu spĂ€t. Sobald ich dich sehe, versuche ich krampfhaft, dir meine GefĂŒhle nicht anmerken zu lassen. Bis jetzt habe ich es geschafft, nur irgendwann wird dieses Geheimnis aufbrechen und der Zauber unserer Anziehung ist vorbei, da sie nur auf Distanz funktioniert. 

Wenn ich dir in die Augen schaue, könnte ich in dieser Tiefe versinken. Jeder einzelne Blickkontakt weckt in mir die Sehnsucht, mich dir völlig hinzugeben. Bedingungslos.
In deinen Augen sehe ich deine Erfahrung, in der du mir weit voraus bist. Das macht dich attraktiv.

Uns trennen 20 Jahre Erfahrung und der Reiz dieses Unterschieds fĂŒhrt uns zusammen, da jeder das in dem anderen findet, was er fĂŒr sich persönlich braucht.
Ich liebe deine Unnahbarkeit und den Kampf um Aufmerksamkeit, die du mir erst schenkst, wenn ich es verdient habe. Das erreiche ich durch die Art, in der ich dich verfĂŒhre. Indirekt durch mein Alter und direkt durch mein Aussehen, sowie mit meinem Charakter, der dich mit seiner Vielseitigkeit ĂŒberzeugt. Die Bandbreite zwischen naiv und erwachsen ist enorm.

MĂ€nner mögen oft Frauen, die jung, hĂŒbsch und unverbraucht sind.
Junge Frauen mit Frischesiegel und dennoch verdorben, als hÀtten sie bis auf Sex nie etwas anderes im Leben kennengelernt.
Außerdem muss die Frau clever sein, um zu wissen, wie sie einen richtigen Mann am besten um den Finger wickelt, damit sie ihre eigenen WĂŒnsche auskosten kann und das bekommt, was sie will. Eigentlich auch zu Gunsten des Mannes, denn er wird von ihrem GlĂŒck und ihrer Zufriedenheit profitieren.

Ich habe keine WĂŒnsche, außer völlige Hingabe in einer gemeinsamen Nacht. Die Entscheidung des Zeitpunkts ĂŒberlasse ich dir. Dass es bald soweit sein wird, merke ich dir immer mehr an, indem du mir zeigst, wie viel Macht du ĂŒber mich hast. Du redest ehrlicher mit mir und dein Blick wird eindringlicher. Manchmal redest du kaum, sondern sitzt nur schweigend da und beobachtest mich, mit einer IntensitĂ€t, die mich verlegen macht. Nebenbei rauchst du gelassen deine Zigarette und genießt es, mich hinzuhalten, damit unsere AffĂ€re weiter von der Sehnsucht leben kann und sich vertieft.
Ich denke, du weißt, dass du mit deiner Distanz und deiner KĂ€lte dein Ziel erreichst, mich einzuschĂŒchtern und gefĂŒgig zu machen. Nur willst du nicht zu schnell ans Ziel kommen, sondern dein Opfer lieber an die Spitze der Lust treiben, bevor du mich erlöst und wir uns beide im Bett verlieren.

Du löst in mir ein Wechselbad der GefĂŒhle aus.
WĂ€rme und KĂ€lte laufen mir fast gleichzeitig ĂŒber den RĂŒcken. Wie ein Fieber im Liebesdelirium, die Folge einer AffĂ€re zwischen Gut und Böse.
Eines steht inzwischen fest: Solltest du dich je entscheiden, mit mir zu schlafen, werde ich daran kaputt gehen. 

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Wipfel
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Ich finde es durchaus gelungen, wie die Prot. sich ihren Stecher zurechtbastelt - und damit die ganze ErzĂ€hlsituation. Die scheinbaren WidersprĂŒche liegen in der devoten Art der Prot. begrĂŒndet...

GrĂŒĂŸe von wipfel

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gareth
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Registriert: Dec 2003

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Wie, um Himmels willen, badredheadlady,

kommt man denn auf den Begriff Stecher im Zusammenhang mit diesem gefĂŒhlvollen Geschehen?

Na gut, ich denke, ich habe da einen ziemlich konkreten Wunschtraum gelesen, der mir stilistisch schon recht gut gefallen hat. Allerdings gibt es noch einigen Raum fĂŒr Verbesserungen. Kleine Unkorrektheiten: Sobald ich dich sehe, versuche ich krampfhaft, dir meine GefĂŒhle nicht anmerken zu lassen, Das Licht des Mondes ist stĂ€rker, als der Stoff der VorhĂ€nge es zulĂ€sst (ich ahne, was gemeint ist, aber das steht da nicht).

Wenn dann eines Tages noch Allerweltsbegriffe entfallen können, wie z.B: Wechselbad der GefĂŒhle oder Blockbuster wĂ€re es noch angenehmer zu lesen.

Insgesamt finde ich den Text recht nahe am richtigen Leben. Die heimliche Sehnsucht nach einem Mann oder einer Frau, der/die in uns, wie auch immer, ein sexuelles Begehren ausgelöst hat, wird wohl meist begleitet von der Angst, der RealitÀt nicht standzuhalten.

Das glaube ich jedenfalls, wÀhrend ich das schreibe :o)
GrĂŒĂŸe gareth

p.s. ich muss ehrlicherweise sagen, ich könnte niemals erahnen, dass ein MÀdchen in einem langen, dunkelblauen Parka, darunter ein kurzes Kleid, ziemlich verspielt, aber auch ziemlich sexy und mutig trÀgt :o)
__________________
Wie hÀsslich ist ein schrÀges Treiben,
da lob ich mir mein trÀges Schreiben.

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