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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Tod
Eingestellt am 27. 04. 2004 16:43


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Der Tod

lächelt, wenn er kommt, wenn er nimmt und seine Pflicht erfüllt.
„So ist das Leben!“ ist einer seiner Sprüche
und seine Augen funkeln dabei ...

Er macht sein Zeichen auf den Menschen, der gehen muss,
unwiderruflich, unumstößlich – er ist der Tod:
Entscheidung gefallen – absolut unabänderlich!

Er winkt uns zu – fröhlich und ohne Gram:
„Tja - ich werde jede von euch irgendwann besuchen, jedem
mein Mal geben – für alle Ewigkeit!“

Verwünschen möchten wir den schwarzen Gesellen,
doch er lacht darĂĽber, verzeiht unseren Zorn,
erklärt sich mit versönlichen Worten.

„Möchtest du“, fragt er mich:
„in einem alten, verbrauchten Körper ewig siechen?"
- Nicht wirklich ... muss ich leise zustimmen ...

„Warum bist du so angsteinflößend?“ frage ich den Tod.
Er zögert einen Moment.
„Respekt ?“

„Nein!“ flüstere ich – „Respekt habe ich nicht – du müsstest
den bei mir erst verdienen!“
„Muss ich?“ fragt er lakonisch.

Eine Chance bekommen, meine Achtung
gewinnen zu wollen ?
Sein Lächeln ist offen und herzlich.

Kann ich ihn sogar sympathisch finden?
Noch immer lächelnd bietet er mir eine Hand
„ich bin doch nur der Fährmann ins Paradies!“

„Und wann setzt du für mich über?“
„Am Ende der Träume!“
Ratlos bleibe ich zurück – staune ohne Angst zu haben ...


__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

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Hallo, Aceta!

Schöner Gedankengang über den Tod!

Fährmann ins Paradies
nimm mich an der Hand!
Durchdring die Nebelwand
mit deinem Feuerspiess!

Goldener Kehle Versteck -
Traum ins Feuerland.
Mein Herz sei dir jetzt Pfand.
Ein letztes Lächeln - keck.

LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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Inu
Häufig gelesener Autor
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Hallo Aceta

wunderschöner und poetischer Text. Gefällt mir sehr.

Der Tod holt einem am Ende der Träume. Das trifft für die meisten Menschen wohl zu, andere aber werden mitten aus dem prallen Leben, aus vermeintlicher Gesundheit und mitten in ihren Blütenträumen aus dem Leben gerissen...
Das tut aber der Schönheit des Gedichtes und Deiner auch wahren und gültigen Aussage keinen Abbruch.

Liebe GrĂĽĂźe
Inu

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Liebe Schakim,

keck und kess ... genauso war mein Empfinden ĂĽber den Tod, als ich es letztmalig bearbeitet habe.
Der Gedanke , es sei ein Aufbruch, kein Ende macht Mut und gibt Hoffnung.
Du hast es gut erkannt und schön beschrieben.
Dein Posting zeigt mir, dass ich ausdrĂĽcken konnte, was ich empfand. - Das tut gut ... Vielen Dank!
*lächel*

Aceta

__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Hallo Inu,

als ich dieses "Ende der Träume" niederschrieb, machte es mir eine Gänsehaut - genaus deshalb! Genau weil ich natürlich auch viele Menschen kenne, die so plötzlich, unerwartet und in unseren Augen viel zu früh gehen.
Das Ende der Träume - das Ende von unerfüllten Wünschen, von Missverständnissen und Beschwerlichkeiten des Diesseits - weil am Ende der Träume der Beginn der unerwarteten Erfüllung, am Ende der Endlichkeit eine absolut erstaunliche Unendlichkeit steht?
Allein, sie nicht zu kennen, befallen von Furcht, wenig zu verlieren, das wir hier zu haben glauben - empfinden wir Furcht vor dem Wechsel?!
Ich war (aus meiner heutigen Sicht noch Kind), darüber einen ganzen Roman zu schreiben und nach dem Abi veröffentlicht zu haben, dessen Wirklichkeit mich heute wieder einholt:
Die Träume des Diesseits sind die Wirklichkeit danach ...

Es wirft ein neues Licht auf Menschen, die uralt werden - ein neues Licht auf unsere Verwurzelung hier - unser Klammern an das Leben.

Immerhin: Erst wer Berge kennt, kann sich Täler vorstellen. Die unendliche Glückseligkeit des Paradieses kennt keine Alternativen - deshalb:

Diese Welt - unsere Welt!
- eine Endlichkeit, eine Beschränktheit - und damit eben "Kontrast"?!
Ăśberhaupt einmal zu verstehen und zu lernen, wie wundervoll ein Paradies ist?!

Lernen wir wertzuschätzen, was unser Paradies ist, befangen in einer liebenswerten Welt - nicht ahnend, um wieviel schöner das Paradies danach wäre?!
Der Lächelnde Fährmann kennt die Befangenheit, es amusiert ihn geradezu, wie sehr wir uns zieren, ins Paradies zu gelangen?!

*lächel*

Aceta

PS.: auf Reisen in fremde Länder, zu armen Menschen, die dennoch glücklich sind, werden wir manchmal auch schon in dieser Welt mit diesem Phänomen konfrontiert ...


__________________
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