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Leselupe.de > Feste Formen
Der Ton aus alten Zeiten klingt wie Hohn - Petrarca Sonett
Eingestellt am 03. 02. 2012 17:23


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Walther
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Der Ton aus alten Zeiten klingt wie Hohn
Und schmeichelt D├ęj├á-vus aus Deiner Zunge.
Du ahnst, der Krebs zerhustet Deine Lunge:
Der Atem pfeift verd├Ąchtig lange schon.

Du redest Dich in falsche Emotion
Und hast Dir den Humor so abgezwungen!
Gelehrsamkeit t├Ânt leer, wie ausgewrungen:
Die S├Ątze quietschen unter der Torsion,

Der Du sie unterworfen hast in Wut,
Entt├Ąuschung und dem Zorn des nie Geehrten.
Verbergen willst Du sie und klingst nach Stahl,

Der, ausgeh├Ąrtet, in der hei├čen Glut
Zum Schwert geschmiedet, bisher Unversehrten
Ins Ohr getrieben wird zu schlimmster Qual.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 03. 02. 2012 17:23

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gitano
Guest
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Lieber Walther!
Da├č wir beide Sonettliebhaber sind ist klar...trotz des langen Weges, hin zum gegl├╝ckten Sonett.
und deshalb im Sinne einer Tenzone (und mehr zum Spa├č ein Antwortsonettchen (Ich stelle es noch im Board ein)machst Du mit?

So nette Kleingef├Ą├če f├╝r Gedanken...

Der Ton aus alten Zeiten wirkt wie Mohn.
Erjambt erlallt befremdliches Gedusel.
Aus Mythenwelten aufgestockter Grusel
ergreift nur noch Gelehrte in Pension.
Noch immer sitzt Francesco auf dem Thron,
bebl├Ąttert mit Gew├╝rz! Metaphernfusel
ergie├čt sich in Gelehrsamkeitsgewusel.
Die Kunst zu lieben ist erstarrt im Klon.

So nette Kleingef├Ą├če f├╝r Gedanken...
Was soll denn das Geschrei von Redekunst!?
Kein Gott braucht solche Reimeranken!
Der Spott ist schnell und wird von dem gegrunzt,
der kaum ein Herz je anger├╝hrt mit Worten.
Die Liebe liebt - und ├Âffnet neue Pforten.

Sei gegr├╝├čt und vielleicht erheitert
gitano

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Walther
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Nicht schlecht, Herr Specht, sagt hier der Angesprochene. Jedoch,

lb. gitano,

zum Antwortsonett erbitte ich Dispens. Und der kann dauern!

Erheitert zur├╝ckgr├╝├čend

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Und hier ist er schon:

quote:
Da will mich wohl der alte Fluch ergreifen:
Es wird nicht rund, was sich nicht rundet, und
Es wird gesund nicht, was erkrankt. Der Schund,
Genau der, welcher, lie├če man es schleifen,

Rasch um sich griffe, lie├če man ihn reifen,
Ist es, dem es zu wehren g├Ąlte. Grund,
Sich zu ereifern, man tutÔÇÖs lautstark kund,
Nach allen Regeln h├Âchster Kunst zu keifen!

Das ist der Fluch, den ich hier jetzt verfluche:
Er schleicht sich ein, er macht sich breit, kennt keine,
Ich wiederhole, keine Gnade mit den Texten!

Ob ich mich nochmal am Sonett versuche?
Ach, geht mir weg und lasst mich doch alleine,
Mit diesem ganzen Formkram, dem verhexten!
Lb. gitano, werter Sonettmeister, sei gegr├╝├čt!

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Korrigiert:

quote:
Da will mich wohl der alte Fluch ergreifen:
Es wird nicht rund, was sich nicht rundet, und
Es wird gesund nicht, was erkrankt. Der Schund,
Genau der, welcher, lie├če man es schleifen,

Rasch um sich griffe, lie├če man ihn reifen,
Ist es, dem es zu wehren g├Ąlte. Grund,
Sich zu ereifern, man tutÔÇÖs lautstark kund,
Nach allen Regeln h├Âchster Kunst zu keifen!

Das ist der Fluch, den ich hier jetzt verfluche:
Er schleicht sich ein, er macht sich breit, kennt keine,
Ich wiederhole, Gnade mit den Texten!

Ob ich mich nochmal am Sonett versuche?
Ach, geht mir weg und lasst mich doch alleine,
Mit diesem ganzen Formkram, dem verhexten!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Ach so!...es geht weiter
na dann:

Pl├Ądoyer mit Eukalyptus├Âl...

Erneut will ich f├╝r Dich das Wort ergreifen
auch gern beim Eukalyptuslutschen und
mytholisiere meinen rauhen Schlund
bis alle Viren res├╝mieren: Kneifen!
bevor die Backen Siegeslieder pfeifen!
Der Kampf ist sinnlos gegen dieses Pfund!
Das atemk├╝hle ├ľl salbt mich zum Bund
der Rache nimmt, die Viren abzustreifen.

Der Sieg, in schleimbefreiten Nebenh├Âhlen
erstarkt die Freude, auch mal laut zu gr├Âhlen:
Ich halte Dir erfrischt die B├╝ndnistreue!
so nette Form, an der ich mich erfreue!
Wohin? Wenn nicht zum Klang in Deinem Herzen!
So la├č mich Dir verliebt in Terzen scherzen!


Vielen Dank Walther! F├╝r den tollen Spa├č!

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