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Der Topp-Tipp der Poesie: Bruno Bansen, Wenn der Kabeljau mit 'ner Kabelfrau
Eingestellt am 19. 05. 2002 20:02


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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Wie Bruno Bansen "den Fischen auf die Flossen und hinter die Kiemen gekuckt" -- so der Untertitel -- hat, das macht Spa├č. Das P├Ąckchen mit dem Buch traf ein, und erwartungsvoll ├Âffnete ich es, da ich schon einige Gedichte von Bruno aus der Leselupe kannte.

Es ist witzig. Es ist kurzweilig. Es ist vorz├╝glich gestaltet. Schon die Umschlaggestaltung wei├čt darauf hin, wie es in dem Buch weitergeht. Da ist drin, was draufsteht.

Und hier k├Ânnen Sie, sehr verehrter Leser, den Umschlag sehen:
Hier klicken

(Nebenbei bemerkt: Dass der Autor nicht aus Sachsen kommt, merkt man gleich, sonst h├Ątte er geschrieben: "Den Fischen auf die Flossen und hinter die Kiemen geguckt". Er h├Ątte aber das Leben der Fische kaum so tiefgr├╝ndig studieren k├Ânnen, h├Ątte sich auf Stichlinge und Pl├Âtzen beschr├Ąnken m├╝ssen.)

Aber nun schlage ich das Buch erst mal auf: Sch├Ânes, leicht mattes, nicht hochgl├Ąnzendes, damit blendfreies Papier und ein gediegenes Layout erwarten uns. Ungeduldig la├č ich gleich meiner Frau, Christiane, eines der Gedichte vor:

quote:

Der Bismarck-Hering

Ein Bismarck-Hering bi├č mal stark,
'ner Scholle hinten bis in's Mark.
Sie hat sich, wei├č man, gleich beschwert,
und dieses war auch nicht verkehrt,
denn f├╝rderhin, da sah man ihn
mit Maulkorb seine Kreise ziehn,
und was ihm ganz erheblich stank:
Seit gestern hat er Leinenzwang!


Und da war ich das Buch erst mal f├╝r einige Zeit los. Ich bekam es erst wieder, nachdem sie auch einigen ihrer Kolleginnen daraus vorgelesen hatte.

Wunderbar die sch├Ânen Illustrationen. Leider kann ich sie in der Leselupe nicht darstellen. Ich werde aber in K├╝rze ein paar Links zur Verf├╝gung stellen.

Vor Lachen vom Stuhl

H├Ątte ich das Buch eher gehabt, ich w├Ąre eher vom Stuhl gefallen. Man kann wahrhaft herzlich lachen.

quote:

Der Hecht

Es hockt, und dieses schon recht lange,
ein Hecht auf einer H├╝hnerstange.
Die H├╝hner wundert's, uns nicht minder,
denn jeder wei├č es, auch die Kinder:
Der Hecht steht sonst nur im gew├Ąsser,
das steht ihm auch erheblich besser.


Nicht nur blo├čer seichter Unterhaltung dient dieses Buch, nein, es ist lehrreich, wir erfahren, was wir noch nie zu fragen wagten, aber wor├╝ber wir uns immer schon wunderten:

quote:

Heringe in der Dose

Des Herings Gr├Â├če ist genial,
es passt 'ne definierte Zahl
vom Umfang her und auch der L├Ąnge
und bei Vermeidung von Gedr├Ąnge,
genau genommen sind's diverse,
in die genormte Fischkonserve.


Das ist gleichzeitig und nicht zuletzt die Entdeckung einer Naturkonstante.

Die Gedichte sind einfach wunderbar, einfach und skurril. Bruno hat einen eigenen Stil und tritt in eine w├╝rdevolle Nachfolge solcher Dichter wie Ringelnatz, Wilhelm Busch und Morgenstern, und das, ohne sie nachzuahmen.


Der Topp-Tipp der Poesie

---

┬ęKARISMA Verlag
Steinbecker Stra├če 97
21244 Buchholz i.d.N.
1. Auflage Buchholz i.d.N. 2002
Einbandgestaltung, Satz und Grafik: Bruno Bansen
ISBN-Nr. 3-936171-06-8

Bruno bat mich, folgendes zu erg├Ąnzen:
Lieferung ├╝ber die n├Ąchste Buchhandlung - Bestellung ├╝ber Hier klicken oder direkt beim Verlag.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bruno Bansen
Guest
Registriert: Not Yet

Dank dem Rezensenten

Hallo Bernd! Zuv├Ârderst Gr├╝├če an die Frau Gemahlin und um die Lage zu entspannen – ich meine jetzt die ┬╗inner-eheliche┬ź habe ich mir notiert, da├č, wenn im Herbst die geplante Fortsetzung meines ersten Buches, ┬╗Was keine Sau interessier’n tut...┬ź ansteht, rezensiert zu werden, schicke ich Euch zwei Exemplare! versprochen! Leider mu├čte ich jetzt schon des ├Âfteren von diesen, ich will mal sagen, ┬╗ Handgreiflichkeiten ┬ź h├Âren, die immer dann ausbrachen, wenn mehr als ein Leser meiner B├╝cher, Anspruch auf Eigentum anmeldete und gegen├╝ber dem Partner versuchte, dies auch durchzusetzen.

