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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Der Tod und das Leben
Eingestellt am 13. 02. 2002 20:27


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Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
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Eine alte Eiche steht auf einen grasbewachsenen Hügel und stirbt. Entlaubt und krumm ruht sie da. Eine letzte Eichel baumelt an einem ihrer schiefen Ästen. Der Wind rüttelt beherzt am Ast und sie fällt. Die letzte Lebensenergie ist mit der Eichel von ihr gegangen. Sie ist nun tot. Die Eichel liegt auf dem Laub der alten Eiche und wartet. Vielen Gefahren ausgesetzt von denen sie kein Wissen hat und sie darum auch nicht vor ihnen fürchtet. Wieder tut der Wind sein Werk und bläst das Laub herum. Die Blätter landen alle auf der Eichel. Warm zugedeckt und geschützt vor dem Schnee wartet sie.
Der erste Schnee beginnt zu fallen. Väterchen Frost ist erwacht und verwandelt die Welt zu einem, kühlen und unangenehmen Platz. Unter der dicken Schicht Schnee beginnt der Kern der Eichel zu erwachen. Die Wärme des zerfallenden Laubes hat ihn geweckt. Er beginnt seine Wurzeln in den Boden zu treiben.
Als Gevatterchen Frost wieder zurück an den Nordpol zog, war die Zeit für den Kern da. Seine Wurzel gruben sich während des Winters tief in die Erde. Auf diese Weise kann er nun seine ganze Energie auf das hochstreben verwenden. Plötzlich wird aus dem Eichelkern etwas neues, etwas wunderbares. Aus dem Kern wird eine Eiche.
Eine junge Eiche steht auf einen grasbewachsenen Hügel und wächst. Die ersten Blätter spriessen aus den kleinen Ästen heraus. Immer höher wächst die Eiche der Sonne zu. Ihr Stamm wird immer dicker. Die Zeit rieselt gütig dahin und tut auch ihr Werk zu dieser Sache hinzu.
Nach einigen Jahren ist die Eiche gross und stark. Doch dieses Jahr ist etwas anders. Sie entdeck eine Eichel an einem ihrer Äste und ist entzückt darüber. Sie wartet darauf bis der Wind ihre Äste schüttelt und die Eichel auf den Boden fällt. Ihrer Sache gewiss kann die Eiche kaum den Winter erwarten und der Sommer danach. Der Winter zieht vorüber und der Sommer kommt.
Die Eiche sieht zum Boden nieder und entdeckt nichts. Traurig ĂĽber diese Tatsache beschliesst sie diesen Sommer keine Eicheln wachsen zu lassen.
Dies tat sie gleich in dem darauf folgendem Jahr und dem Jahr danach. Bis schliesslich etwas passiert.
Eine alte Eiche steht auf einen grasbewachsenen Hügel und stirbt. Entlaubt und krumm ruht sie da. Eine letzte Eichel baumelt an einem ihrer letzten schiefen Ästen. Der Wind rüttelt beherzt am Ast und die Eichel fällt...
__________________
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BiaBln
Autorenanwärter
Registriert: Oct 2001

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Eine sehr schöne Geschichte! Man könnte nicht besser den Lauf der Natur in Worte fassen!

GruĂź Bianka

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Lady_Unicorn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2002

Werke: 6
Kommentare: 12
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Abend thinker
konnte nicht anders als auch hierzu Kommentar abzugeben. Es ist mir das liebste deiner Werke, nicht nur weil es die Natur beschreibt. Das Leben und den Tod anhand einer Eiche zu erzählen, finde ich eine gute Idee. Du schreibst deine Texte mit Gefühl und du wählst die letzten Sätze geschickt...
__________________
Lady Unicorn

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damaskus
Guest
Registriert: Not Yet

Hmmm ... eine witzig Idee, doch irgendwie schon. Ganz nett, aber mehr auch nicht. Eine richtige Geschichte ist es kaum, da fehlt die Spannung, aber es soll ja vermutlich auch eher ins Poetische reingehen oder?
Am Anfang haben mich ein bisschen die knappen Sätze gestört. Aber wirklich interessant war's nicht, zumindest ist das mein Eindruck. Manche Sätze kommen auch plump rüber, zum Beispiel der erste. "Eine alte Eiche ... und stirbt." Das würde ich vollkommen weglassen z.B.
Aber es lässt auf mehr von dir hoffen ... hmmm, mal schauen.

LG Damaskus

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Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

Werke: 13
Kommentare: 33
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Hallo damaskus,

danke fĂĽr deine Kritik. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen und sie umzusetzen versuchen.
Das einzige was ich entgegen zu setzen habe ist, dass ich diesen einen speziellen Satz, den du erwähnt hast, absichtlich so gestaltet habe. Ich wollte den Leser ein wenig schocken. Ihn plötzlich mit einer Tatsache konfrontieren die er vielleicht nicht mag. Daher ist er so plumb.

-Thinker
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