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Leselupe.de > Gereimtes
Der Tag, an dem ich starb
Eingestellt am 24. 04. 2003 12:13


Autor
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Kir
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2001

Werke: 38
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Der Tag, an dem ich starb



Fahrl├Ąssig, das bin ich, nicht zu knapp,
die besten Freunde verschreckt, die letzte Verbindung ist gekappt.
Verliebt war ich, ├╝ber beide Ohren, und wie (!)
es kommen sollte, mochte sie mich weniger, gedacht h├Ątt┬┤ ich es nie.

Zuerst versp├╝rte ich keine Trauer dar├╝ber,
genau gesagt, w├Ąr┬┤s mir aber lieber
sie k├Ąme zur├╝ck, hach, wie idiotisch
ist das denn, bitte? man sieht: mein Liebesleben ist chaotisch.

Unabl├Ąssig spukt sie herum in meinem Kopf,
mal ihr Lachen, mal die Haare offen, mal zum Zopf
nach hinten gebunden, die vergangenen W├╝nsche, klagende Tr├Ąume.
Jedes Wort, jede Tat mehr ohne Dich, meine verbleibende Leere s├Ąume.

Es ist dahin, aber man soll auch die kleinen Dinge sch├Ątzen
lernen, sagt die Leopardin, nicht immer nur nach Gro├čem lechzen.
Esse hier ein Eis, unterhalte mich dort sehr gut.
Wollte Ehr erbieten meiner Liebe, meinem Leid.
W├Ąre Krieger gern, doch einzig und allein Demut
wie auch Unverm├Âgen habe ich gezeigt, ein Zeichen meiner Unterw├╝rfigkeit,

in Andacht an die Dame der f├╝hrende Schwertarm heute ruht.

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Stoffel
gesperrt
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Hallo,

nach dem Sterben folgt das Leben.
Immer und immer wieder...bis wir gelernt haben zu leben.

Hat sich wunderbar lesen lassen, mit einer traurigen Leichtigkeit. Einer kleinen Melancholie....

ich kann nur sagen..
gef├Ąllt mir.
Bin ja kein Kritiker
(sondern Mensch)

lG
Stoffel

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Kir
Wird mal Schriftsteller
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oha, nett

Hallo Stoffel,

der Username ist etwas gew├Âhnungsbed├╝rftig, aber passt zu Deiner Kritik. Einfach knuffig

Danke f├╝r die Formulierung "traurige Leichtigkeit".
Genau dieses Gef├╝hl war die Inspiration f├╝r das Gedicht, ich habe die ganze Zeit nach Worten daf├╝r gesucht. Bin froh es hier gepostet zu haben. Bringst mich weiter.

Letzte Strophe ist echt wichtig - bezogen auf das Leben nach dem sogenannten "Tode".
Die kleinen Dinge lassen uns gerne aufleben, wenn wir sie lassen (was Du wohl mit "gelernt haben zu leben" meinst)


LG

Kir

PS: die melancholie war gar nicht sooo klein

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Stoffel
gesperrt
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Registriert: Jun 2002

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Guten Tag Kir,

die "kleine Melancholie" war die meine, die ich mit empfand beim lesen, wobei ich wei├č, das sie beim Auto um einiges gr├Â├čer sein kann, wenns authentische Gef├╝hle sind.
Ja, prima, freut mich etwas passendes an Worten gefunden zu haben.

lG
sch├Ânen Tag
Stoffel
(passt eigentlich nicht zu mir, aber dr├╝ckt das Gegenteil aus, war wohl unbewusst beabsichtigt*smile*)

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Holger
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Kir,
ohne mich weiter inhaltlich positionieren zu wollen, empfinde ich den Text, auch wenn er sehr knapp ist, als Prosa nun nicht als Poesie im Sinne eines Gedichtes.

Das umgangsprachliche Beschreiben und das Auff├Ądeln Deiner Gedanken geht eher in Richtung Kurzgeschichte, wenn nicht gar Tagebuch, und nicht so sehr auf die Lyrik zu.

Das w├Ąre also die Frage, ob wir es da weiterreichen an die diesbez├╝glich kompetenteren Freunde aus der Prosaecke?

Beste Gr├╝├če
Holger

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

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meine Meinung...

Hallo Holger,
da hast Du sicher Recht und es w├╝rde dem ja keinen Abbruch tun

lG
schlaf sch├Ân
Stoffel

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Kir
Wird mal Schriftsteller
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wie ihr meint, etc.


Hallo Holger,

ohne mich weiter inhaltlich positionieren zu wollen (warum eigentlich nicht, Holger?), bitte, macht was ihr wollt mit diesem Gedicht. Aber es sei auf prosaische Lyrik verwiesen. Lyrische Prosa sieht anders aus, wie ich meine.

Umgangssprachliche Beschreibungen konnte ich nicht finden.
Aber gut umschrieben, Du wolltest wahrscheinlich sagen, schlichte Schreibe: warum nicht gleich?

Das Auff├Ądeln von Gedanken (noch sch├Âner umschrieben f├╝r aneinandergereiht) zeichnet durchaus auch ein Gedicht aus, vor allen Dingen, wenn emotionale Bewertungen mit den Aufz├Ąhlungen einhergehen.

ich kann Deiner Argumentation deshalb nicht folgen, sorry.
Ich schreibe seit Jahren Gedichte, wenn das keins ist, wei├č ich auch nicht...

LG

Kir

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