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Leselupe.de > Ungereimtes
Der Tod hat ein stummes Gesicht
Eingestellt am 21. 11. 2004 19:34


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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Der Tod hat ein stummes Gesicht


die Atmung
hat sich
verselbststÀndigt

Gebetsformeln
raunen monoton
aus einer anderen Welt

die AugÀpfel
haben sich
ins Jenseits gedreht

unaufhaltsam
entfliehst du
meinen HĂ€nden

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lapismont
Foren-Redakteur
HĂ€ufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

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Hallo Perry,

Dein Titel bringt mich zum RĂ€tseln.

Ein Gedicht des Todes also.
Und es ist stumm.
Rein formell gesehen, ist jedes Gedicht stumm, wenn es nicht vorgelesen wird,
Also eher stumm im Sinne von Besinnlich?

Gebetsformeln aus einer anderen Welt.
Eine Alternativwelt?
Wen beten die dort an?

Mhm.

Perry, ich glaube Dein Text, will etwas sehr ernstes ausdrĂŒcken, verwendet dabei aber unbewusst Phrasen, die mir nicht glaubwĂŒrdig genug erscheinen.
Drehende AugÀpfel zum Beispiel.
Du kannst von einem Leser nicht erwarten, DEIN Jenseits zu kennen. Wenn Du nicht willst, dass es lustig klingt, musst Du hier einfach klarer arbeiten.
Wir leben im 21. Jahrhundert. Das Jenseits hat viele Facetten, die meisten sind humoristisch.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

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Der Tod hat ein stummes Gesicht ???

Der Tod ist ein stummes Gedicht ???

Eine Sterbeszene. Einer der geht, einer, der versucht, Letztes mit HĂ€nden zu halten. Umsonst.

"raunen monoton" - ist im VerhĂ€ltnis zum sonst distanzierten, sachlich-diagnostizierenden Wortgebrauch zu "dick" - fĂŒr mein GefĂŒhl.

Die Zeilen kann ich nachempfinden. Das Erschrecken in der EndgĂŒltigkeit, nichts festhalten zu können. Und manchmal ist außer Gebetsmurmeln noch eine laut klappernde Krankenhausumgebung, geschĂ€ftig - wo doch die Zeit fĂŒr den am Sterbebett still zu stehen scheint und alle GerĂ€usche im Innern weiß werden.

Jongleur

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Perry,
Dein Gedicht will nicht etwas Ernstes ausdrĂŒcken -
dein Gedicht drĂŒckt etwas Ernstes aus und es ist Dir sehr gut gelungen.

Liebe GrĂŒĂŸe
Klopfstock

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Perry
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Registriert: Aug 2004

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Hallo lapismont,
es tut mir leid, wenn ich dich mit dem FlĂŒchtigkeitsfehler in die Irre gefĂŒhrt habe, es muss natĂŒrlich „Gesicht“ heißen (siehe auch ThemenĂŒberschrift).
Deine Vermutung, dass es sich um einen ernsten Text handelt ist richtig. Was Du als Phrasen vermutest sind erlebte Momente eines endgĂŒltigen Abschieds von einem geliebten Menschen.
Wenn Du schon mal bei einem Sterbenden am Bett gesessen bist und den letzten Kampf miterlebt hast, wirst Du die RealitĂ€t meiner Worte vielleicht verstehen. Das konntest Du wegen meines Überschriftfehlers aber nicht ahnen. Danke fĂŒr deinen Kommentar und LG
Manfred

Hallo Jongleur,
ja es ist eine Sterbeszene. Die Gebete der Anwesenden kommen dem Abschied nehmenden lyrischen Ich wie ein Raunen aus einer anderen Welt vor. Ansonsten hast Du die Szene gut nachempfunden. Danke und
LG
Manfred

Hallo Klopfstock,
ich danke dir fĂŒr dein MitfĂŒhlen. FĂŒr dich sind meine Gedichte ein offenes Buch, offenbar sprechen wir einen Ă€hnlichen Seelendialekt.
LG
Manfred

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Suse
Manchmal gelesener Autor
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sehr gut

...weil ich dein neustes gedicht so sehr schön fand, habe ich auch hier mal etwas gestöbert. Genial!
vom empfinden her (ich habe es genauso erlebt) könnte ich es geschrieben haben. habe ich aber nicht *grummel* ... super :-) ! nur der anfang "...die atmung hat sich verselbstĂ€ndigt" stört mich ein bißchen, weil atmung immer selbstĂ€ndig und vegetativ ablĂ€uft. ein anderes wort fĂ€nde ich hier besser.

lg,
suse
__________________
Suse
KĂŒrbiseis mit ganzen FrĂŒchten?!

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1033
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Hallo Suse,
danke dass Du dieses von der Thematik her sicher nicht einfache Gedicht noch einmal aufgeriffen hast.
Im Fachjargon nennt man die "letzten AtemzĂŒge" auch Schnappatmung, die sich deutlich von dem (un)bewussten Atmen abhebt. Ich wollte mit dem "verselbststĂ€ndigt" diesen Unterschied verdeutlichen.
Da das Gedicht mittlerweile bereits gedruckt worden ist, möchte ich es nicht mehr Àndern.
LG
Manfred

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