Urte Skaliks ├╝brigens, schl├Ągt in Ihrer vorz├╝glichen Rezension meines ersten Buches, "Was keine Sau interessier’n tut..." (nachzulesen bei Hier klicken mit etlichen anderen Rezensionen namhafter Rezensenten unter Vergabe h├Âchstm├Âglicher Punktzahlen) f├╝r solche F├Ąlle vor, doch mit meinem Verlag eine Art Abonnement zu vereinbaren, weil sie die Erfahrung machte, da├č , selbst wenn der Name mit nicht zu killender Tinte im Buch vermerkt war und damit die Eigentumsverh├Ąltnisse, ein f├╝r alle mal gekl├Ąrt schienen, dies nicht automatisch auch dazu f├╝hrte, da├č das Buch seinem rechtm├Ą├čigen Besitzer erhalten blieb, nein, man mu├čte m├Âglichst, wenn man es weiterhin benutzen wollte, es ┬╗besitzen ┬ź und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Mit dem eigenen Arsch! drauf und nicht wieder aufstehn! Dies scheint der einzige, gangbare Weg zu sein, ├╝ber einen l├Ąngren Zeitraum hinweg, Freude an den d├Âsigen Gedichten zu haben. (Dieser Kraftausdruck – tut mir leid, aber es mu├č der eigene sein, einem fremden kann man in dieser Hinsicht nicht trauen!)


Sorry – es tut mir wirklich sehr leid, aber ich entnehme Deinen Worten und dem, was zwischen diesen und den Zeilen steht, eine gewisse Art der Zustimmung dessen, was mir dankenswerter Weise ab und an, in und sp├Ąter auch aus dem Kopf kommt. Aber wem, zum Geier, soll ich danken, da├č mir dieses oder jenes einf├Ąllt, was nicht so einf├Ąltig ist, da├č es nicht sofort als Abfall identifiziert werden k├Ânnte ...

Auf jeden Fall danke ich Dir, Bernd, f├╝r Deine Bereitschaft, die Eindr├╝cke, die dieses B├╝chlein auf Dich gemacht haben – mal abgesehen vom Ausbruch der, sich gottseidank als tempor├Ąr erweisenden Ehekrise - der ├ľffentlichkeit zu pr├Ąsentieren. Es geh├Ârt eine gewisse Portion Mut dazu, sich in dieser Form zu outen. Ich wei├č, wovon ich spreche, ich habe dieses bereits hinter mir, nachdem ich mein erstes ┬╗ Gedicht ┬ź ├╝berhaupt, um genau 00:07:00 Uhr, am 07/11/1999, im Kopf hatte, bewegungsunf├Ąhig wegen eines sehr h├Ą├člichen Wirbels├Ąulenproblems im Kreiskrankenhaus Winsen auf der Orthop├Ądie verbrachte und seitdem ein noch gr├Â├čeres Problem habe, n├Ąmlich, da├č ich schreibe – was ich und vor alllem auch, w i e ich schreibe! ! (Was sich zum Beispiel dergestalt ├Ąu├čerte, da├č die Familie inklusive Beagle Pauline die Sache gr├╝ndlich mi├čverstand und meinte, ich sei nicht ganz dicht, obwohl ich was von Dichter, oder so sagte...)

Nochmals Dank f├╝r Deine M├╝he, ich begl├╝ckw├╝nsche mich, da├č ich, der Zufall hat’s gewollt, ├╝ber die Lupe und deren Ehrenmitglied Bernd Hutschenreuther gestolpert bin und verspreche, da├č ich nicht eher ruhen werde, bis auch die letzte kleine Idee f├╝r was zu lachen, aus meinem Kopf gefl├╝chtet ist und wieder "normale" Zeiten anbrechen!

Tsch├╝s!

Bruno

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Breimann
???
Registriert: Dec 2000

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Fische sind ├╝berall

Bedauerlich ist aus heutiger Sicht nur, dass man in den meisten Fischgesch├Ąften ein erstauntes Kopfsch├╝tteln erntet, wenn man nach einem P├Ąrchen (Kabeljau und Kabelfrau) fragt.
Man k├Ânnte den Umsatz doch erheblich steigern, wenn man die Kunden in das Fischgesch├Ąft locken w├╝rde, weil man einen "Bruno Bansen" auf der Theke liegen hat. So nebenbei w├╝rden dann die Schollen, allerlei Filets und gegrillte, gesottene, ger├Ąucherte, eingelegte und auf sonstige Weise schmackhaft gemachte Meeres- und Fluss-Tierchen entdeckt werden und in den Einkaufskorb wandern. Leider haben die Herrschaften mit dem Fischblick das noch nicht erkannt. Wer nur einmal in eines der herrlichen B├╝cher des Bruno Bansen reingeschaut hat, den packen: Lust am Lesen, Spa├č an der Freud', Hunger auf mehr, Ungeduld, weil's so lange dauert, bis wieder ein Buch erscheint.
Man muss sich - und das ist nun die ernste Seite der Geschichte - wundern, wo dieser Autor die Einf├Ąlle, die Ideen her nimmt. Nichts ist bei ihm undenkbar, keine Fantasie unm├Âglich. Und dann packt er diese Gedanken in stimmige, mitrei├čende Reime, legt sie uns mundgerecht (nie zu lang) vor und sagt: "Guten Appetit".
Den hat man!
Ein absoluter Bruno-Bansen-Fan
Eduard

__________________
Ich schreibe - also bin ich.

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