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Leselupe.de > Gereimtes
Der Steintroll
Eingestellt am 05. 03. 2018 11:54


Autor
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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Ein Steintroll legt sich auf Lauer,
egal, ob B├╝rger oder Bauer,
wen er ber├╝hrt, der wird zu Stein,
und sei es nur ein Dichterlein.

In einem Fall nur wird er blasser,
der Steintroll f├╝rchtet sehr das Wasser,
denn trifft es ihn, springt er in Teile,
drum kauft er Schirme alleweile.

Doch wie es geht, so geht es immer,
statt schlechter wird es immer schlimmer,
es naht ein Sturm samt Regenguss,
sein Schirm weht fort - mit ihm ist Schluss.

Die Steine reiben sich die Glieder
und werden so zu Menschen wieder.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Weltenwandler
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Bernd,

mir gef├Ąllt dein Gedicht gut.
Metrik und Reimschema sind ansprechend, die Wortwahl ist abwechslungsreich, nicht zu plump und nicht zu abgehoben.

Bei der Interpretation f├Ąllt es mir schwer, mich auf ein "Thema" festzulegen. Deshalb passt dein Gedicht meiner Meinung nach in ein Publikum, das einerseits mit dem Bild des Steintrolls zufrieden ist, andererseits aber auch Spa├č daran hat, den Regen und die "Steinwerdung des Menschen" symbolisch zu sehen und darin tiefere Gedanken zu erkennen.

Sch├╝ler w├╝rden wohl bei so einem Gedicht klassischerweise fragen: "Was soll der Unfug?" - wenn du das vermeiden willst, musst du etwas mehr verraten Dass du das "Dichterlein" in das Gedicht schmuggelst, finde ich nicht sehr passend, da du dann die angesprochene Gruppe extrem verkleinerst. Ich w├╝rde dann das Werk unter dem Aspekt "Schreibblockade" lesen.

Insgesamt finde ich das Werk sehr ansprechend und lesenswert!

Tobid

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Danke. Wahrscheinlich hast Du recht, dass es nicht so isoliert stehen sollte.

Ich hatte schon fr├╝her ├╝ber Steintrolle geschrieben, Beispiel: Hier klicken

Es f├╝gt sich insgesamt ein in eine Reihe von Gedichten ├╝ber Fabelwesen.

Hier ist es ein v├Âllig anderer Troll, er f├╝rchtet Regen statt Sonnenlicht.
__________________
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Poet H.
???
Registriert: Mar 2017

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Hi Bernd,

Ein Steintroll legt sich auf die Lauer,
egal, ob B├╝rger oder Bauer,
wen er ber├╝hrt, der wird zu Stein,
und sei es nur ein Dichterlein.


Ein Bauer ist auch ein B├╝rger, ob er aber je eine Burg verteidigte, wei├č ich nicht.
( althochdeutsch burg─üri, urspr├╝nglich = Burgverteidiger)

Zum Spa├č: erschreckt nicht nur die Steineklauer (Hi, Goldgr├Ąber)

und sei es nur ein Dichterlein.
"die alte Jungfer steht allein!" Nee, das ist gemein, dann doch lieber Dichterlein.

LG P.

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Der Abz├Ąhlreim ging: "Kaiser, K├Ânig, Edelmann, B├╝rger, Bauer, Bettelmann"

Vielen Dank f├╝r die Hinweise zum Text.
__________________
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Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

Werke: 570
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Es ist schon entscheidend, lieber Bernd,

da├č es hei├čt "wen er ber├╝hrt".
Beim ersten Lesen habe ich schon erwartet, da├č er scheitern wird (oder sonst eine Pointe vorbereitet), weil die Regenschirme zu Stein werden, die er mit seiner Tragehand ber├╝hrt, usw.

Aber es sind nur wir Beutel, gef├╝llt mit Wasser, die versteinert werden. Keine Dinge, wie die Goldkandidaten des Herrn Midas. Alles klar.

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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