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Leselupe.de > Gereimtes
Der Tod
Eingestellt am 17. 06. 2008 17:18


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björn lindt
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Der Tod, er thront in allen atmend’ Dingen,
in Baum und Tier als seltsam schwarzer Schemen,
will leise schleichend dort in jede Pore dringen
und selbst uns Menschen unser Leben nehmen.

Als wollt’ er jedes Erdentreiben niederringen,
als einzig konsequenter Richter sich bequemen.
Er will die urgewalt’ge Schöpferkraft bezwingen,
mit seinem harten Schicksalsspruch verfemen.

Ergießen sich die Säfte grün und rot
und tränken unsre rankend’ Schicksalsreben,
so speist dieselben hier Gevatter Tod,

beschenkt bald Baum und Tier mit neuem Leben
und hält als Richter alles stets im Lot,
um selbst der Schöpfungskraft sich hinzugeben.

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo björn

Wir meinen, dass "sich hingeben" im heutigen Sprachgebrauch eher mit FICKEN zu tun hat und auch weitere Ausdrücke, zum Beispiel "sich bequemen" ebenso wie "verfemen" in äusserst fragwürdiger Weise gebraucht wurden.
Wir meinen, das Sonett ist ein "Blender", denn uns scheint, Du hast die altertĂĽmliche Sprache nicht vollends im Griff und ĂĽberdies erscheint es uns ohnehin fragwĂĽrdig, in diesem Stile zu schreiben.

Ergebenst

JoteS
(Als Kritikerpapst bitte mit "Eure Heiligkeit" anzusprechen)
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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lapismont
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Was JoteS wohl sagen will, ist, dass der Text inhaltlich arg konfus ist und dies hinter altertümlichen Wendungen verstecken möchte.

Der Tod wird hier personifiziert. Es geht um Richter, Schicksal, Schöpferkraft und alles kreuz und quer.
Der Tod will die Schöpferkraft bezwingen und mit einem Schicksalsspruch ächten?
Was soll das sein?
Und warum ist der Tod zum Schluss ein hingebungsvoller Richter, gerade hat er doch seine plötzliche Geliebte, die Schöpferkraft, verfemt?

So nett Sonette auch sind, ohne Inhalt sind sie out halt.

__________________
Kunst passiert.

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mitis

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Mein fall ist das Sonett auch nicht. Am meisten stört mich die verwendung von "abkürzungen" des metrums willen (das wird übrigens häufig auch in anderen gereimten werken praktiziert). Es klingt einfach hässlich:

quote:
atmend’ Dingen,
Als wollt’ er
urgewalt’ge Schöpferkraft
unsre rankend’ Schicksalsreben
Auch mit dieser Strophe hab ich mein Problem:

quote:
Ergießen sich die Säfte grün und rot
und tränken unsre rankend’ Schicksalsreben,

"ergießen" ist indikativ, "tränken" konjunktiv - ich seh keinen grund für die verwendung dieser zwei verschiedenen formen.

quote:
so speist dieselben hier Gevatter Tod,
"gevatter tod" ist als ausdruck fĂĽr mich so irgendwo im barock angesiedelt.

ich glaube, das verfassen dieses gedichts war einfach ein persönliches experiment. so wirkt es auf mich jedenfalls.

lg mitis


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Franzi
???
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Hallo, mitis,
ist zwar nicht mein Werk, aber wieso ist 'tränken' Konjunktiv?
LG, Franzi
__________________
"Actions speak louder than words."

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mitis

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Registriert: May 2008

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du hast recht, franzi: ich nehme das zurück. "tränken" - ich dachte zuerst an den konjunktiv von trinken, aber es gibt natürlich auch das wort "tränken" - im sinn von "wasser geben". das ist hier sicher gemeint - so macht es auch sinn.
mir zeigt mein fehler in dieser einschätzung drei dinge:

1. ich habe zu flĂĽchtig gelesen bzw. zu schnell "kritisiert".

2. das wort "tränken" ist halt auch ein eher älteres wort, an das ich in der flüchtigkeit nicht gedacht habe.

3. war ich zu dem zeitpunkt wahrscheinlich schon inhaltlich "ausgestiegen", das kann an mir liegen, aber auch am gedicht.

danke fĂĽr deine bemerkung. ich muss da wohl sorgsamer umgehen.
trotzdem ändert sich nichts an meiner gesamteinschätzung des werkes.

lg mitis

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